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Wirbel bei Valk Fleet: Management bedroht, Gehälter nicht gezahlt

Vor ein paar Wochen hat Delivery Hero angekündigt, dass das Tochterunternehmen Valk Fleet aufgegeben wird. Valk Fleet hatte eine Lieferflotte für Restaurants angeboten, die über keine eigenen Fahrer verfügen oder die Lieferungen auslagern wollen.

Wie TechCrunch berichtet, scheint die Abwicklung von Valk Fleet nicht ganz reibungslos zu verlaufen. Ehemalige Fahrer und Angestellte beschweren sich, dass ihnen das Unternehmen noch ausstehendes Gehalt schuldet. Außerdem haben Angestellte und Manager des Unternehmens Todesdrohungen von Fahrern erhalten, da sie nicht bezahlt wurden. Begründung von Delivery Hero ist, dass das Unternehmen unter Aufsicht gestellt wurde. Alle Zahlungen wurden von dem zuständigen Verwalter eingefroren. Fahrer und Angestellte müssen nun ihre Ansprüche gerichtlich geltend machen. Es ist nicht bekannt, wie viele Fahrer und Angestellte betroffen sind.

Die hohe Burn Rate in den letzten Monaten soll dem Unternehmen das Genick gebrochen haben. Der Fokus lag ausschließlich auf Wachstum, was zu einem monatlichen Burn von etwa 700.000 britischen Pfund (ca. 870.00 Euro) geführt habe soll. Zu Hochzeiten wurden etwa 100.000 Bestellungen pro Monat ausgeliefert, was sich durchaus sehen lassen kann. Laut Delivery Hero war es nicht möglich, mit einer Bestellung genügend Umsatz zu generieren, um die Kosten der Lieferung zu decken. Die Restaurants haben zwischen 3.50 und 4.50 Pfund für eine Lieferung bezahlt, die Kosten auf Valk Fleet Seite lagen aber bei 8 Pfund pro Bestellung. Neben den hohen Kosten hatte das Geschäftsmodell von Valk Fleet einige Schwächen. So wurde der Service für eine fixe Gebühr angeboten, am Umsatz war Valk Fleet nicht beteiligt.  Valk Fleet hat mit Schnellrestaurants, wie Burger King zusammengearbeitete. Der durchschnittliche Warenkorb bei Schnellrestaurants dürfte gering sein, im Vergleich zu den hochwertigen Restaurants, mit denen Deliveroo und Foodora  zusammenarbeiten.

Delivery Hero hat im letzten Jahr die Beteiligung an Food Express fallengelassen, um Valk Fleet aufzuziehen. Food Express musste damals Insolvenz anmelden und wurde letztendlich von  Lieferando übernommen. Die meisten Fahrer dürften bereits bei anderen Lieferstartups untergekommen sein. Delivery Hero konzentriert sich nun voll auf Foodora.

Bild: McDonald’s Delivery Fleet von lamoix (bestimmte Rechte vorbehalten)

UberEATS als separate App, Valk Fleet eingestellt

Zwei Kurznachrichten aus dem Bereich der Lieferservices für fertig zubereitete Gerichte von Restaurants: Delivery Hero stellt den eigenen Logistikservice Valk Fleet ein. Uber launcht mit UberEATS die erste separate App.

Delivery Hero stellt Valk Fleet ein

Das Berliner Unternehmen Delivery Hero, den meisten besser bekannt als Lieferheld, stellt den Betrieb von Valk Fleet wieder ein. Valk Fleet wurde erst im letzten Jahr gestartet und bietet Logistik- und Lieferdienste für Restaurants an. Valk Fleet hat dabei die Fahrer und die entsprechende IT-Infrastruktur gestellt. Im Fokus standen also Restaurants, die keine eigenen Fahrer angestellt haben oder kurzfristig zusätzliche Kapazitäten benötigen. Diese Restaurants konnten das Angebot von Valk Fleet für Orders aus allen Kanälen nutzen. Es war keine Voraussetzung, dass die Orders über das Delivery Hero Netzwerk kamen.

Delivery Hero will sich bei dem Geschäft mit eigenen Fahren ganz auf Foodora konzentrieren. Ein Großteil des Valk Fleet Teams wird zu Foodora wechseln. Foodora wurde im letzten Jahr von Rocket Internet an Delivery Hero übergeben. Vor allem in Großbritannien scheint sich Valk Fleet schwer getan zu haben. Einerseits sind die Margen sehr gering und auf der anderen Seite sind Konkurrenten wie Deliveroo, Quiqup oder Stuart überpräsent. Delivery Hero beendet somit in kurzer Zeit den zweiten Versuch als  Logistikdienstleister aufzutreten. Im letzten Jahr wurde die Beteiligung an Food Express fallengelassen. (via TechCrunch)

UberEATS startet als separate App in den USA

Uber bringt mit UberEATS eine separate Smartphone-App für den Restaurant-Lieferservice an den Start. Bisher hat Uber alle Angebote in der ursprünglichen Uber App angeboten, die Nutzer mussten UberEATS als eine der vielen Optionen auswählen. Uber hat mittlerweile realisiert, dass es wenig Sinn macht, alle Services in einer App anzubieten. Bisher ist die UberEATS App in Chicago, Houston, San Francisco und Los Angeles verfügbar. Weitere Städte sollen bald folgen. Unbekannt ist, ob UberEATS auch in den europäischen Städten ausgerollt wird, in denen das Geschäft mit dem Personentransport einen Dämpfer erlitten hat. Uber wird seine ursprüngliche App nutzen, um die Uber Nutzer auf UberEATS aufmerksam zu machen. Die Nutzer können ein Gericht von dem extra zusammengestellten Sofort-Menü wählen, diese Gerichte werden besonders schnell geliefert. Es ist aber auch möglich, bei einem der mehreren hundert gelisteten Restaurants zu bestellen. (via TechCrunch)

Bild: Shima Aji Sushi at Troquet by Beautiful Cuisine von Dale Cruse (bestimmte Rechte vorbehalten)