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Fahrdienstplattformen Careem und Yidao Yongche kooperieren

Zwei kleiner Fahrdienstplattformen kooperieren, um länderübergreifend eine Präsenz aufzubauen. Careem aus Dubai hat eine Zusammenarbeit mit Yidao Yongche aus China vereinbart. Nutzer der einen App können die Fahrer der jeweils anderen App auf Reisen nutzen.

Careem und Yidao kooperieren

Die Careem und Yidao Nutzer müssen sich nicht die lokale Software aus dem App Store laden, sondern können über die schon aus dem Heimatland bekannte App einen Fahrer buchen. Möglich wird die Buchung in einem anderen Land mittels der Technologie von Splyt Technologies Ltd. aus London. Durch die Technologie von Spylt können dir Fahrer vermittelt werden und nach der Fahrt die Zahlungen abgewickelt werden.

Drittanbieter ermögliche Kooperation

Mittels der Plattform von Spylt werden nach Unternehmensangaben um die 3.5 Millionen Fahrzeuge in China, dem Mittlerem Osten, Südamerika, Frankreich, Polen, Belgien und Nigeria vernetzt. Im Laufe des Jahres sollen noch Russland und Japan hinzukommen.

Yidao Yongche gehört zu den kleineren Anbietern in China und gehört mehrheitlich dem Unternehmen LeEco. In letzter Zeit hat es Berichte gegeben, dass das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ist und die Fahrer nicht mehr bezahlen kann.

Internationale Kooperation nicht erfolgreich

Es ist nicht neu, dass sich Ridesharing-Plattformen aus unterschiedlichen Ländern zusammenschließen, um im Wettbewerb zu den großen Plattformen wie Uber oder Luft aufzuholen. Eine Ähnliche Kooperation besteht zwischen Lyft und der chinesischen Taxi-App Didi Chuxing.

Didi, Lyft, Ola und Grab wollten einst eine weltweite Allianz bilden, um ein Gegengewicht zu Uber darzustellen. Mittlerweile haben sie die Gegebenheiten geändert und die einzelnen Ride-Hailing Apps verfolgen eigene Ziele für eine Internationalisierung. Der Verkauf von Uber China an Didi und die damit einhergehenden Beteiligung von Didi an Uber dürfte die Gemeinschaft geschwächt haben.

Bild: Careem (alle Bilder vorbehalten)

Chinesische Fahrdienst-App Yidao Yongche sammelt 700 Mio. US$ ein

In den chinesischen Taxi-App Markt fließen weiteren Millionen an Finanzierung, diesmal aber nicht in Didi Kuaidi oder Uber. Die chinesische Taxi- bzw. Fahrdienst-App Yidao Yongche hat eine Finanzierung in Höhe von 700 Mio. US$ eingesammelt, bei einer Bewertung von 1 Milliarde US$. Der neue Investor kauft also 70% vom Unternehmen.

Die Finanzierung kommt von dem chinesischen Konzern LeTV. LeTV verkauft Smartphones, die wie eine Mischung aus HTC One M8 und dem iPhone 6S aussehen. Außerdem  betreibt LeTV eine Video-Plattform und verfolgt andere geschäftliche Interessen.

Bisher geringer Marktanteil – großes Potential ich China

Yidao Yongche ist ein kleiner Anbieter auf dem chinesischen Markt, laut Berichten hat das Unternehmen 0.7 bis 2.7 % Marktanteil am chinesischen Fahrservice und Taxi Markt. Die Investoren sehen  anscheinend das große Potential in China, ansonsten hätten sie nicht bei so einer hohen Bewertung investiert.

LeTV hat bisher auch im Automotive-Bereich investiert. Kürzlich hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Aston Martin und BAIC verkündet. In der Partnerschaft sollen Elektroautos für den chinesischen Markt entwickelt werden. Durch das Investment in die Taxi-App fügt das Unternehmen eine weitere Komponente im Automotive-Bereich hinzu.

Chauffeurservice auch für Touristen

Yidao Yongche betreibt anders als Uber keinen low-cost Service, sondern setzt auf Chauffeure und hochwertigere Fahrzeuge. Der Service ist daher eher mit dem Limousinenservice Blacklane zu vergleichen. Das Unternehmen ist in mehr als 20 Städten in den USA aktiv. Ein Großteil des Umsatzes kommt von chinesischen Touristen, die in die USA reisen. Die Anzahl der USA Touristen aus China steigt von Jahr zu Jahr, damit dürfte sich auch das Geschäft von Yidao Yongche positiv entwickelt. Die beiden Taxi-Apps Lyft und Didi Kuaidi haben vor kurzem eine Partnerschaft geschlossen, damit die chinesischen USA Touristen über die Didi App einen Fahrdienst in den USA buchen können und andersherum.

Milliarden für den chinesischen Mobilitätsmarkt

Nicht nur Yidao Yongche sammelt Geld ein, über Uber gibt es auch Spekulationen, dass das Unternehmen weitere Milliarden US$ bei einer Bewertung von 70 Milliarden US$ aufnimmt. Gut möglich, dass ein Teil davon in den chinesischen Markt investiert wird, um schneller wachsen zu können. Bisher hat Uber angekündigt, das eine Milliarde US$ in den chinesischen Markt investiert werden sollen. Konkurrent und Marktführer Didi Kuaidi hat kürzlich 3 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: Escalade von Jason Lawrence (bestimmte Rechte vorbehalten)