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Hyundai startet werbefinanziertes Carsharing

Mit Hyundai wird der nächste Automobilhersteller auf dem Carsharing Markt aktiv. Hyundai kooperiert dabei mit dem Startup WaiveCar. Die Besonderheit an dem Angebot ist, dass das es werbefinanziert ist.

Elektrofahrzeuge mit Werbung

Hyundai setzt dabei auf elektrische IONIQ Fahrzeuge, die mit Werbung beklebt sind und eine Wertetafel auf dem Dach haben. Dank der Werbung können Kunden das Carsharing Angebot bis zu zwei Stunden kostenlos nutzen. Die Werbebanner auf dem Dach sind mit einer Datenverbindung ausgestattet, damit die Werbung der Umgebung angepasst werden kann. Die Werbung wird lokal ausgespielt und ändert sich auch im Tagesverlauf. So soll die Werbung attraktiver für Betrachter sein und zu höheren Conversions führen.

Sollten die Kunden den Carsharing Service länger als zwei Stunden nutzen, werden 5.99 US$ pro Stunde fällig. Bei dem Angebot handelt es sich um einen stationsgebunden Carsharing Service. Das heißt, die Autos müssen an festgelegten Stationen abgeholt und wieder zurückgebracht werden.

150 Hyundai Fahrzeuge geplant

Hyundai wird mit WaiveCar ab Anfang 2017 eine Flotte mit 150 Fahrzeugen auf die Straßen von Santa Monica in Kalifornien bringen. Hyundai wird sich von dem Versuch auch erhoffen, dass potentielle Kunden das Carsharing-Angebot für eine Testfahrt nutzen und schließlich ein Fahrzeug der Marke kaufen. Die Flotte ist überschaubar. DriveNow und Car2go haben in Städten wie Berlin jeweils mehr als 1000 Fahrzeuge auf der Straße, um einen flächendeckenden und attraktiven Service anbieten zu können.

Car2Go hat Werbung getestet

Daimlers Car2go hat vor mehr als 2Jahren Werbung auf Smarts in Berlin getestet. Das Pilotprojekt wurde aber bereits nach einer Kampagne wieder eingestellt. Dabei wurde die Werbung mit einer gelochten Folie auf der Heckscheibe platziert, so dass die Sicht nicht beeinträchtigt ist. Der Test dürfte nicht erfolgreich gewesen sein, da die Werbefläche zu klein war und die Werbung wenig auffällig war. Bei Car2go haben die Kunden nicht von der Werbung profitiert.

Bild: Hyundai (alle Rechte vorbehalten)

Car2Go testet Fremd-Werbung auf den Fahrzeugen

Das Carsharing-Unternehmen car2go testet in Berlin Fremd-Werbung auf den Heckscheiben. Einige Fahrzeuge der Daimler-Tochter sind ganzflächig mit Werbung von dem Parkplatzvermittler-Startup Park2gether überzogen.

Bei Park2gether handelt es sich ebenfalls um ein Projekt, das von der Daimler-Tochter Moovel unterstützt wird, genau wie car2go. Park2gether verbindet Parkplatzsucher und Parkplatzinhaber einfach über eine App. Nutzer können einfach Parkplätze in der Stadt finden oder als Besitzer eines Parkplatzes, zusätzlich Geld mit der Vermietung verdienen.

Die Werbung für Park2Gether ist schwer als solche zu erkennen, man kann auch meinen, dass es sich um Werbung für car2go direkt handelt. Erst bei genauerem Hinsehen, wird einem bewusst, dass es sich um Reklame für einen weiteren Service handelt, da die Schrift schlecht lesbar ist und die Farbgestaltung der Werbung sehr ähnlich zu den Farben von car2go ist.  Der Slogan „Kein Parkplatz für dein eigenes Auto?“ könnte genau so auch für car2go stehen. Car2go Nutzer direkt spricht die Werbung auch nicht an, da die Smarts ja fast überall im Stadtgebiet auf öffentlichen Parkplätzen ohne Zusatzkosten abgestellt werden dürfen.

Der Effekt für Park2gether wird überschaubar bleiben, da die Werbung zusätzlich zu den genannten Punkten bei einem fahrenden Smart fast gar nicht wahrnehmbar ist. Interessanter wird  zu beobachten sein, ob car2go die Flächen auf dem Auto auch Unternehmen zur Verfügung stellt, die nicht von Daimler unterstützt werden, um so einen weiteren Umsatzkanal anzuzapfen. Der Umsatz durch externe Werbung könnte auch dazu führen, dass die Preise für die Nutzung von car2go sinken. Dafür müsste car2go dann auch Werbung zulassen, die auffälliger und nicht in den eigenen Farben gehalten ist. 😉