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Autonomes Fahren: Waymo will ohne Sicherheitsfahrer in Kalifornien fahren

Vor ein paar Wochen hat der amerikanische Bundesstaat Kalifornien die Gesetzeslage für autonomes Fahrern überarbeitet. Unternehmen können sich seither für eine Lizenz bewerben, die ihnen erlaubt, ganz ohne Sicherheitsfahrer unterwegs zu sein. Auch Lenkrad, Außenspiegel und Pedale können nach den neuen Regeln weggelassen werden. Bisher wurde vorgeschrieben, dass bei autonomen Fahrzeugen immer noch eine Person hinter dem Steuer sitzt, die in Notfällen die Kontrolle übernehmen kann.

Waymo will von Gesetzesänderung profitieren

Waymo ist das zweite Unternehmen, das sich in Kalifornien für die Testlizenz nach neuem Vorbild beworben hat. Der Schritt kommt nicht unerwartet, da die Waymo Mutter Alphabet in Kalifornien den Hauptsitz hat und da das Unternehmen daran interessiert ist, die Technologien für autonomes Fahren so schnell wie möglich weiterzuentwickeln. Der Name des weiteren Unternehmens ist nicht bekannt. Uber hat sich dazu entschieden, dass es erstmal keine weitere Testlizenz in Kalifornien beantragen wird. Bei dem zweiten Unternehmen könnte es sich um die General Motors Tochter Cruise handeln, die bereits in Kalifornien aktiv ist und angekündigt hat, komplett fahrerlos testen zu wollen.

Waymo testet bereits in Arizona ohne Fahrer

Für Waymo ist Kalifornien ein weiteres Testfeld nach Arizona. Dort teste das Unternehmen bereits autonome Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer. In Arizona hat das Schwesterunternehmen von Google auch eine TNC-Linzenz erhalten, um einen kommerziellen Dienst mit autonomen Fahrzeugen anbieten zu können. In Kalifornien werden die Genehmigungen nur zu Testzwecken vergeben, an einen kommerziellen Betrieb ist dort noch nicht zu denken. Bisher haben 50 Unternehmen die Genehmigung erhalten, in Kalifornien autonome Fahrzeuge zu testen. Etwa 300 Fahrzeuge sollen sich im Einsatz befinden. Der Technologiekonzern Apple soll dabei die größte Flotte im Einsatz haben.

Führender Anbieter für autonomes Fahren

Das Unternehmen zählt zu den technisch führenden Anbietern beim Thema vollautomatisiertes Fahren. Bereits 2009 wurde bei Google damit begonnen, Technologien für autonome Fahrzeuge zu entwickeln. Letztendlich wurde Waymo als eigenständiges Unternehmen ausgegründet. Es wird mit mehrere Automobilherstellern zusammengearbeitet, um autonome Fahrzeuge so schnell wie möglich in Serie zu bringen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Waymo baut mit Honda ein autonomes Fahrzeug

Die beiden Unternehmen Honda und Waymo sprechen schon seit Ende 2016 über eine mögliche Partnerschaft, jetzt scheinen die Gespräche kurz vor dem Abschluss zu stehen. Beide Unternehmen wollen zusammenarbeiten, um ein Fahrzeug für den Personentransport und die Auslieferung von Waren auf die Straße zu bringen.

Eigenes Fahrzeug mit Fokus auf Logistik

Es ist nicht die einzige Besonderheit, dass sich beide Unternehmen mehr auf Logistik auf der letzten Meile fokussieren und weniger auf die Beförderung von Personen. Äußerungen von Waymo Chef Krafcik lassen auch vermuten, dass Waymo erstmals in den Design- und Entwicklungsprozess mit einsteigt. Bisher wurden bestehende Serienfahrzeuge aufgerüstet, mit Honda will Waymo ein neues Fahrzeug kreieren.

Waymo will nicht nur Zulieferer sein

Die Partnerschaft wäre ein Indiz dafür, dass Waymo nicht nur als Zulieferer für die Automobilindustrie und als Betreiber von Ride-Sharing Diensten auftreten möchte, sondern weitreichendere Ambitionen hat. Der Schritt, dass Waymo in die Entwicklung von neuen Fahrzeugen einteigt, ist ein weiteres alarmierendes Zeichen für die bestehende Automobilindustrie, dass sich der Wettbewerb in den kommenden Jahren stark verändern wird.

Waymo arbeitet an autonomen LKWs für die Langstrecke. Kürzlich wurde verkündet, dass erste Fahrzeuge in der Gegend um Atlanta unterwegs sein werden, um Waren zwischen unterschiedlichen Google-Standorten zu transportieren. Die LKWs für die Langstrecke und der Service für die letzte Meile würden sich gut zu einer Komplettlösung zusammenfügen.

Kooperation mit Automobilherstellern

Waymo arbeitet schon mit den Herstellern Jaguar Land Rover und Fiat Chrysler zusammen. Mit Jaguar hat das Schwesterunternehmen von Google eine Vereinbarung über die Lieferung von 20.000 I-Pace Elektro-SUVs geschlossen, die mit der Technik von Waymo ausgestattet werden sollen. Ziel ist es, einen Fahrservice im Premium-Segment anbieten zu können. Von Fiat Chrysler bezieht Waymo Pacifica Minivans und stattet sie mit Technik für autonomes Fahren aus. Die Fahrzeuge sind bereits in Arizona im Einsatz und bilden die Grundlage für den Standard-Fahrservice, der demnächst kommerziell starten soll.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Waymo testet autonome LKWs in Atlanta

Nicht nur Uber testet autonome LKWs auf bestimmten Strecken in den USA, auch die Google Schwester Waymo hat jetzt autonome Lastwagen in der Flotte, die rund um Atlanta unterwegs sind und Waren für die Datenzentren von Google transportieren werden. Zur Sicherheit wird immer ein Fahrer mit im Fahrzeug sitzen, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. Außerdem ist der Sicherheitsfahrer nach der aktuellen Gesetzeslage in den meisten amerikanischen Staaten noch Pflicht.

Autonome LKWs im Lieferverkehr

Der Einsatz im Lieferverkehr startet nach einer einjährigen Testphase, in der die autonomen LKWs in Arizona und Kalifornien getestet und weiterentwickelt wurden. Der Fokus in den letzten Monaten lag auf der Software, die lernen musste, einen LKW samt Auflieger autonom fahren zu lassen. Die Länge des Fahrzeugs, mögliche tote Winkel und stark schwankende Ladungen erhöhen die Komplexität. Waymo nutzt für die LKWs das Paket an Sensoren, Rechnern und Softwarekomponenten, die auch in den Minivans verbaut werden. Das Paket wurde so ausgelegt, dass es für unterschiedliche Fahrzeuge adaptierbar ist. Unklar ist, ob die Technik schon die ganze Strecke beherrscht, oder nur Fahrten auf Autobahnen. Unternehmen wie Uber, Starsky oder Embark lassen die LKWs bisher nur auf Autobahnen autonom fahren. Die Lademanöver und Fahrten auf kleineren Straßen und durch Städte werden von dem Fahrer an Bord übernommen.

Technik soll durch Tests weiterentwickelt werden

Der Einsatz in Atlanta soll dabei helfen, die Technik weiter zu entwickeln. Außerdem soll erprobt werden, wie die vollautomatisierten LKWs in das bestehende System aus Speditionen und Versendern eingegliedert werden können. Die Verknüpfung mit dem bestehenden Netzwerk aus Fabriken, Häfen, Verteil-Zentren und Terminals steht dabei im Fokus. Im Frachtbereich sieht Waymo ein großes Geschäftspotenzial. Gleichzeitig soll die Sicherheit erhöht werden.

Über die vollautomatisierten LKWs von Waymo wurde bisher wenig bekannt. In den letzten Monaten hat Waymo vermehrt Details zu den autonomen Autos veröffentlicht, die in Arizona unterwegs sind. Dort hat das Unternehmen auch die Lizenz erhalten, um als Transport Network Company kommerziell Fahrdienste anbieten zu können. Es wird erwartet, dass das Unternehmen in den kommenden Wochen einen kommerziellen Ride-Sharing Dienst starten wird, der Uber und co. Konkurrenz machen wird.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Waymo und Jaguar arbeiten zusammen: 20.000 autonome I-PACE für die Flotte

Das Unternehmen Waymo, das Systeme für autonome Autos entwickelt und der Automobilhersteller Jaguar haben eine Partnerschaft vereinbart. Beide Unternehmen wollen das erste selbstfahrende Premium-Elektroauto gestalten und entwickeln. Das Fahrzeug soll auf der von Waymo geplanten Fahrdienst-Plattform eingesetzt werden.

20.000 autonome Elektroautos

Insgesamt sollen 20.000 Fahrzeuge über die nächsten Jahre in die Flotte von Waymo aufgenommen werden. Dieses Jahr sollen erste Tests starten, ab 2020 sollen die Fahrzeuge dann nach und nach in die Flotte aufgenommen werden. Mit der Anzahl sollen sich pro Tag eine Millionen Fahrten absolvieren lassen, was einer großen Effizienzsteigerung im Vergleich zu fahrerbasierten Fahrzeugen entspricht. Die E-Fahrzeuge sollen in mehreren Städten und Gemeinden eingesetzt werden.

Waymo als führender Anbieter für autonomes Fahren

Waymo gilt als führend bei der Entwicklung von Technologien für autonome Fahrzeuge. Bisher arbeitet das Unternehmen schon mit dem Hersteller Fiat Chrysler. Beide Unternehmen haben ebenfalls ein Partnerschaft vereinbart. In Arizona sind Chrysler Minivans unterwegs, die von Waymo mit Sensoren und Software ausgestattet wurden. In den kommenden Monaten soll in Phoenix ein kommerzieller Fahrdienst mit den Chrysler Fahrzeugen starten. Die letzten Wochen hat das Unternehmen genutzt, um Vertrauen in die Technologie aufzubauen.

Autonome Autos für Europa?

Jaguar hat die Serienversion des I-PACE erst in diesem Monat vorgestellt und überzeug durch sein Design und den leistungsfähigen Akku. Der SUV ist das erste Elektrofahrzeug der Marke Jaguar, die mittlerweile zum Indischen Konzern Tata Motors gehört. Waymo hat laut Darstellung von Jaguar Land Rover die Partnerschaft angestoßen. Die Gespräche sollen schon seit über einem Jahr laufen. Für Jaguar ist Europa ein wichtiger Markt, die Partnerschaft kann als Zeichen gewertet werden, dass Waymo seine autonomen Technologien nach Europa bringen möchte.

Waymo und Jaguar folgen mit der Partnerschaft einem Modell, dass von Uber und Volvo vorgelebt wurde. Uber hat mit Volvo eine Partnerschaft über die Lieferung von 24.000 SUVs vereinbart, die von Uber mit der nötigen Technologie aufgerüstet werden.

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Autonomes Fahren: Wie Waymo versucht Vertrauen aufzubauen

Das amerikanische Unternehmen Waymo, dass wie Google und co. zu Alphabet gehört, will demnächst einen kommerziellen Service mit autonomen Fahrzeugen anbieten. Gegenüber autonomen Fahrzeugen sind die meisten Menschen noch skeptisch eingestellt. Um die in der Bevölkerung vorhandenen Zweifel zu zerstreuen, hat das Unternehmen geschickt eine Kampagne gestartet, um Vertrauen zu generieren.

Waymo plant das Uber oder myTaxi mit einer Flotte an autonomen Fahrzeugen, Fahrer sollen dabei keine Rolle mehr spielen. Als Nutzer bestellt man on-demand per App ein Fahrzeug zu einem bestimmten Ort, das einen zum gewünschten Ziel bringt. Die Besonderheit ist, dass keine Limousine mit Fahrer vorfährt, sondern ein Minivan, der von technischen Systemen gelenkt wird und ganz ohne Fahrer auskommt. Die Türen öffnen bei Abholung und Ablieferung automatisch, der Kunde identifiziert sich per App. Sensoren überwachen den Innenraum und helfen bei der Navigation. Die Fahrgäste können auf Bildschirmen die Sicht des Fahrzeugs verfolgen oder sich von Entertainment Angeboten bespielen lassen. Die technischen Systeme wurden dafür in den letzten 10 Jahren entwickelt und die Bevölkerung muss erst noch davon überzeugt werden, dass ein Computer ein Fahrzeug sicherer steuern kann, als ein menschlicher Fahrer. Folgende Maßnahmen hat Waymo in den letzten Wochen forciert, um Vertrauen zu schaffen.

Kommunikation der gefahrenen Kilometer auf öffentlichen Straßen

In den letzten Jahren haben autonome Waymo Fahrzeuge 8 Mio. Kilometer auf öffentlichen Straßen zurückgelegt. Etwa die Hälfte davon im letzten Jahr. Die öffentliche Kommunikation der gefahrenen Kilometer und der steile Anstieg der Kurve soll den Fortschritt bei der Entwicklung vermitteln. Es werden immer kürzere Zeiträume benötigt, um die nächsten 1 Mio. Kilometer abzuspulen. Das lässt auf immer besser funktionierende System schließen. Außerdem werden schneller Erfahrungen in unterschiedlichen Fahrsituationen gesammelt.

360 Grad Video gibt Einblick in die Funktionsweise

Die Erfahrungen aus den gefahrenen Kilometern haben es Waymo ermöglicht, ein vollautonomes Fahrzeug ohne Fahrer in Phoenix einzusetzen. Um jeden zu vermitteln, wie die Fahrzeuge autonom fahren können, wurde ein 360 Grad Video einer echten Fahrt erstellt. Das Video zeigt die Fahrt aus Sicht des Fahrzeugs, wodurch Vertrauen generiert werden soll. Es wird ein Einblick gegeben, was die LiDAR und Radar-Sensoren zusammen mit den Kameras sehen, damit die Hochleistungsrechner die Fahrtentscheidungen treffen können. Es wird anschauliche dargestellt, wie starre und bewegliche Objekte jeglicher Größe erkannt werden. Sowohl parkende Fahrzeuge als auch Fußgänger und Radfahrer in Bewegung werden zuverlässig wahrgenommen.

Milliarden an virtuellen Kilometern

Die Waymo Fahrzeuge spulen nicht nur Kilometer auf realen Straßen ab, sondern auch in einer virtuellen Umgebung. Im Jahr 2017 wurden 4.3 Milliarden Kilometer in einer virtuellen Umgebung abgespult. Das hilft dabei, die Algorithmen und die Objekt-Erkennung mit großen Datenmengen zu verbessern.

Lizenzierung als TNC durch die Behörden in Arizona

Mitte Februar ist Waymo der Ritterschlag gelungen. Als erstes Unternehmen hat Waymo die TNC Lizenz in Arizona für einen autonomen Fahrbetrieb ohne Fahrer erhalten. TNC steht für Transport Network Company, die Lizenzierung ist Voraussetzung für den Betrieb von kommerziellen Fahrdiensten. Unternehmen wie Uber und Lyft brauchen in den meisten Staaten eine TNC Genehmigung, um aktive werden zu können. Waymo kann mit der TNC Lizenz ein kommerzielles Angebot aufgebaut werden und in Konkurrenz zu Lyft und co. treten. Die TNC Lizenz kann als Zeichen gewertet werden, dass Behörden und Politik Vertrauen in den Betrieb einer autonomen Waymo haben.

Pilotprojekt in Arizona

Der Lizenzierung ware eine Testphase in Phoenix vorausgegangen. Bewohner konnten sich für eine geschlossene Nutzergruppe bewerben und wurden nach und nach freigeschalten. Die Testphase wurde genutzt, um Vertrauen zu generieren und um positive Stories zu verbreiten. Ein zusätzlicher Fahrer hat Sicherheit vermittelt und stand für Fragen zur Verfügung.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Fahrzeuge: Waymo darf kommerziellen Ride-Sharing Dienst in Arizona anbieten

Die Alphabet Tochter Waymo hat in Arizona die Lizenz für einen kommerziellen Ride-Sharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen erhalten. In dem amerikanischen Bundesstaat ist Waymo als Transportation Network Company (TNC) zugelassen. Waymo scheint es ernst zu meinen und will Lyft und andere Anbieter in den USA mit einem eigenen Ride-Sharing Dienst herausfordern.

Erster Anbieter, der voll auf autonome Fahrzeuge setzt

Damit ist das Unternehmen einer der ersten Anbieter, die ausschließlich auf autonome Fahrzeuge bei der Beförderung von Passagieren setzten. Der jetzige Schritt bestätigt die Befürchtungen von Uber und anderen Anbieter, dass Waymo nicht nur Systeme für autonome Fahrzeuge entwicklen und produzieren will, sondern auch einen kommerziellen Fahrdienst aufbauen will.

Kommerzieller Betrieb noch in diesem Jahr geplant

Bisher hat Waymo den Dienst kostenlos angeboten. Seit letztem April können Nutzer in Phoenix im Rahmen eines Tests die Fahrzeuge per App buchen und werden ohne Endgeld von A nach B befördert. Mehr als 6 Mio. Kilometer hat die Flotte in Phoenix abgespult, einen Großteil davon autonom. Sie Fahrzeuge verfügen über Fähigkeiten auf Level 4 von 5 auf Skala der National Highway Traffic Safety Administration.

Die jetzt erhaltene TNC Lizenz erlaubt Waymo, dass Fahrpreise für die Beförderung von A nach B erhoben werden. Der kommerzielle Dienst soll später im Jahr gestartet werden, nachdem alle Tests abgeschlossen sind. Wie teuer der Dienst sein soll, wurde noch nicht kommuniziert. Es ist davon auszugehen, dass das Angebot günstiger als die Pooling Dienste von Uber, Lyft und Co. Sein wird. Dank der autonomen Systeme wird kein Fahrer mehr benötigt, was die Betriebskosten erheblich senken dürfte.

Arizona besonders gut für empfindliche Systeme geeignet

In Arizona ist das Klima besonders trocken, deswegen sind Städte wie Phoenix bestens für die Erprobung der Systeme für autonomes Fahren geeignet. Bisher sind Sensoren und Elektronik noch stark anfällig für Regen, Nebel und co. Phoenix kommt pro Jahr auf 312 Sonnentage, was die Tests und Weiterentwicklung vereinfacht.

Obwohl Google an Uber beteiligt ist, hat sich das Verhältnis der beiden Unternehmen in den letzten Jahren stark verschlechtert. Unter anderem hat Waymo Uber vorgeworfen, Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. Nach einer Schlammschlacht und mehreren Gerichtsverhandlungen wurde der Fall in den vergangenen Wochen mit einem Vergleich beigelegt. Während den Verhandlungen vor Gericht wurde auch bekannt, dass Google gar nicht begeistert davon war, dass Uber eigene Systeme für autonomes Fahren entwickelt.

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Autonome Shuttle: Waymo kauft mehrere Tausend Minivans von Fiat Chrylser

Die Google Tochter Waymo hat einen Deal mit Fiat Chrysler geschlossen, um die Flotte an autonomen Shuttle Fahrzeuge zu erweitern. Es wurden mehrere Tausend Minivans bei dem Automobilhersteller geordert, die ab Ende 2018 ausgeliefert werden sollen. Eine genaue Zahl an Pacifica Minivans wurde nicht kommuniziert, der Wert des Deals wird aber im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Waymo und Fiat Chrysler arbeiten seit 2016 zusammen

Waymo und Fiat Chrysler arbeiten schon seit längerem zusammen. Im Moment hat die Google Tochter etwa 600 Chrysler Pacifica Minivans in der Flotte an autonomen Shuttle. Ein Teil davon wird für Entwicklung- und Test-Zwecke genutzt und einige der Fahrzeuge transportieren auch wirkliche Kunden in Arizona. Die Kooperation wurde 2016 gestartet, damals wurden die ersten 100 Fahrzeuge übergeben. Fiat Chrysler liefert die Fahrzeuge als Grundlage und Waymo stattet die Vans dann mit den Systemen für autonomes Fahren aus. Die Aufrüstung geschieht in einer gemeinsam betriebenen Montagewerkstatt in Michigan.

Fiat Chrysler ist Teil der BMW Partnerschaft

Die Partnerschaft ist nicht exklusiv, beide Unternehmen arbeiten mit anderen Partnern an ähnlichen Projekten. Fiat Chrysler arbeitet nicht nur mit Waymo zusammen, sondern ist auch ein Teil der Partnerschaft zwischen BMW, Intel und Mobileye. Gemeinsam werden Systeme für selbstfahrende Autos entwickelt, die in eigenen Fahrzeugen eingesetzt werden sollen, aber auch anderen Anbietern angeboten werden sollen.

Fiat Chrysler hat erkannt, dass es durch Partnerschaften schneller und effizienter dem Ziel näher kommt, autonome Shuttle ausrollen zu können. Mit Waymo hat sich der Automobilkonzern einen der führenden Anbieter auf dem Feld der Technologien für autonomes Fahren geschnappt.

Uber bestellte 24.000 autonome Shuttle bei Volvo

Kürzlich hat der Fahrdienst Uber mit einer ähnlichen Ankündigung für Aufmerksamkeit gesorgt. Uber hat mit Volvo eine Vereinbarung über den Kauf von 24.000 SUV Fahrzeugen geschlossen. Uber will ähnlich wie Waymo die Aufrüstung der Fahrzeuge mit Systemen für autonome Shuttle übernehmen, Volvo liefert die Fahrzeuge als Grundlage. Beide Partnerschaften deuten darauf hin, dass sich die Automobilindustrie stark verändern wird. Autohersteller laufen Gefahr, zum Zulieferer für die Fahrdienst-Plattformen und Technologie-Konzerne zu werden.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Intel arbeitet mit Waymo

Der Chip-Hersteller Intel hat angekündigt, enger mit der Alphabet Tochter Waymo zusammenzuarbeiten. Intel wird die Rechenpower zur Verfügung stellen, die für die vollautomatisierten Fahrzeuge auf Level 4 und 5 benötigt werden. Selbstfahrende Autos entwickeln sich zu einem wichtigen Zukunftsthema für Intel.

Intel Chips in den Waymo Fahrzeugen

Die Google Tochter Waymo nutzt schon für die aktuellen Testfahrzeuge Hardware von Intel. Die autonomen Chrysler Pacifica Minivans sind mit Intel-Prozessoren ausgestattet, die die Sensordaten verarbeiten. Durch die tiefere Zusammenarbeit erhofften sich beide Kooperationspartner Vorteile.

Bisher hat Waymo die Hardware in-house entwickelt und Intel bereits in der Design-Phase der Systeme mit eingebunden. Die Kerntechnologien, wie Sensoren und Rechner waren in der gewünschten Form nicht auf dem Markt verfügbar, deswegen hat Google sich dazu entschieden, die Technologien intern zu entwickeln.

In der jetzigen Phase hat sich Waymo dazu entschieden, mit Intel enger zusammen zu arbeiten, um die Intel Prozessoren tiefer in die eigene Plattform zu integrieren. Intel will mit Waymo zusammenarbeiten, um die benötigte Rechenpower für autonomes Fahren auf Level 4 und 5 zur Verfügung zu stellen.

Intel positioniert sich als Experte für selbstfahrende Autos

Intel macht damit weiter, sich als Partner und Zulieferer für autonomes Fahren zu positionieren. Waymo gilt als Player mit den fortschrittlichsten und besten Systemen für vollautomatisiertes Fahren.

Intel hat im März 15.3 Milliarden US Dollar für das Unternehmen Mobileye auf den Tisch gelegt und arbeitet mit mehreren Unternehmen an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Unter anderem kooperiert Intel mit BMW und Fiat Chrysler. Ende des Jahres soll eine Testflotte in den USA, Israel und Europa starten, die im kommenden Jahr auf 100 Fahrzeuge anwachsen soll.

Waymo hat kürzlich eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen, um die vollautomatisierten Autos auf der Plattform testen zu können. Im Juni hat das Google spin-off einen Deal mit der Autovermietung Avis vereinbart, Avis kümmert sich um die Wartung der Autos.

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Waymo Flotte wird von Avis gemanagt

Der Mietwagenanbieter Avis hat eine Vereinbarung mit der Alphabet Tochter Waymo geschlossen. Waymo hat Avis damit beauftragt, die Flotte an vollautomatisierten Fahrzeugen zu betreuen. Das ist die erste Partnerschaft zwischen einer Autovermietung und einem Unternehmen, das autonome Autos entwickelt.

Avis soll Flotte managen

Zuerst beschränkt sich die Zusammenarbeit auf Phoenix. In der amerikanischen Stadt betreibt Waymo ein Pilotprojekt mit umgebauten Chrysler Fahrzeugen. Avis wird die Fahrzeuge warten und Platz für die Unterhaltung der Autos zur Verfügung stellen. Die Partnerschaft wird für ein paar Jahre geschlossen, ist aber nicht exklusiv. Wie lukrativ das Flotten Management as a Service Modell für Avis sein wird, muss sich erst noch raus stellen.

Autovermieter müssen sich auf Umbruch einstellen

Avis sucht neue Wege, um sich auf die Umbrüche im herkömmlichen Vermietgeschäft einzustellen. Des weiteren werden auch Unternehmen wie Europcar oder Sixt von den Veränderungen im Mobilitätsbereich betroffen sein. Mit der Serienreife von vollautomatisierten Fahrzeugen wird sich das Geschäft der Autovermietungen grundlegend ändern und neue Geschäftsfelder müssen erschlossen werden. Avis verfügt über die Erfahrung im Management von großen Fahrzeugflotten. Diese Erfahrungen macht sich der Konzern zunutze, um sich als verlässlicher Partner der Alphabet Tochter zu platzieren. Sollte die Partnerschaft erfolgreich sein, könnten außerdem die eigenen Kunden dazu bewegt werden, einen Service mit autonomen Autos zu nutzen.

Zu dem Autovermieter gehört auch das Carsharing Unternehmen Zipcar. Der on-demand Dienst verfügt auch über mehr als eine Millionen Mitglieder, die in Zukunft auf einen Fahrdienst mit vollautomatisierten Autos umsteigen könnten. Auch die Zipcar Fahrzeuge würden sich für den Einsatz der Waymo Technik eignen.

Partnerschaften hoch im Kurs

Waymo erweitert damit sein Netzwerk an Partnerschaften. Vor kurzem wurde bekannt, dass Waymo mit Lyft kooperieren wird. Außerdem befindet sich die Google Tochter in Gesprächen mit Honda, um die Technologie für autonome Fahrzeuge zu verkaufen. In Phoenix sollen 600 Chrysler Minivans getestet werden, langfristig wird die Flotte wachsen. Für den Autovermieter Avis ist es ein cleverer Schachzug, sich als Partner für das Management von selbstfahrenden Flotten zu positionieren. Da die Fahrzeuge im Vergleich zu herkömmlichen Auto mehr ausgelastet sein werden, wird auch der Wartungsbedarf steigen.

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Autonome Autos: Lyft und Google Tochter Waymo arbeiten zusammen

Im Wettrennen um den Eisatz von autonomen Fahrzeugen, haben sich die beiden Technologieunternehmen Waymo und Lyft zusammengetan. Die Google Tochter entwickelt Systeme für autonome Fahrzeuge und Lyft verfügt dank seiner Ride Sharing Plattform über eine hohe Reichweite. Durch gemeinsame Entwicklungs- und Pilot-Projekte sollen autonome Fahrzeuge zur Serienreife entwickelt werden.

Partnerschaft zwischen Lyft und Waymo

Die Partnerschaft ergibt durchaus Sinn. Lyft hat es sich zum Ziel gesetzt, mit autonomen Fahrzeugen einen Ride Sharing Dienst anzubieten, der flächendeckend verfügbar ist und das zu einem günstigen Preis. Langfristig soll eine Konkurrenz zum ÖPNV entstehen. Bisher hat Lyft mit General Motors an dem Thema autonomes Fahren gearbeitet. General Motors ist Lyft beteiligt und möchte in den nächsten Jahren autonome Chevrolet Bolt auf der Ride Sharing Plattform einsetzten. Die Technologie von Waymo gilt als fortschrittlich, davon kann Lyft profitieren. Waymo benötigt eine Plattform mit hoher Reichweite, um die selbstfahrenden Autos möglichst vielen Menschen zur Verfügung zu stellen. Diese Reichweite würde Lyft bieten.

Gemeinsam nach vorne 

In den letzten Monaten sind immer mehr Partnerschaften im Bereich der selbstfahrenden Autos entstanden. Waymo setzt auf Fahrzeuge von Fiat Chrysler und rüstet diese um. Der Automobilhersteller Daimler hat angekündigt, autonome Fahrzeug auf der Ride Hailing Plattform von Uber betreiben zu wollen. NuTonomy arbeite mit Grab zusammen und seit kurzem auch mit dem PSA Konzern.

Experten sehen in Mobilitätsdiensten, die auf autonomem Fahrzeugen basieren, einen riesigen Markt, der die jetzige Landschaft der Automobilindustrie nachhaltig verändern wird. Alle Unternehmen wollen die Konkurrenten ausstechen und einen Teil vom zukünftigen Milliardenmarkt abhaben.

Lyft will keine eigenen autonomen Autos entwickeln

Im Gegensatz zu Uber hat Lyft hat keine Ambitionen, eigene autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Dieses Vorhaben würde auch hohe Investitionen erfordern. Mit General Motors und dem Google Spin-off Waymo hat das Unternehmen aber zwei starke Partner. General Motors hat sich mit 500 Mio. US$ an Lyft beteiligt und beschäftigt sich ausführlich mit selbstfahrenden Autos. Um die Bemühungen zu beschleunigen, wurde das Startup Cruise für etwa eine Milliarde US$ übernommen. Waymo testet seit mehreren Jahren autonome Autos.

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