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VW und DHL testen Paketzustellung in den Kofferraum

Der Automobilhersteller Volkswagen und der Paketdienst DHL haben ein Pilotprojekt gestartet, bei dem der DHL Bote das Paket direkt im Kofferraum ablegen kann. Bei dem Projekt kommen 50 VW Polo zum Einsatz, die für die Paketzustellung entsprechend ausgerüstet werden.

Service läuft unter dem Namen We Deliver

Der Dienst für die Paketzustellung heißt We Deliver und wurde in den vergangenen Monaten von den Kooperationspartnern entwickelt. Volkswagen will dabei helfen, dass keine Sendung mehr verpasst wird, der Kofferraum der teilnehmenden Autos wird zum Lieferort für DHL Sendungen. Der Onlinehandel in Deutschland boomt. 2017 wird laut dem Verband der Internetwirtschaft eco ein Gesamtumsatz von 55 Milliarden Euro erwartet, 2019 sollen es sogar 70 Milliarden Euro sein. Rund 11,5 Prozent des Einkaufsvolumens deutscher Verbraucher entfallen auf den E-Commerce – Tendenz steigend.

Wer kennt das nicht? Man stöbert im Netz, befüllt seinen virtuellen Warenkorb und klickt am Ende auf den entscheidenden Button: Bestellung abschicken. Doch mit der Vorfreude beginnt das Warten. Und wenn man dann im entscheidenden Moment – beim Klingeln des Paketzustellers – gerade einmal nicht Zuhause ist, muss man selbst aktiv werden. Paketshop, Packstation oder freundlicher Nachbar waren bislang die gängigsten Optionen für die Zwischenlagerung.

Auto kann an unterschiedlichen Orten stehen

Das Auto kann an unterschiedlichen Orten abgestellt werden. Der Standort des Autos muss als Lieferadresse angeben werden und der DHL Bote findet das Auto mittels GPS und öffnet das Auto mit dem Smartphone. Das Auto darf nicht mehr als 300 Meter von der angegebenen Adresse entfernt stehen. Der DHL Bote kommt nur an das Fahrzeug, wenn es auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt wird – das Auto kann also nicht im Parkhaus oder auf privaten oder abgesperrten Parkplätzen stehen. Der Nutzer muss einen zweistündigen Slot zwischen 10 und 21 Uhr auswählen, in dem DHL das Paket liefert. Retouren und frankierte Pakete können im Kofferraum abgelegt werden und werden gleich vom Paketzusteller mitgenommen.

Pilotphase von We Deliver in Berlin

Von September 2017 bis April 2018 läuft das Projekt in Berlin. Die Interessenten müssen sich bewerben, falls sie ausgewählt werden, erhalten sie einen entsprechen ausgestatteten VW Polo. Gleichzeitig müssen sich die Teilnehmer auch bei dem Portal www.paket.de von DHL registrieren und dort den Kofferraum als Ablageort hinterlegen. Der Service kann nicht für alle online Bestellungen genutzt werden. Bestellt werden kann derzeit bei den Online-Shops von Amazon, Alternate, Allyouneed Fresh, Outfittery, Fashion ID und Music Store.

Vergleichbar mit smart ready to drop

Das Projekt erinnert an smart ready to drop. Smart und DHL haben in einem gemeinsamen Projekt ein ähnliches Konzept umgesetzt. Die Daimler Tochter bietet eine Telematikbox für den smart an, die dem DHL Boten ein Öffnen per Smartphone-App ermöglichen. Auch Volvo expandiert seit 2014 mit einem vergleichbaren Dienst.

Bild: Volkswagen AG (alle Rechte vorbehalten)

VW Tochter Moia testet Shuttle in Hannover

Für das kommende Jahr hat die Volkswagen Tochter Moia bereits den Start eines smarten Shuttle Diensts in Hamburg angekündigt. Um sich optimal darauf vorbereiten zu können, wird der Shuttle Dienst in den kommenden Monaten in Hannover getestet. Mehrere Fahrgäste, die in dich gleiche Richtung unterwegs sind, können sich über den Moia Pooling Dienst ein Fahrzeug teilen. Mit dem Service will Moia die Lücke zwischen Taxi und öffentlichem Nahverkehr schließen und auch ein Leben ohne Auto ermöglichen.

20 Shuttle Fahrzeuge für 3500 potentielle Nutzer

Bei dem Test sollen um die 20 Fahrzeuge unterwegs sein. Die Nutzergruppe soll vorerst auf 3500 potentielle Fahrgäste beschränkt sein. Das Testgebiet erstreckt sich über 90 Quadratkilometer in Hannover. Der Kunde zahlt pro Kilometer 6 Cent während der Testphase, die auf mehrere Monate ausgelegt ist. Mit diesem niedrigen Fahrpreis wird Moia nicht profitabel arbeiten können, aber das steht auch erstmal nicht im Vordergrund.

Viel Vorbereitung seit Start vor einem Jahr

Seit dem Start im vergangenen Jahr hat das Team hinter Moia unterschiedliche Business Cases durchgerechnet, die App auf die Beine gestellt und unterschiedliche Fahrzeugkonzepte durchgespielt, die für den Shuttle-Dienst später einmal genutzt werden sollen. Bei der App und Routing-Technologie hat Moia Unterstützung von Split erhalten, das Startup wurde dieses Jahr aufgekauft.

Nähe zu Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover

Der Test wird in Hannover und nicht in Hamburg durchgeführt, da die Stadt kleiner ist und so ein besseres Erlebnis mit einer kleineren Flotte erreicht werden kann. Außerdem sitz in Hannover der Bereich Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Sparte stellt die Autos für den Moia Test zur Verfügung. Auch die Stadt Hannover unterstütz Volkswagen und Moia bei der Einführung des Shuttle Dienste, die Stadt dürfte aber an einer langfristigen Einführung Interesse haben und nicht nur an einem Piloten.

Während der Testphase kommen leicht modifizierte VW T6 Multivan Modelle zum Einsatz, die sich gut für einen Ridepooling Dienst eignen. Die Fahrzeuge werden mit einem Infotainment System ausgestattet sein, über die die Kunden die nächsten Stops und weitere Infos sehen können. Elektroautos werden erst in Hamburg eingesetzt. Auf der einen Seite sollen laufend Updates für die App ausgespielt und getestet werden. Andererseits will Moia auch Erfahrung bei der Fahrerschichtplanung und der Verteilung der virtuellen Haltestellen sammeln.

Bild: Moia (alle Rechte vorbehalten)

Roadmap E: Volkswagen startet Elektrifizierungsoffensive

Der Volkswagenkonzern startet unter dem Namen Roadmap E die größte Offensive, um die Modellpalette bis 2025 zu Elektrifizieren. Bis dahin sollen 80 Modelle der Konzernmarken mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sein. Insgesamt 50 Modelle sollen über einen reinen Elektroantrieb verfügen, die übrigen 30 Modelle werden Hybrid Fahrzeuge sein. Mit der Offensive will Volkswagen eine führende Rolle in der Transformation der Automobilindustrie einnehmen.

Volle Elektrifizierung bei Volkswagen bis 2030

Der Konzern geht langfristig sogar weiter und will bis zum Jahr 2030 die komplette Modellpalette elektrifizieren. Das heißt, dass es von jedem der 300 Fahrzeugmodelle, die von den unterschiedlichen VW Marken produziert werden, eine Version mit Elektromotor geben wird. Dabei sind alle Marken und Märkte mit eingeschlossen.

20 Milliarden Euro für Elektrifizierung

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Um dieses Ziel zu erreichen, werden die unterschiedlichen Konzernmarken über die kommenden Jahre mehr als 20 Milliarden Euro in die Elektrifizierung investieren. Das Geld fließt vor allem in die Entwicklung von zwei neuen Plattformen für die Elektrofahrzeuge. Auch die Produktionsstätten müssen neu ausrichtet werden und die Mitarbeiter für die neuen Herausforderungen geschult werden. Volkswagen will auch in die Ladeinfrastruktur investieren.

Mit der ,Roadmap E‘ schlägt der Konzern ein neues Kapitel in der Geschichte von Volkswagen auf und schafft zugleich die Voraussetzungen für den endgültigen Durchbruch der Elektromobilität. Dann entscheiden nur noch die Kunden, wie schnell sie sich flächendeckend durchsetzen wird.

Batterien für 50 Milliarden ausgeschrieben

Das Thema „Batterie” besetzt Volkswagen mit einer mehrstufigen mittel- bis langfristigen Strategie: Zunächst wurde die Entwicklung, Beschaffung und Qualitätssicherung aller Batteriezellen und -module für den Konzern im „Center of Excellence” Salzgitter gebündelt. Dort baut die Marke Volkswagen auch eine erste Pilotfertigung auf, um Produktions-Know-how zu sammeln.

Allein für die Ausstattung der eigenen E-Flotte mit Li-Ionen Batterien benötigt der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität in einer Größenordnung von mehr als 150 GWh pro Jahr.

Um diesen enormen Bedarf zu decken, wurde eine Ausschreibung für langfristige strategische Partnerschaften für China, Europa und Nordamerika initiiert. Mit einem Auftragsvolumen in Höhe von insgesamt mehr als 50 Milliarden Euro allein für die Volumenfahrzeuge des Konzerns auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens handelt es sich dabei eines der größten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte der Automobilindustrie.

Sedric und I.D. Crozz auf IAA 2017 im Fokus

Auf der IAA 2017 präsentiert Volkswagen weitere Show Cars mit Elektroantrieb, die in den kommenden Jahren in einer abgewandelten Form in Serie gehen dürften. Im Fokus stehen die beiden Modelle Sedric und I.D. Crozz.

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Bei dem Show Car Sedric handelt es sich um einen markenübergreifenden Ideenträger für Zukunftsthemen autonomes Fahren, Elektrifizierung und digitale Vernetzung, der konsequent weiterentwickelt wird. Später soll Sedric einfache, komfortable, nachhaltige und sichere Mobilität für jedermann auf Knopfdruck ermöglichen – dabei steht der Mensch im Mittelpunkt.

Der I.D. Crozz ist ein sportlicher SUV mit Elektroantrieb, der 2020 in Serie gehen soll.

Bilder: Volkswagen AG (Allre Rechte vorbehalten)

Volkswagen und KUKA starten Kooperation: Robotergestützte Innovationen für Fahrzeuge der Zukunft als Ziel

Die Forschungsabteilung von Volkswagen und der Automatisierungsspezialist KUKA schließen einen Kooperationsvertrag, um roboterbasierte Innovationskonzepte für die Fahrzeuge der Zukunft gemeinsam zu entwickeln. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet.

KUKA Roboter für den Ladevorgang

Autonom fahrende Automobile und Service-Roboter sind zwei Teilaspekte der Mobilität der Zukunft, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft betrachtet werden. Unter anderem sollen Roboter entwickelt werden, die den Ladevorgang bei autonomen Fahrzeugen einleiten, durchführen und beenden können. Die Elektrofahrzeuge der Zukunft müssen automatisch geladen werden können.

Weiterführung einer bestehenden Kooperation

Die neue Kooperation knüpft an ein bereits bestehendes gemeinsames Forschungsprojekt  an, das sich mit Mensch-Roboter-Kollaboration befasst. Das Projekt e-smart Connect beinhaltet eine praxisnahe und benutzerfreundliche Lösung für das Aufladen der Hochvoltbatterien von Elektrofahrzeugen des Volkswagen Konzerns. Dabei verbindet ein KUKA Roboter in einer speziell entwickelten Anwendung das Fahrzeug eigenständig mit einer Ladestation. So muss der Fahrer das elektrisch angetriebene Auto lediglich auf einem gekennzeichneten Parkplatz abstellen, das Montieren des Ladekabels erledigt der Roboter für ihn.

Autonome Autos brauchen autonomes Laden

In Zukunft soll der Ladevorgang ohne das Zutun von Fahrern oder Fahrgästen passieren. Die vollautomatisierten Fahrzeuge steuern bei Bedarf automatisch die Ladestationen an und der Roboter verbindet das Fahrzeug mit den Ladestationen. Eine Alternative Möglichkeit wäre das induktive und damit kabellose Laden der Fahrzeuge. Bisher ist noch unklar, welche Lösung sich durchsetzen wird.

Weitere Serviceroboter für Wartung und Betrieb in Planung

In der neuen strategischen Partnerschaft sollen neben den technologischen Grundlagen auch weitere Konzepte für innovative Anwendungen entwickelt werden. Wahrscheinlich sollen also noch weitere Service Roboter entstehen, die den Betrieb und Umgang mit autonomen Fahrzeugen vereinfachen. Die Roboter werden den Menschen in Zukunft bei vielen alltäglichen Aufgabe unterstützen. Unter anderem können Roboter bei Beladung der Fahrzeuge helfen und Wartungsaufgaben übernehmen.

Bild: Volkswagen AG (Alle Rechte vorbehalten)

Omni Carsharing: Ridecell kooperiert mit Volkswagen in Polen

Der Volkswagenkonzern startet in Polen ein Carsharing Angebot mit Skoda Fahrzeugen. Die Software für das Management der Plattform, kommt dabei von dem Anbieter Ridecell. Das Angebot mit dem Namen Omni ist vorerst in Warschau verfügbar und ist ein stationsbasiertes Carsharing System.

Spezialist für Carsharing Software

Ridecell hat sich darauf spezialisiert, eine Software-Plattform zu entwickeln, die für den Betrieb eines effizienten Carsharing Systems benötigt wird. Unter anderem setzt auch die Carsharing Tochter von BMW in den USA auf die Technologie. Kurz vor dem Start von ReachNow, hat sich BMW auch über den Venture Arm BMW iVentures an Ridecell beteiligt.

Omni mit White-Label Lösung von Ridecell

Das Angebot in Polen läuft unter dem Namen Omni. Die Nutzer können die Skoda Fahrzuge an definieren Stationen in Warschau abholen und auch wieder abstellen. Die Neukunden können sich ganz einfach über die Omni App registrieren und verifizieren. Die Omni App ist eine White-Label Lösung, die von Ridecell entwickelt und entsprechend gebrandet wurde. Über die App sind alle Fahrzeuge verfügbar und die einwandfreie Kommunikation mit dem Backend ist sichergestellt. Die Ridecell Plattform wird auch die Zahlungen abwickeln und Daten über die Auslastung und das Nutzerverhalten auswerten und anzeigen.

Fahrzeuge vom lokalen Händlernetz

Die Fahrzeuge werden von dem lokalen Händlernetz zur Verfügung gestellt und operativ betrieben. Da die Software für Buchung und Management nicht in-house entwickelt werden musste, sondern auf die Ridecell Mobilitätsplattform zurückgegriffen werden kann, konnte der Service schnell gestartet werden. Skoda und Volkswagen wollen mit dem Angebot junge Menschen in Polen erreichen, die unkompliziert ein Auto benötigen, aber nicht daran interessiert sind, ein Auto zu kaufen.

Volkswagen arbeitet an mehreren Fronten

Der Volkswagenkonzern versucht sich über mehrere Fronten bei der Etablierung von Mobilitätsdienstleistungen fortzubewegen. Über die eigens für Mobility Services gegründete MOIA Marke sollen ab dem kommenden Jahr in Hamburg win Shuttle Dienst angeboten werden. Skoda startet nun unabhängig davon Omni und testet anscheinend auch mit HoppyGo einen peer-2-peer Carsharing Dienst in München.

Bild: Omni (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen will bis 2025 Profite mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften

Bisher ist der Volkswagen Konzern eher zögerlich im Bereich der Mobilitätsdienste aktiv. Trotzdem soll der Bereich stark wachsen und bereits im Jahr 2025 signifikant zum Konzernergebnis beitragen. Der weltgrößte Autobauer ist bisher an Gett beteiligt und befasst sich mit dem Thema Carsharing.

VW sieht großes Potential bei Ride Hailing mit autonomen Fahrzeugen 

Volkswagen möchte dabei auf die neuen Geschäftsmodelle setzen, die sich durch autonome Fahrzeuge, Ride-Hailing Dienste und andere Entwicklungen ergeben. Der Konzern geht davon aus, dass diese Entwicklungen dazu beitragen werden, weitere Umsatzströme erschließen zu können. Wie hoch die Gewinne durch neue Mobility Services ausfallen sollen, beziffert Volkswagen nicht.

Trend weg von eigenem Fahrzeug

Nicht nur Volkswagen sieht einen Trend der weg von privatem Fahrzeugbesitz und hin zu Mobilitätsdiensten geht. Auch andere Hersteller stellen sich darauf ein, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. BMW und Daimler bieten schon heute einen Free Floating Carsharing Dienst an. Fast alle großen Automobilhersteller befassen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Dort bekommen sie auch vermehrt Konkurrenz von Startups und Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Volkswagen setzt auf Gett und MOIA 

Volkswagen ist bisher durch das Investment in Gett aufgefallen. Im letzten Jahr wurden 300 Mio. US$ in die Fahrdienstplattform investiert. Hinzu kam der Start der weiteren Konzernmarke MOIA, die sich mit der Entwicklung von Mobilitätsdiensten befassen soll. Seit dem Start von MOIA wurde nicht mehr viel über die Pläne und den Fortschritt kommuniziert. Es kursieren immer wieder Ideen, dass MOIA noch in diesem Jahr einen Shuttle Dienst mit elektrischen Fahrzeugen starten möchte.

Langer Weg bis zur Profitabilität 

In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob Unternehmen mit Mobility Services gutes Geld verdienen können. Bisher tun sich die Player noch schwer. Größen wie Uber oder Luft befinden sich noch in der Wachstumsphase und fahren Jahr für Jahr hohe Verluste ein. Es ist auch fraglich, ob Automobilhersteller Dienste mit einer hohen Markenbindung aufbauen können. Alternativ können sie sich auch als Fahrzeuglieferant und Flottenbetreiber für reichweitenstarke Ride-Hailing Netzwerke positionieren.

Bild: Volkswagen Aktiengesellschaft (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen stellt selbstfahrenden Shuttle Sedric in Genf vor

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Volkswagen Konzern eine Studie von einem autonomen Shuttle. Das Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric ist elektrisch unterwegs und soll als markenübergreifender Ideenträger fungieren. Der Volkswagen Konzern will künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen agieren. Die Konzernmutter soll weiter in die Zukunft schauen und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammen führen, um es den Marken zur Verfügung zu stellen. Mit Wie auch die anderen Hersteller auch, sieht der der Autobauer aus Wolfsburg autonome Fahrzeuge als zentrales Element der

Sedric soll von jedermann nutzbar sein

Bisher hat der Volkswagen Konzern dem Themen autonome Fahrzeuge in Verbindung mit Elektromobilität eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Konzern mit Sedric (self-driving car) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft. In der Strategie der Konzernmarken soll das Thema vollautomatisiertes Fahren einen höheren Stellenwert einnehmen. Sedric soll für jedermann nutzbar sein und dennoch an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste angepasst werden können. Es ist das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Design erinnert an Wettbewerber

Vom Design her erinnert das Konzeptfahrzeug an die autonomen Minibusse von LocalMotors oder Navya. Die Bilder des Autos erinnern an eine Raupe – insgesamt macht das Erscheinungsbild einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Das Fahrzeug verfügt über vier Sitzplätze, zwei davon sind gegen die Fahrtrichtung angeordnet. Die Passagiere steigen über eine große zweiteilige Schiebetür zu und wieder aus. Die Studie verzichtet komplett auf ein Cockpit, es sind keine Pedale und auch kein Lenkrad vorhanden. Sollte ein Fahrgast Gepäck mit sich führen, muss er dieses im Passagierraum unterbringen. Im Innenraum wird auf hochwertige und nachhaltige Materialien Wert gelegt. Pflanzen und Bambuskohle-Filter sollen für ein angenehmes Klima an Board sorgen.

Seltsames Bedienelement um Fahrzeug zu rufen

Gerufen werden kann der Sedric über ein seltsam anmutendes Bedienelement mit Button und Ring für farbige Signale. Wie der Nutzer darüber das Ziel eingeben soll und wieso nicht einfach auf eine Smartphone App gesetzt wird, ist nicht ganz einleuchtend. Wie für den Service bezahlt werden soll und in welcher Form das Shuttle Fahrzeug eingesetzt werden soll, wird auch nicht betont. Ob Sedric ein Bestanteil von einem Moia Dienst sein wird oder bei Gett zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Wie auch andere Hersteller auch, hat Volkswagen erkannt, dass Mobilitätslösungen entscheidend für das Überlegen sind. Um im Markt der innovativen Mobiltiy Services Fuß zu fassen, hat sich der Konzern im letzten Jahr an Gett beteiligt und mit Moia eine weitere Konzernmarke gegründet. Insgesamt wirken die Aktivitäten des Konzerns noch wenig abgestimmt – der Sedric vermittelt auch eher den Eindruck, dass sich viele Techniker austoben durften, um zu zeigen, was schön aussieht und technisch möglich ist. In den kommenden Jahren muss Volkswagen Ergebnisse in den Bereichen autonomes Fahrern und Mobilitätsservices liefern.

Bild: Volkswagen Group (alle Rechte vorbehalten)

Daten sammeln: Kooperation von Mobileye mit BMW und Volkswagen

Der Autokonzerne Volkswagen und BMW haben mit Mobileye eine Vereinbarung für eine Kooperation unterzeichnet. Ab dem Kommenden Jahr wollen Volkswagen und auch BMW die Technologie von Mobileye verbauen, um real-timed Daten der Verkehrs- und Straßensituation zu erfassen. Das Paket von Mobileye heißt Road Experimente Management (REM) und hilft dabei, den Weg zu autonomen Fahrzeugen zu ebenen. Es soll sichergestellt werden, dass vernetzte autonome Autos besser in realen Verkehrssituationen navigieren können.

Daten sammeln per Kamera

Fahrzeuge, die mit dem REM Paket ausgestattet sind, nehmen über Kameras and der Front der Fahrzeuge relevante Daten über die Straßengegebenheiten auf. Unter anderem werden Straßenmarkierungen, Verkehrszeichen, Wetterdaten oder die Parkplatzsituation registriert. Die Daten werden in der Cloud gespeichert und nach Aufbereitung wieder zurück in die hochgenauen Karten gespeichert, um diese dauerhaft aktuell zu halten.

Mobileye will Industriestandard aufbauen

Die Intention von Mobileye ist es, mit REM einen Industriestandard aufzubauen, bei dem die Daten von den Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller nach dem Croudsourcing-Prinzip aufgenommen werden und in die hochauflösenden Karten gespeist werden. Diese Karten werden dann von den beteiligten Herstellern genutzt, um   die autonomen Fähigkeiten der Fahrzeuge und weitere Fahrerassistenz-Systeme zu verbessern.

Ab 2018 in BMW und Volkswagen Fahrzeugen

Volkswagen und BMW wollen das Kit mit den neusten EyeQ4 Chips von Mobileye ab 2018 in den Fahrzeugen verbauen und so anonym Daten über die Straßen-Beschaffenheit und Parkplatzsituation zu generieren. Es ist nicht klar, ob der Fahrzeugbesitzer der Datensammlung zustimmen muss, oder ob die Datensammlung ohne Zustimmung der Besitzer geschieht. BMW, Daimler und Audi haben auch die Karten-Sparte Here von Nokia übernommen, um hochauflösenden Karten für die Anwendung in autonomen Fahrzeugen zu entwickeln. Die in BMW Fahrzeugen über das REM Paket gesammelte Daten werden an HERE weitergeleitet und in die aktuelle Version der hochgenauen Karte eingepflegt. Es ist nicht klar, ob die Daten von Volkswagen auch in das Kartenmaterial von Here eingespeist werden.

Für BMW ist das nicht das erste Projekt, bei dem der Automobilkonzern mit dem Unternehmen Mobileye aus Israel zusammenarbeite. BMW hat bereits mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Komponenten für autonome Autos zu entwickeln. BMW und Volkswagen wollen bis 2021 ein vollautonomes Auto mit Level 4 auf den Markt bringen.

Bild: BMW (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen startet Moia – die Marke für Mobilitätsdienstleistungen

Volkswagen hat auf dem Event TechCrunch Disrupt in London die weitere Konzernmarke Moia vorgestellt. Moia wird unter dem VW-Dach angesiedelt und soll alle Mobilitätsdienstleistungen des Konzerns bündeln. Die Unternehmensorganisation rund im die neue Marke soll als Startup mit der Finanzkraft und dem Knowhow des führenden Automobilkonzerns aufgebaut werden. Konkrete Projekte wurden noch nicht vorgestellt. Es ist aber davon auszugehen, dass unter dem Namen Moia Ridesharing Services, Shuttle Dienste und innovative Lösungen rund um autonomes Fahren angesiedelt werden.

Standort in Berlin und Hamburg

Moia soll sich darauf fokussieren, Verkehrsprobleme mittels neuartiger Transportdienstleistungen in den Städten zu lösen. Geleitet wird die neue Marke von Ole Harms. Außerdem ist Robert Henrich mit an Board, der von Daimler kommt und dort car2go und Moovel in leitender Position mit aufgebaut hat. Harms war zuvor beim Volkswagen Konzern direkt angestellt und hat sich dabei um die Bereiche New Business und Mobility Services gekümmert. Er bezeichnet die Mobilität als entscheidend, um die Städte am Leben zu erhalten. Um dazu beizutragen, wird Moia on-demand Shuttle Services anbieten. Dafür sollen elektrische Mini-Busse eingesetzt werden, die später an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst werden sollen.

Mobiliätsdienstleistugen für effizienteren Verkehr in Städten

Die neue VW Marke will die neuen Dienstleistungen wahrscheinliche an Partner auslagern. Unternehmen wie Gett oder andere Startups können dafür in Frage kommen, die neuen Mobilitätsdienstleistungen operative umzusetzen. Bei Gett ist Volkswagen vor ein paar Monaten mit einer Summe von 300 Mio. Euro eingestiegen. Gett hat während der TC Disrupt angekündigt, dass ein Carpooling Service mit dem Namen Gett Together gestartet wird, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Taxi oder Minibus teilen können. Das Konzept ist bereits von Uber und Lyft bekannt. Ziel von Moia ist auch die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen und Verkehrsbetrieben. Gemeinsam soll eine kostengünstige und effiziente Alternative zum öffentlichen Nahverkehr etabliert werden.

Moia: Genaue Ausrichtung unklar

Zusammengefasst hat Volkswagen seine neue Marke präsentiert, ohne wirklich konkret zu werden, wie der genaue Plan aussieht. Es ist nicht klar, welche Mobilitäts-Konzepte die neue Marke umsetzten soll und wie die Differenzierung zu bestehenden Akteuren auf dem Markt sein soll. Wird sich der Konzern an weiteren Startups beteiligen oder Kooperation eingehen. Wie viel Geld steht der 13. Konzernmarke für den Aufbau zur Verfügung?

Volkswagen startet spät in das Rennen um die Führungsposition bei innovativen Mobilitätsdienstleistungen. Das Unternehmen aus Wolfsburg nutzt die Gelegenheit auch, um von den Problemen rund um den Dieselskandal abzulenken. Andere Automobilkonzerne sind schon weiter. General Motors ist Seit Anfang des Jahres bei Lyft mit an Board und BMW treibt in den USA mit ReachNow eine eigene Mobilitätsplattform voran. Alle Hersteller haben gemeinsame, dass sie den Vorsprung von Uber und andere Startups aufholen müssen.

Bild: Volkswagen (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen mit neuer Marke für Mobilitätsdienste

Auf einer Veranstaltung im Rahmen des Pariser Autosalons hat Volkswagen Vorstandschef Michael Müller angekündigt, dass eine neue Konzern-Marke gegründet wurde, unter deren Dach die Mobilitätsdienste angesiedelt werden sollen. Das neue Geschäftsfeld der Mobilitätsdienste soll die 13. Marke des Autokonzerns aus Wolfsburg werden. Der endgültige Name soll erste im November präsentiert werden, bis zum Jahr 2025 soll die Marktführerschaft angestrebt werden.

Der Konzern möchte mit dem Vorstoß vom Skandal um die Dieselmotoren ablenken und außerdem signalisieren, dass auf die Bedrohungen reagiert wird, die von Neueinsteigern im Mobilitätsbereich ausgehen. Startups und Technologieunternehmen wie Uber, Lyft oder Tesla sorgen dafür, dass der individuelle Fahrzeugbesitz weniger wichtig wird. Dieser Trend ist eine Bedrohung für die etablierten Konzerne.

Das Angebot der neuen Marke soll Carsharing, Fahrdienste und später auch autonome Shuttle-Dienste umfassen. Bis 2025 soll das Angebot der neuen Marke Marktführer bei innerstädtischen Mobilitäsdienstleistern sein, weltweit soll eine Spitzenposition erreicht werden. Bisher war der Konzern wenig aktiv, wenn es um innovative Mobilitätsservices ging. Ein eigenes Carsharing-Programm wurde wieder eingestampft und mit dem Angebot von GreenWheels verschmolzen.

Im Mai diesen Jahres war Volkswagen mit einer Summe von 300 Mio. US$ bei der Fahrdienst-Plattform Gett eingestiegen. Volkswagen hat sich den Einstieg einiges kosten lassen, um den Trend der Fahrdienste nicht komplett zu verpassen. Gett betreibt in mehreren Städten einen Fahrdienst, der per App bestellt werden kann. In London werden herkömmliche Taxis vermittelt, in anderen Städten auch Chauffeure und Privatfahrer. In Moskau können die Gett-Fahrer demnächst bestimmte VW und Skoda Fahrzeuge zu Sonderkonditionen erhalten.

Teil der neuen Strategie soll auch der Fokus auf die Entwicklung von Elektroautos sein. Bis zum Jahr 2015 sollen 30 neue Fahrzeugmodelle mit Elektroantrieb auf den Markt kommen. Mit diesem ambitionierten Ziel ist VW nicht alleine. Auch der Daimler-Konzern hat sein CASE-Strategie für Mercedes-Benz bekanntgegeben. CASE soll die Themen Vernetzung, autonomes Fahren, Sharing (Ridesharing und Carsharing) und Elektrifizierung vorantreiben.

Müller bekräftigte nun das Ziel des Konzerns, bis 2025 mehr als 30 neue Elektromodelle auf die Straße zu bringen. Einen Vorgeschmack auf die Elektro-Offensive liefert die Hauptmarke VW, die auf dem Autosalon ein Konzeptfahrzeug mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern präsentiert.

Die Autobauer übertrumpfen sich in Paris mit neuen batteriebetriebenen Modellen und Studien. Die Messe in der französischen Hauptstadt soll den zweiten Anlauf in eine umweltschonendere Mobilität einläuten.

Bild: Volkswagen (alle Rechte vorbehalten)