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Volkswagen will bis 2025 Profite mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften

Bisher ist der Volkswagen Konzern eher zögerlich im Bereich der Mobilitätsdienste aktiv. Trotzdem soll der Bereich stark wachsen und bereits im Jahr 2025 signifikant zum Konzernergebnis beitragen. Der weltgrößte Autobauer ist bisher an Gett beteiligt und befasst sich mit dem Thema Carsharing.

VW sieht großes Potential bei Ride Hailing mit autonomen Fahrzeugen 

Volkswagen möchte dabei auf die neuen Geschäftsmodelle setzen, die sich durch autonome Fahrzeuge, Ride-Hailing Dienste und andere Entwicklungen ergeben. Der Konzern geht davon aus, dass diese Entwicklungen dazu beitragen werden, weitere Umsatzströme erschließen zu können. Wie hoch die Gewinne durch neue Mobility Services ausfallen sollen, beziffert Volkswagen nicht.

Trend weg von eigenem Fahrzeug

Nicht nur Volkswagen sieht einen Trend der weg von privatem Fahrzeugbesitz und hin zu Mobilitätsdiensten geht. Auch andere Hersteller stellen sich darauf ein, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. BMW und Daimler bieten schon heute einen Free Floating Carsharing Dienst an. Fast alle großen Automobilhersteller befassen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Dort bekommen sie auch vermehrt Konkurrenz von Startups und Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Volkswagen setzt auf Gett und MOIA 

Volkswagen ist bisher durch das Investment in Gett aufgefallen. Im letzten Jahr wurden 300 Mio. US$ in die Fahrdienstplattform investiert. Hinzu kam der Start der weiteren Konzernmarke MOIA, die sich mit der Entwicklung von Mobilitätsdiensten befassen soll. Seit dem Start von MOIA wurde nicht mehr viel über die Pläne und den Fortschritt kommuniziert. Es kursieren immer wieder Ideen, dass MOIA noch in diesem Jahr einen Shuttle Dienst mit elektrischen Fahrzeugen starten möchte.

Langer Weg bis zur Profitabilität 

In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob Unternehmen mit Mobility Services gutes Geld verdienen können. Bisher tun sich die Player noch schwer. Größen wie Uber oder Luft befinden sich noch in der Wachstumsphase und fahren Jahr für Jahr hohe Verluste ein. Es ist auch fraglich, ob Automobilhersteller Dienste mit einer hohen Markenbindung aufbauen können. Alternativ können sie sich auch als Fahrzeuglieferant und Flottenbetreiber für reichweitenstarke Ride-Hailing Netzwerke positionieren.

Bild: Volkswagen Aktiengesellschaft (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen stellt selbstfahrenden Shuttle Sedric in Genf vor

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Volkswagen Konzern eine Studie von einem autonomen Shuttle. Das Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric ist elektrisch unterwegs und soll als markenübergreifender Ideenträger fungieren. Der Volkswagen Konzern will künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen agieren. Die Konzernmutter soll weiter in die Zukunft schauen und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammen führen, um es den Marken zur Verfügung zu stellen. Mit Wie auch die anderen Hersteller auch, sieht der der Autobauer aus Wolfsburg autonome Fahrzeuge als zentrales Element der

Sedric soll von jedermann nutzbar sein

Bisher hat der Volkswagen Konzern dem Themen autonome Fahrzeuge in Verbindung mit Elektromobilität eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Konzern mit Sedric (self-driving car) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft. In der Strategie der Konzernmarken soll das Thema vollautomatisiertes Fahren einen höheren Stellenwert einnehmen. Sedric soll für jedermann nutzbar sein und dennoch an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste angepasst werden können. Es ist das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Design erinnert an Wettbewerber

Vom Design her erinnert das Konzeptfahrzeug an die autonomen Minibusse von LocalMotors oder Navya. Die Bilder des Autos erinnern an eine Raupe – insgesamt macht das Erscheinungsbild einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Das Fahrzeug verfügt über vier Sitzplätze, zwei davon sind gegen die Fahrtrichtung angeordnet. Die Passagiere steigen über eine große zweiteilige Schiebetür zu und wieder aus. Die Studie verzichtet komplett auf ein Cockpit, es sind keine Pedale und auch kein Lenkrad vorhanden. Sollte ein Fahrgast Gepäck mit sich führen, muss er dieses im Passagierraum unterbringen. Im Innenraum wird auf hochwertige und nachhaltige Materialien Wert gelegt. Pflanzen und Bambuskohle-Filter sollen für ein angenehmes Klima an Board sorgen.

Seltsames Bedienelement um Fahrzeug zu rufen

Gerufen werden kann der Sedric über ein seltsam anmutendes Bedienelement mit Button und Ring für farbige Signale. Wie der Nutzer darüber das Ziel eingeben soll und wieso nicht einfach auf eine Smartphone App gesetzt wird, ist nicht ganz einleuchtend. Wie für den Service bezahlt werden soll und in welcher Form das Shuttle Fahrzeug eingesetzt werden soll, wird auch nicht betont. Ob Sedric ein Bestanteil von einem Moia Dienst sein wird oder bei Gett zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Wie auch andere Hersteller auch, hat Volkswagen erkannt, dass Mobilitätslösungen entscheidend für das Überlegen sind. Um im Markt der innovativen Mobiltiy Services Fuß zu fassen, hat sich der Konzern im letzten Jahr an Gett beteiligt und mit Moia eine weitere Konzernmarke gegründet. Insgesamt wirken die Aktivitäten des Konzerns noch wenig abgestimmt – der Sedric vermittelt auch eher den Eindruck, dass sich viele Techniker austoben durften, um zu zeigen, was schön aussieht und technisch möglich ist. In den kommenden Jahren muss Volkswagen Ergebnisse in den Bereichen autonomes Fahrern und Mobilitätsservices liefern.

Bild: Volkswagen Group (alle Rechte vorbehalten)

Daten sammeln: Kooperation von Mobileye mit BMW und Volkswagen

Der Autokonzerne Volkswagen und BMW haben mit Mobileye eine Vereinbarung für eine Kooperation unterzeichnet. Ab dem Kommenden Jahr wollen Volkswagen und auch BMW die Technologie von Mobileye verbauen, um real-timed Daten der Verkehrs- und Straßensituation zu erfassen. Das Paket von Mobileye heißt Road Experimente Management (REM) und hilft dabei, den Weg zu autonomen Fahrzeugen zu ebenen. Es soll sichergestellt werden, dass vernetzte autonome Autos besser in realen Verkehrssituationen navigieren können.

Daten sammeln per Kamera

Fahrzeuge, die mit dem REM Paket ausgestattet sind, nehmen über Kameras and der Front der Fahrzeuge relevante Daten über die Straßengegebenheiten auf. Unter anderem werden Straßenmarkierungen, Verkehrszeichen, Wetterdaten oder die Parkplatzsituation registriert. Die Daten werden in der Cloud gespeichert und nach Aufbereitung wieder zurück in die hochgenauen Karten gespeichert, um diese dauerhaft aktuell zu halten.

Mobileye will Industriestandard aufbauen

Die Intention von Mobileye ist es, mit REM einen Industriestandard aufzubauen, bei dem die Daten von den Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller nach dem Croudsourcing-Prinzip aufgenommen werden und in die hochauflösenden Karten gespeist werden. Diese Karten werden dann von den beteiligten Herstellern genutzt, um   die autonomen Fähigkeiten der Fahrzeuge und weitere Fahrerassistenz-Systeme zu verbessern.

Ab 2018 in BMW und Volkswagen Fahrzeugen

Volkswagen und BMW wollen das Kit mit den neusten EyeQ4 Chips von Mobileye ab 2018 in den Fahrzeugen verbauen und so anonym Daten über die Straßen-Beschaffenheit und Parkplatzsituation zu generieren. Es ist nicht klar, ob der Fahrzeugbesitzer der Datensammlung zustimmen muss, oder ob die Datensammlung ohne Zustimmung der Besitzer geschieht. BMW, Daimler und Audi haben auch die Karten-Sparte Here von Nokia übernommen, um hochauflösenden Karten für die Anwendung in autonomen Fahrzeugen zu entwickeln. Die in BMW Fahrzeugen über das REM Paket gesammelte Daten werden an HERE weitergeleitet und in die aktuelle Version der hochgenauen Karte eingepflegt. Es ist nicht klar, ob die Daten von Volkswagen auch in das Kartenmaterial von Here eingespeist werden.

Für BMW ist das nicht das erste Projekt, bei dem der Automobilkonzern mit dem Unternehmen Mobileye aus Israel zusammenarbeite. BMW hat bereits mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Komponenten für autonome Autos zu entwickeln. BMW und Volkswagen wollen bis 2021 ein vollautonomes Auto mit Level 4 auf den Markt bringen.

Bild: BMW (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen startet Moia – die Marke für Mobilitätsdienstleistungen

Volkswagen hat auf dem Event TechCrunch Disrupt in London die weitere Konzernmarke Moia vorgestellt. Moia wird unter dem VW-Dach angesiedelt und soll alle Mobilitätsdienstleistungen des Konzerns bündeln. Die Unternehmensorganisation rund im die neue Marke soll als Startup mit der Finanzkraft und dem Knowhow des führenden Automobilkonzerns aufgebaut werden. Konkrete Projekte wurden noch nicht vorgestellt. Es ist aber davon auszugehen, dass unter dem Namen Moia Ridesharing Services, Shuttle Dienste und innovative Lösungen rund um autonomes Fahren angesiedelt werden.

Standort in Berlin und Hamburg

Moia soll sich darauf fokussieren, Verkehrsprobleme mittels neuartiger Transportdienstleistungen in den Städten zu lösen. Geleitet wird die neue Marke von Ole Harms. Außerdem ist Robert Henrich mit an Board, der von Daimler kommt und dort car2go und Moovel in leitender Position mit aufgebaut hat. Harms war zuvor beim Volkswagen Konzern direkt angestellt und hat sich dabei um die Bereiche New Business und Mobility Services gekümmert. Er bezeichnet die Mobilität als entscheidend, um die Städte am Leben zu erhalten. Um dazu beizutragen, wird Moia on-demand Shuttle Services anbieten. Dafür sollen elektrische Mini-Busse eingesetzt werden, die später an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst werden sollen.

Mobiliätsdienstleistugen für effizienteren Verkehr in Städten

Die neue VW Marke will die neuen Dienstleistungen wahrscheinliche an Partner auslagern. Unternehmen wie Gett oder andere Startups können dafür in Frage kommen, die neuen Mobilitätsdienstleistungen operative umzusetzen. Bei Gett ist Volkswagen vor ein paar Monaten mit einer Summe von 300 Mio. Euro eingestiegen. Gett hat während der TC Disrupt angekündigt, dass ein Carpooling Service mit dem Namen Gett Together gestartet wird, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Taxi oder Minibus teilen können. Das Konzept ist bereits von Uber und Lyft bekannt. Ziel von Moia ist auch die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen und Verkehrsbetrieben. Gemeinsam soll eine kostengünstige und effiziente Alternative zum öffentlichen Nahverkehr etabliert werden.

Moia: Genaue Ausrichtung unklar

Zusammengefasst hat Volkswagen seine neue Marke präsentiert, ohne wirklich konkret zu werden, wie der genaue Plan aussieht. Es ist nicht klar, welche Mobilitäts-Konzepte die neue Marke umsetzten soll und wie die Differenzierung zu bestehenden Akteuren auf dem Markt sein soll. Wird sich der Konzern an weiteren Startups beteiligen oder Kooperation eingehen. Wie viel Geld steht der 13. Konzernmarke für den Aufbau zur Verfügung?

Volkswagen startet spät in das Rennen um die Führungsposition bei innovativen Mobilitätsdienstleistungen. Das Unternehmen aus Wolfsburg nutzt die Gelegenheit auch, um von den Problemen rund um den Dieselskandal abzulenken. Andere Automobilkonzerne sind schon weiter. General Motors ist Seit Anfang des Jahres bei Lyft mit an Board und BMW treibt in den USA mit ReachNow eine eigene Mobilitätsplattform voran. Alle Hersteller haben gemeinsame, dass sie den Vorsprung von Uber und andere Startups aufholen müssen.

Bild: Volkswagen (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen mit neuer Marke für Mobilitätsdienste

Auf einer Veranstaltung im Rahmen des Pariser Autosalons hat Volkswagen Vorstandschef Michael Müller angekündigt, dass eine neue Konzern-Marke gegründet wurde, unter deren Dach die Mobilitätsdienste angesiedelt werden sollen. Das neue Geschäftsfeld der Mobilitätsdienste soll die 13. Marke des Autokonzerns aus Wolfsburg werden. Der endgültige Name soll erste im November präsentiert werden, bis zum Jahr 2025 soll die Marktführerschaft angestrebt werden.

Der Konzern möchte mit dem Vorstoß vom Skandal um die Dieselmotoren ablenken und außerdem signalisieren, dass auf die Bedrohungen reagiert wird, die von Neueinsteigern im Mobilitätsbereich ausgehen. Startups und Technologieunternehmen wie Uber, Lyft oder Tesla sorgen dafür, dass der individuelle Fahrzeugbesitz weniger wichtig wird. Dieser Trend ist eine Bedrohung für die etablierten Konzerne.

Das Angebot der neuen Marke soll Carsharing, Fahrdienste und später auch autonome Shuttle-Dienste umfassen. Bis 2025 soll das Angebot der neuen Marke Marktführer bei innerstädtischen Mobilitäsdienstleistern sein, weltweit soll eine Spitzenposition erreicht werden. Bisher war der Konzern wenig aktiv, wenn es um innovative Mobilitätsservices ging. Ein eigenes Carsharing-Programm wurde wieder eingestampft und mit dem Angebot von GreenWheels verschmolzen.

Im Mai diesen Jahres war Volkswagen mit einer Summe von 300 Mio. US$ bei der Fahrdienst-Plattform Gett eingestiegen. Volkswagen hat sich den Einstieg einiges kosten lassen, um den Trend der Fahrdienste nicht komplett zu verpassen. Gett betreibt in mehreren Städten einen Fahrdienst, der per App bestellt werden kann. In London werden herkömmliche Taxis vermittelt, in anderen Städten auch Chauffeure und Privatfahrer. In Moskau können die Gett-Fahrer demnächst bestimmte VW und Skoda Fahrzeuge zu Sonderkonditionen erhalten.

Teil der neuen Strategie soll auch der Fokus auf die Entwicklung von Elektroautos sein. Bis zum Jahr 2015 sollen 30 neue Fahrzeugmodelle mit Elektroantrieb auf den Markt kommen. Mit diesem ambitionierten Ziel ist VW nicht alleine. Auch der Daimler-Konzern hat sein CASE-Strategie für Mercedes-Benz bekanntgegeben. CASE soll die Themen Vernetzung, autonomes Fahren, Sharing (Ridesharing und Carsharing) und Elektrifizierung vorantreiben.

Müller bekräftigte nun das Ziel des Konzerns, bis 2025 mehr als 30 neue Elektromodelle auf die Straße zu bringen. Einen Vorgeschmack auf die Elektro-Offensive liefert die Hauptmarke VW, die auf dem Autosalon ein Konzeptfahrzeug mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern präsentiert.

Die Autobauer übertrumpfen sich in Paris mit neuen batteriebetriebenen Modellen und Studien. Die Messe in der französischen Hauptstadt soll den zweiten Anlauf in eine umweltschonendere Mobilität einläuten.

Bild: Volkswagen (alle Rechte vorbehalten)

Saudi-Arabien investiert 3.5 Milliarden Dollar in Uber

Der Ridesahring Anbieter Uber sichert sich ein Investment in Höhe von 3.5 Milliarden Dollar vom Staatsfond aus Saudi-Arabien. Für Uber ist es das bisher größte erhaltene Investment. Im Allgemeinen wurde bisher kein größeres Einzelticket in ein Startup investiert.

Bisher hat Uber mehr als 13.5 Milliarden US$ einschließlich Wandelanleihen eingesammelt, von dieser Summe hat das Unternehmen noch 11 Milliarden Dollar auf dem Bankkonto. Das Investment kommt für Uber gut gelegen, so kann der Börsengang weiter hinausgezögert werden.

Bewertung bei 62.5 Milliarden Dollar

Die Gespräche zwischen Uber und dem saudi-arabischen Public Investment Fond wurden im März gestartet. David Plouffe, Ubers Chef Lobbyist und Verwaltungsrat-Mitglied ist zu diesem Zeitpunkt in die Region gereist. Der Public Investment Fond hält nach der Finanzierung Anteile in Höhe von etwa 5 % am Unternehmen. Das entspricht einer Unternehmensbewertung von Uber 62.5 Milliarden US$.

Weitere Diversifizierung der Investments

Der Managing Director PIF, Yasir Al Rumayyan wird Mitglied im Verwaltungsrat von Uber. Mit dem Investment will der Staatsfond seine Investments stärker diversifizieren und unabhängiger von den zurückgehenden Einnahmen aus dem Öl-Geschäft werden. Bisher war der Staatsfond nur im Inland tätig, bis 2030 sollen die Investments im Ausland stark ausgeweitet werden. Bis dahin sollen 50% des Anlagevolumens von 200 Milliarden in Auslandsbeteiligungen angelegt werden.

Auch Lyft mit Geld aus Saudi-Arabien

Der PIF ist nicht der einzige Fond aus Saudi-Arabien, der an neuen Mobilitätsanbietern beteiligt ist. Die Kingdom Holding Co, von Prinz Alwaleed Bin Talal hat mindestens 100 Mio. US$ in den Uber-Konkurrenten und zweitgrößten Fahrdienstanbieter in den USA Lyft investiert. Uber will einen Teil des Investments im arabischen Raum und in Afrika investieren. In Saudi-Arabien ist der Fahrdienst vor allem bei weiblichen Fahrgästen beliebt, etwa 80% der Fahrgäste sind weiblich. Das liegt auch daran, dass es für Frauen verboten ist, selber Auto zu fahren. Ein Großteil der Summe dürfte aber in die Wachstumsmärkte in Asien gesteckt werden. Gerade in China und Indien muss Uber viel investieren, um Marktanteile im Wettbewerb mit den lokalen Anbietern zu gewinnen.

Uber dürfte seine Bewertung mit den Bemühungen im Bereich der selbstfahrenden Autos gerechtfertigt haben. Der Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen führt dazu, dass der größte Kostenfaktor, nämlich der Fahrer wegfällt. Das führt auf der einen Seite zu geringeren Preisen für die Kunden und auf der anderen Seite zu mehr Gewinn für Uber.

Strategische Investoren steigen ein

Das hohe Investment des Staatsfonds und der Einstieg von strategischen Investoren in neue Mobilitätsdienstleister zeigt deren Potential für die Zukunft. In den letzten Monaten und Wochen haben sich Unternehmen wie GM, Apple, Volkswagen oder Toyota an Dienstleistern wie Lyft, Didi, Gett und Uber beteiligt. Automobilhersteller schauen sich vor allem nach einer Plattform für den Einsatz von selbstfahrenden Autos in der Zukunft um. Vorerst geht es um das Erschließen weitere Absatzkanäle. Volkswagen hat erst gestern verkündet, dass Gett Fahrer leichter Zugang zu attraktiven Finanzierungskonzepten für Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern erhalten sollen. Sonderausstattung, Wartung und Versicherung inklusive. Später wird es auch um selbstfahrende Autos gehen. Gett ist für VW ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum ganzheitlichen Mobilitätsanbieter. Dieses Ziel will VW bis 2025 erreichen.

Konkurrenz aus China

Uber Konkurrent Didi arbeitet nach Aussagen des Didi Präsidenten Jean Lu an einer Finanzierung im Volumen von über 3.5 Milliarden US$. Erst im letzten Monat hat das Unternehmen 1 Milliarde von Apple erhalten. Didi ist entweder direkt an Uber-Konkurrenten beteiligt oder ist Partnerschaften mit diesen eingegangen. Darunter befinden sich Lyft in den USA, Ola in Indien und Grab in Südost-Asien.

Volkswagen steigt bei Gett ein, Toyota bei Uber

Diese Woche ist bekannt geworden, dass sich gleich zwei Automobilkonzernen mit Mobilitätsanbietern verbünden. Der japanische Konzern Toyota steigt bei Uber ein und der deutsche Automobilbauer Volkswagen bei der Taxi-App Gett. Das Investment von Toyota in Uber ist unbekannt, VW beteiligt sich mit 300 Mio. USD (ca. 265 Millionen Euro) an Gett.

Gett in 60 Städten aktiv

Gett ist bereits im Jahr 2010 gestartet und stammt ursprünglich aus Israel. Mittlerweile werden Fahrten in Russland, Großbritannien, USA und Israel vermittelt. In insgesamt 60 Städten ist das Unternehmen aktiv. Neben Taxis vermittelt Gett auch Fahrdienstleistungen mit Limousinen und weiteren Fahrzeugkategorien. Bisher wurden mehr als 50 Millionen Fahrgäste befördert. In den USA ist Gett nur in New York aktiv, dort lieferte es sich einen Preiskampf mit Uber und war der erste Anbieter, der in Manhattan Fahrten zu einem Flatrate-Tarif von zehn Dollar angeboten hat. In einigen Städten ist das Angebot bereits profitabel.

Mit dem Investment von Volkswagen steigt die eingesammelte Finanzierung auf mehr als 500 Mio. US$. Die Bewertung ist nicht bekannt, dürfte aber bei mehr als 2 Milliarden US$ liegen. Zu den Investoren gehören Accel Industries und Kreos Capital. Für Volkswagen ist die Summe eher Peanuts, schließlich liegt der jährliche Umsatz bei fast 300 Milliarden US$.

Volkswagen investiert in die Zukunft

Für VW ist es auch ein erster Versuch, wieder für positive Schlagzeilen nach dem Abgasskandal zu sorgen und eine Möglichkeit, sich für das Geschäft in der Zukunft vorzubereiten. Mit dem bisherigen Carsharing Angebot war VW nicht sehr erfolgreich, weshalb es wieder eingestellt wurde. VW-Chef Müller bezeichnet den Einstieg bei Gett als einen Meilenstein auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Mobilitätsdienstleister. Bis 2025 soll dieses Ziel erreicht werden. Im Bezug auf autonomes Fahren macht diese Partnerschaft auch Sinn. Gett entwickelt Technologien, um die Daten zu Analysieren und Vorhersagen zu treffen, die für die selbstfahrenden Autos von VW nützlich sein werden. Die Plattform von Gett kann auch für den Einsatz autonomer Fahrzeuge von Volkswagen genutzt werden.

Toyota dürfte eine geringere Summe in Uber investiert haben. Dem Autokonzern geht es vielmehr darum, seine Fahrzeuge per Leasing oder Verkauf an die Uber-Fahrer zu vermitteln. Die Raten werden direkt mit den Einnahmen bezahlt, die die Fahrer auf der Uber-Plattfirm verdienen. Außerdem ist der Autokonzern daran interessiert, Apps mit Uber zu entwickeln, die das Leben der Fahrer vereinfachen. Des weiteren will Toyota von Uber lernen, wie Fahrdienste genutzt werden.

Gefahr und Chance für Automobilhersteller

Immer mehr Autokonzerne investieren in Fahrdienste, die über eine App bestellt werden, um im digitalen Wandel den Anschluss nicht zu verpassen. Der deutsche Hersteller Daimler betreibt mit MyTaxi eine eigene Taxi-App und ist auch an dem Fahrdienstvermittler Blacklane mit einem Millionenbetrag investiert. Der amerikanische GM-Konzern hat sich vor ein paar Monaten an der Fahrdienst-App Lyft beteiligt, betreibt mehrere Carsharing Angebote und ist auch an der deutschen Mitfahrplattform flinc beteiligt. Der Technologiekonzern Apple hat sich mit einer Milliarde US$ an dem chinesischen Anbieter Didi beteiligt.

Bild: Volkswagen von Bruno Kussler Marques (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Carsharing App CarJump mit Finanzierung

Kurznachrichten: Carsharing App Carjump sammelt siebenstellige Finanzierung ein. GM stellt die Serienversion des massentauglichen Elektroautos Bolt vor. Volkswagen kooperiert mit Mobileye, einem Zulieferer für Technologien für selbstfahrende Autos. MeinFernbus FlixBus will sich nur noch FlixBus nennen.

Carsharing App Carjump mit siebenstelliger Finanzierung

Die Carsharing-App Carjump erhält eine siebenstellige Finanzierung von der UnternehmerTUM, Axel Springer und Zimmermann Investments. Carjump ist eine Art Marktplatz und  aggregiert die Daten unterschiedlicher Carsharing-Anbieter. Die Nutzer sehen in der App die Fahrzeuge der jeweiligen Anbieter. Über die App können auch die Fahrzeuge reserviert werden. Das eingesammelte Geld soll in neue Features fließen. Unter anderem soll eine digitale Verifizierung von Führerscheinen Einzug erhalten, damit die Anmeldung bei Carsharing Diensten vereinfacht werden kann. Im letzten Jahr sind die Gründer bei Carjump ausgestiegen und das Unternehmen wurde verkauft. (via Wirtschaftswoche)

Strategische Partnerschaft zwischen Volkswagen und Mobileye

Auf der CES war autonomes Fahren ein angesagtes Thema. So haben unter anderem der Volkswagenkonzern und Mobileye eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Mobileye konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien für die kamerabasierte Echtzeit-Bildverarbeitung. Diese Technologie gilt in Verbindung mit hochpräzisen digitalisierten Karten als Schlüssel für das automatisierte Fahren. Volkswagen ist auch über Audi an der ehemaligen Nokia Sparte Here beteiligt, so  hat der Konzern eine weitere Quelle für hochpräzise Karten. Volkswagen will mit der Kooperation ein gutes Stück in der Entwicklung von fahrerlosen Fahrzeugen vorwärts kommen. Die von Mobileye entwickelten optischen Sensorsysteme sollen bei Volkswagen zum Einsatz kommen. (via Volkswagen)

GM stellt auf der CES die Serienversion des Bolt vor

Der Automobilkonzern GM, der kurz vor der CES ein Investment bei der e-hailing Plattform Lyft bekannt gegeben hat, hat auf der Messe sein erstes massentaugliches Elektroauto vorgestellt. Das Bolt getaufte Auto soll eine Reichweite von ca. 320 Kilometern erreichen. Angeboten werde soll das Fahrzeug für 38.000 US$. Käufer von Elektrofahrzeugen erhalten in den USA aber Steuerbegünstigungen in Höhe von 7.500 US$, so fällt der Preis auf 30.000 US$ (rund 27.000 €). Der Bolt ist das erste massentaugliche Elektrofahrzeug, das zu einem akzeptablen Preis angeboten wird und über ausreichend Reichweite verfügt. Tesla arbeitet auch an einem günstigen Elektroauto, ein erster Prototyp soll im März vorgestellt werden. Mit Lyft will GM einen App-basierten Ridesharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen in den nächsten Jahren entwickeln. (via WallStreetJournal)

FlixBus als einheitlicher Name für Expansion

Der schnell wachsende Fernbusanbieter MeinFernbus FlixBus denkt laut darüber nach, den Teil MeinFernbus komplett aus dem Markennamen zu streichen. Der Name MeinFernbus Flixbus ist aus dem Zusammenschluss beider Unternehmen entstanden. Gerade für die Expansion ins Ausland ist dieser lange und komplizierte Unternehmensname nicht nutzbar.  Das Unternehmen fährt im Ausland bereits ausschließlich unter der Marke FlixBus. Das Unternehmen wächst zur Zeit hautsächlich außerhalb der deutschen Grenzen. Nach der Liberalisierung des Fernbus-Markts in Frankreich im Sommer letzten Jahres ist FlixBus gestartet und hat sich als Marktführer etabliert. Auch in Deutschland ist das Unternehmen an der Spitze und kommt auf einen Marktanteil von 73 %. (via WirtschaftsWoche)

BMW und VW mit Schnelllade-Stationen, Lyft mit neuem Schnurrbart, Carsharing bald kostenlos?

In den letzten Tagen gab es wieder einige Kurznachrichten aus dem Mobilitätsbereich. BMW und VW starten ein gemeinsames Netz an Schnelllade-Stationen für Elektrofahrzeuge in den USA, Lyft ändert den Schnurrbart. Uber sammelt weiter Geld ein und Carsharing könnte bald kostenlos sein.

BMW und Volkswagen starten gemeinsam Ladestation-Netzwerk

Gemeinsam investieren die beiden deutschen Automobilhersteller BMW und Volkswagen in ein Netz von Schnellladestationen in den USA. Mindestens 100 Schnellladestationen sollen an Ost- und Westküste aufgestellt werden. Umgesetzt wird das Netz an Schnellladestationen mit dem amerikanischen Unternehmen ChargePoint, das schon 20.000 Stationen Betreibt. Einerseits wollen BMW und Volkswagen mit dem Schritt Tesla Paroli bieten. Tesla betreibt in den USA schon mehr als 150 Schnellladestationen, so genannte Supercharger-Stationen. Auf der anderen Seite sollen Erfahrungen beim Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur geschaffen werden. (via Manager Magazin)

Uber nimmt weiter Geld auf

Das amerikanische Transport Unternehmen Uber nimmt weiter Geld auf. Diesmal handelt es sich um 1.6 Milliarden US$, die in Form von einer Wandelanleihe über die Investmentbank Goldman Sachs aufgenommen wurden. Insgesamt sind somit mehr als 4 Milliarden US$ als Finanzierung in das Taxi-Unternehmen geflossen. Goldman Sachs hat sich bereits in einer der ersten Finanzierungsrunden an Uber beteiligt. Erst Ende des letzten Jahres hat Uber bekannt gegeben, dass 1.2 Milliarden US$ an Finanzierung aufgenommen wurden, die Runde könnte sich noch um 600 Mio. US$ erhöhen. (via Wall Street Journal)

Lyft mit neuer Form des Schnurrbarts

Die Fahrzeuge, die beim Taxi-Startup Lyft unterwegs sind, ließen sich bisher leicht durch einen riesigen pinkfarbenen Plüsch-Schnurrbart identifizieren, der am Fahrzeuggrill befestigt ist. Nun wird der Plüsch-Schnurbart durch eine kleinere Version ausgetauscht. Das neue Erkennungszeichen heißt „Glowstache“, ist etwa so groß wie eine Banane und wird hinter der Windschutzscheibe auf dem Armaturenbrett angebracht. Wie der Name schon sagt, leuchtet der Glowstache, damit die Fahrzeuge trotzdem leicht zu erkennen sind. Durch das Verschwinden des Plüsch-Schnurrbarts soll das Image des Services seriöser werden und somit auch besser bei Geschäftskunden ankommen. Der bisherige Schnurbart war zu polarisierend, entweder wurde er geliebt oder gehasst. (via GeekWire)

Zukünftig kostenlos Carsharing nutzen?

Markus Deutsch von der Beratungsgesellschaft KPMG ist der Meinung, dass Carsharing zukünftig gratis genutzt werden kann, wenn auf Basis der Kunden- und Bewegungsdaten individuelle Werbung über die Displays in den Fahrzeugen ausgespielt wird. Den Wert des Datensatzes eines Carsharing-Nutzers schätzt KPMG auf 780 € pro Jahr. DriveNow hat bereits einige Experimente gestartet, so werden schon Pakete mit Freiminuten und Skitickets oder Eintrittskarten für Thermen über das Board-Menü verkauft. Der Nutzer muss aber proaktive danach suchen. Bei car2go ist es im Moment noch nicht technisch möglich, Werbung über den on-board Monitor auszuspielen. Car2go hat versucht, die Heckscheiben der Carsharing-Smarts als Werbefläche zu verkaufen. Könnte auch sein, dass die Carsharing-Anbieter die zusätzlichen Einnahmen nutzen, um die Kosten zu decken, ohne die Kundenpreise zu reduzieren. (via Zeit)

Moovit sammelt 50 Mio. US$ ein

Die App für intelligent und multimodale Mobilität Moovit sammelt 50 Mio. US$ ein. Die App verknüpft die Daten unterschiedlicher Verkehrsmittel, wie öffentlicher Nachverkehr, Taxi, etc., um den besten Weg von A nach B zu finden. Ähnlich wie bei der Navigationsapp Waze möchte Moovit die Live-Daten von den Nutzern einbinden, um die Daten zu Verbessern und um z.B. Verspätungen, Überfüllungen und andere Veränderungen anzeigen zu können. Moovit hat bisher etwa 80 Mio. US$ eingesammelt und verfügt über 15 Mio. Nutzer in 500 Städten.Jeden Monat werden 2.5 Milliarden Datenpunkte gesammelt, die ausgewertet werden können. Das Unternehmen gibt auch anonymisierten Daten an die lokalen Behörden weiter, damit besser Entscheidungen in der Verkehrsplanung getroffen werden können. Pro Stadt sind etwa 100.000 bis 200.000 Nutzer nötig, um eine gute Datenbasis für eine Stadt zu erhalten. Die Finanzierung kommt von Nokia Growth Partners, BMW i Ventures, Keolis, Bernard Arnault Group und Vaizra Investments, die bestehenden Investoren haben sich auch an der neuen Runde beteiligt. (via SFGATE)