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Zukunft der geteilten urbanen Mobilität: Deutsches Startup Wunder Carpool kooperiert mit Toyota

Die klassischen Unternehmen der Automobilindustrie – OEMs und Zulieferer – suchen zunehmend die Nähe zu Startups, um die Digitalisierung voranzutreiben. Auch deutsche Player mischen hier mit. So hat das Hamburger Unternehmen Wunder Carpool, das größte unabhängige Mobilitäts-Startup in Deutschland, vor kurzem die Zusammenarbeit mit Toyota für ein Carpooling-Researchprojekt vereinbart.

Wie sollen Carpooling-Fahrzeuge der Zukunft aussehen

Nicht jeder kann sich vorstellen, gemeinsam mit Fremden in einem Auto zur Arbeit zu fahren. Dennoch ist shared mobility eines der Zukunftsthemen, sowohl für Städte und Gemeinden, als auch Automobilhersteller und Zulieferer. Wunder und Toyota führen daher ein Realtime-Experiment in mehreren hunderttausend Carpool-Fahrzeugen in Emerging Markets durch, bei denen die Reaktionen der Insassen durch biometrische Sitzmatten und Kameras aufgezeichnet und analysiert werden. Wunder Carpool steuert die Softwarelösung für das Projekt bei und kümmert sich um die Datenauswertung. Ziel ist es, herauszufinden wie Carpooling-Fahrzeuge in Zukunft von innen aussehen sollten, um die Fahrt angenehmer zu gestalten – sowohl für Fahrer und Mitfahrer heutzutage, also auch zukünftig in autonom gesteuerten Fahrzeugen. So soll Carpooling als ein Konzept für geteilte urbane Mobilität zukunftsfähiger werden.

Mehr als 700.000 Nutzer fahren mit Wunder

Die Software basiert auf den Erfahrungen und Technologien der Wunder Carpooling-App. Die Plattform vermittelt Mitfahrgelegenheiten mit Privatpersonen in Millionenstädten in Schwellenländern, wo der Verkehr besonders intensiv ist. Durch die inzwischen mehr als zwei Millionen Fahrten und 700.000 Nutzer sammeln die Softwareingenieure und Entwickler von Wunder laufend Praxiserfahrung und können die eigene Technologie schnell weiterentwickeln. Das Unternehmen ist damit inzwischen ein gefragter Technologiepartner der europäischen und asiatischen Automobilindustrie. Ende des Jahres soll das Projekt losgehen.

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Erfolg nach schwierigem Start in Deutschland

Ursprünglich ist das Unternehmen als WunderCar in Hamburg und Berlin als privater Taxidienst gestartet. Auf Grund der strikten Vorgaben im Personenbeförderungsgesetz, wurde der Dienst recht schell wieder in den beiden genannten Städten eingestellt. Nach einer ersten Phase in Osteuropa ist das Startup unter dem einprägsamen Namen Wunder nach Asien expandiert. Dort funktioniert der Service vor allem in den wachsenden Riesenstädten sehr gut.

Bild: Wunder Carpool (alle Rechte vorbehalten)

Wunder ist in Asien erfolgreich – mehr als eine Millionen Fahrten

Das Startup Wunder hat eine interessante Geschichte hinter sich. Ursprünglich ist das Unternehmen als Fahrdienst in Berlin und Hamburg gestartet, mittlerweile ist es als Carpooling Plattform in Asien erfolgreich. Seit dem Markteintritt in Asien im vergangenen Jahr, wurden mehr als eine Millionen Mitfahrten in sechs Städten organisiert.

Carpooling in Mega-Cities

Die Wunder-App beschäftigt oder akquiriert keine eigenen Fahrer, die sich dauerhaft für Aufträge bereit halten, sondern spricht Pendler an, die sich eine Auto teilen können. Es werden gezielt Pendler in den Millionenstädten in den Schwellenländern angesprochen, die auf dem Weg zur Arbeit einen freien Sitzplatz im Auto eines Nachbarn buchen können. Davon profitieren sowohl Autobesitzer, als auch Mitfahrer. Mitfahrer profitieren von einer sicheren und komfortablen Autofahrt zum Preis des öffentlichen Nahverkehrs. Autobesitzer sind durch Wunder in der Lage, die Unterhaltskosten ihres Fahrzeugs zu decken.

Entlastung des Verkehrs durch Wunder

Das Startup hat in Asien gezeigt, dass das System von Wunder und auch andere Shuttle Dienste den verstopfen Verkehr in den Mega-Cities spürbar entlasten kann, in dem sich mehrere Kollegen mittels effektiver Technologie ein Auto teilen. Langfristig soll das System deshalb auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Ob und wann Wunder wieder in Deutschland startet, steht noch nicht fest.

Provision von Partnerunternehmen

Die Fahrpreise sind meistens so gering, dass Wunder kein nachhaltiges Geschäftsmodell durch Provisionen auf Fahrten aufbauen kann. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit Shopping Malls und anderen Points of interests zusammen. Für jeden Fahrgast, der noch zum Einkaufen und nicht gleich nach hause fährt, erhält das Unternehmen eine Provision. Des weiteren arbeitet Wunder mit Unternehmen zusammen, die ein innovatives Mobilitätsangebot für die Mitarbeiter aufbauen wollen. Zusätzlich beratet Wunder auf Grundlage der Erfahrungen in Asien schon jetzt alle großen deutschen Hersteller zu Mobilitätskonzepten der Zukunft.

Von Hamburg nach Asien

Das Unternehmen wurde 2013 in Hamburg gegründet und hat am Anfang einen Fahrdienst unter dem Namen WunderCar mit privaten Fahrern angeboten. Dieser Service wurde schnell von Uber mit UberPop gekontert und letztlich aber auch genau so schnell wieder eingestellt, da die Behörden gegen das Anbot rechtlich vorgegangen sind. In einer zweiten Phase wurde ein Fahrdienst in Osteuropa angeboten, der aber auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Im Jahr 2016 ist das Unternehmen dann mit einem Carpooling Service nach Asien expandiert. Dieser Carpooling Service wird in Städten wie Manila, Cebu, Kuala Lumpur, New Delhi, Mumbai und Bangalore gut angenommen. Mit einem ähnlichen Modell versucht sich die Google Tochter Waze an der Westküste und demnächst in Südamerika.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)

Wunder wächst, Uber mit Mopeds, Uber profitabel in USA

Heute gibt es 3 interessante Kurznachrichten aus dem Ridesharing-Bereich. Uber entdeckt den Fahrservice mit Motorrollern in Asien. Das US Geschäft des Ridesharing Giganten ist profitabel. Das deutsche Ridesharing Startup Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer.

Uber führt Ridesharing-Dienst mit Motorrollern ein

Vor einer Woche hat Uber den Ridesharing-Service uberMOTO in Bangkok eingeführt, nun erfolgt der Start in der indischen Stadt Bangalore. Bei uberMOTO werden die Nutzer mit einem Motorroller abgeholt und nicht mit einem Auto. Einen ähnlichen Service hat Uber bereits in Paris getestet, aber nach einiger Zeit wieder eingestellt. Der Service wird für 3 Rupien pro Kilometer angeboten, was etwa 0.03 € pro Kilometer entspricht. Die Mitfahrer können per Kreditkarte oder in bar bezahlten. Der Service wird vorerst nur tagsüber zwischen 7 Uhr morgen und 21 Uhr Abends angeboten. Uber will durch den günstigen Service weitere Kunden gewinnen und erhofft sich auch, dass die Kunden schneller ans Ziel kommen. In Städten wie Bangkok und Bangalore ist meistens kein Durchkommen möglich, da die Straßen auf Grund von Staus verstopft sind. Auch Uber-Konkurrent Ola hat einen ähnlichen Service gestartet, der sogar noch günstiger angeboten wird. In Bangkok ist Grab mit einem Moped-Service schon länger aktiv. (via WallStreetJournal)

Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer

Mittlerweile heißt der Service nur noch Wunder, der vor etwa zwei Jahren unter dem Namen Wundercar in Hamburg und Berlin gestartet ist. Nach dem die deutschen Behörden den Service verboten haben, konzentriert sich das Startup auf anderer Märkte in Osteuropa, Asien und Südamerika. Der Service wurde in Deutschland verboten, da das Angebot gegen das überholte Personenbeförderungsgesetz verstoßen hat. Für Wunder scheint es in die richtige Richtung zu gehen. Alle 30 Sekunden wird eine Fahrt angefragt (ca. 20.000 Fahrten die Woche) und in diesem Jahr soll die Marke von einer Million vermittelter Fahrten geknackt werden. Im Moment ist das Unternehmen nur am Umsatz in den Osteuropäischen Standorten beteiligt. Dort wird die Zahlung über die App abgewickelt und Wunder behält eine Provision ein. In den Emerging Markets macht Wunder keinen Umsatz. Die Nutzer zahlen mit Bargeld und Ziel ist es, zu wachsen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen an einer Whitelabel-Lösung, die zum Beispiel Unternehmen einsetzten können, die für ihre Mitarbeiter eine eigenen Mitfahr-App bauen möchten. Finanziert wird das Unternehmen unter anderem von Sixt und Blumberg Capital. (via Gründerszene)

Uber ist in den USA profitabel, verliert in China eine Milliarde US$ pro Jahr

Das Ridesharing-Startup Uber ist profitabel auf dem amerikanischen Markt. Das hat Uber CEO Travis Kalanick auf einer Veranstaltung in Kanada verkündet. In einigen der großen US Städte ist Uber schon seit geraumer Zeit profitabel, jetzt scheint es der Fall für das gesamte Land sein. Gleichzeitig verliert Uber aber mehr als eine Milliarde US$ in China. In China hat es Uber mit dem lokalen Wettbewerber Didi Kuaidi zu tun. Didi ist in keinem einzigen Markt profitabel, verfügt aber über eine Finanzierung in Milliardenhöhe. Didi Kuaidi kauft mit der eingesammelten Finanzierung Marktanteile durch subventionierte Fahrpreise. Uber muss in dem kostenintensiven Wettbewerb mithalten, wenn das Unternehmen Marktanteile gewinnen möchte. Deswegen beläuft sich der Verlust auf mehr als eine Milliarde US$. (via Techcrunch)

Bild: Mighty Travels (via flickr) (bestimmte Rechte vorbehalten)