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On-demand Reinigung: Zipjet sichert sich weitere Investition von Henkel

Das Online-Reinigungs-Start-up Zipjet mit Sitz in Berlin, London und Paris gab heute bekannt, dass Henkel seine bestehende Beteiligung am Unternehmen erhöht hat. Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care von Henkel hält seit August 2016 eine strategische Minderheitsbeteiligung an Zipjet.

Zipjet seit 2014 in London aktiv

Zipjet wurde im November 2014 in London gestartet. Im Januar 2015 folgte Berlin und im Mai 2016 Paris. Finanziert durch Rocket Internet, der Beteiligungsgesellschaft Btov and einer Reihe anderer strategischer Investoren, möchte das Unternehmen nun seine Marktführerschaft in Europa weiter ausbauen.

Position in Europa soll gefestigt werden

„Wir freuen uns über die Entscheidung von Henkel, das bestehende Investment zu erhöhen“, sagt Zipjet’s Co-Founder & Managing Director, Florian Färber. „Es zeigt, dass unsere Investoren an das Geschäftsmodell glauben und genau wie wir, zuversichtlich sind, dass wir unsere ambitionierten Wachstumspläne für dieses Jahres erreichen. Das neue Investment ermöglicht es uns, unsere Position in Europa weiter zu festigen, unsere Logistik weiterzuentwickeln sowie mehr in Marketing und Produktinnovationen zu investieren.“

Henkel an digitalen Serviceangeboten interessiert

„Digitale Serviceangebote werden immer wichtiger, mehr und mehr Verbraucher nutzen On- Demand-Services“, sagt Thomas Schuffenhauer, Head of Corporate Venturing bei Henkel Laundry & Home Care. „Daher investieren wir, neben der Weiterentwicklung unserer eigenen Angebote, in das erfolgversprechende Geschäftsmodell von Zipjet.“

Zipjet verfügt über eine ausgereifte technische Lösung, um die Herausforderung der Lieferung auf der letzten Meile effizient zu gestalten. So wird sichergestellt, dass die Pünktlichkeit auch bei gewählten 30 Minuten Slots eingehalten werden und gleichzeitig eine hohe Auslastung der Fahrer ermöglicht wird.

Bild: Zipjet Screenshot (alle Rechte vorbehalten)

ZipJet übernimmt Wettbewerber mit starkem B2B Fokus

Das von Rocket Internet unterstützte Wäschereinigungs-Startup ZipJet hat den Wettbewerber Asteria Cleaners aus London übernommen. Bisher hat sich der mobile Wäschedienst ZipJet vor allem auf Privatkunden fokussiert, nach der Übernahme eines Mitbewerbers in London soll das Angebot auf Geschäftskunden (B2B) erweitert werden.

Ähnliches Geschäftsmodell

Wie auch bei ZipJet holt bei Asteria Cleaners ein Fahrer die zu waschende Wäsche ab, nach der Reinigung wird diese wieder zurückgeliefert. Von Asteria werden einige Geschäftskunden bedient, darunter dir Großbank UBS.

ZipJet kann durch die Übernahme schneller wachsen und auch auf Kostenseite ergeben sich Vorteile. Da ein Fahrer meist mehrere Bestellungen an der gleichen Adresse abholt oder abliefert, reduzieren sich die Logistikkosten pro Auftrag enorm.

Ausweitung von B2B geplant

Das Angebot für Geschäftskunden soll in London weiter ausgebaut werden. Neben Großbanken und Konzernen könnte das Angebot auch für Co-Working Spaces und Startups interessant sein. Unternehmen können den Service als eine Art Bonusprogramm für ihre Mitarbeiter anbieten. Für Co-Working Spaces ergibt sich die Möglichkeit, den Service in das Rundum-Paket mit integrieren. Im kommenden Jahr ist eine Ausweitung des B2B und B2B2C Services nach Berlin und Paris geplant.

ZipJet wurde Ende 2014 von Rocket Internet in London gestartet und hat ein halbes Jahr später das Angebot auch in Berlin an den Start gebracht. Seit Mai diesen Jahres ist ZipJet auch in Paris aktiv. Vorbild für ZipJet war das amerikanische Startup Washio, das im Sommer den Betrieb eigestellt hat. Washio ist wahrscheinlich zu schnell in zu viele Städte expandiert, ohne die Kosten im Griff zu haben. ZipJet verfolgt einen datenbasierten und technologieorientierten Weg. So werden Auslastung optimiert und Routen effizient und automatisch geplant.

In Zukunft könnte Wachstum auch durch weitere Zukäufe erfolgen. Zukäufe könnten auch bei einer weiteren Expansion eine Rolle spielen, um in einer weiteren Stadt nicht komplett von Null beginnen zu müssen.

Bild: ZipJet (alle Rechte vorbehalten)

Reinigung mit System – Die letzte Meile muss durch Daten gelöst werden

Berlin, 7. Juli 2016 – Das Unternehmen ZipJet ist bekannt als ein Service für frische Wäsche und gebügelte Hemden: abholen, reinigen und wieder zurückbringen – bei voller Flexibilität. Um einen Service wie diesen sicherstellen zu können, ist jedoch weit mehr nötig, als das Wissen über Waschmittel und Textilien. Denn wie bei nahezu allen Liefer- und Abholdiensten ist es wichtig, das Problem der so genannten “Letzten Meile” zu lösen. Das bedeutet, dass die Kunden ihre Waren natürlich auch an ihrer Haustür abgeben und entgegen nehmen möchten, zu einem vorher festgelegten, fixen Zeitpunkt. Für die Tourenplanung ist das jedoch eine enorme Herausforderung, da stündlich mehrere Kundenkontakte stattfinden und die Touren trotzdem oder vor allem deshalb effizient und zuverlässig geplant werden müssen.
Um diese Aufgabe zu meistern, hat sich ZipJet einen Algorithmus entwickelt, der schon seit den Anfängen die Datenauswertung und Tourenplanung übernimmt. Florian Färber, CEO und Mitgründer von ZipJet, betont, dass die Nutzung von Datenmengen und Algorithmen ab einer gewissen Nutzerzahl obligatorisch ist: “Wenn man die Zeit, die ein Fahrer auf der Straße und beim Kunden verbringt sinnvoll nutzen möchte, kommt man an einer computergesteuerten Planung nicht vorbei. Wir können einem Fahrer bis zu 10 Interaktionen mit Kunden pro Stunde ermöglichen, das ist bei unserer Nutzerzahl nicht mehr von Hand zu bewältigen.”
Es ist daher wichtig, die Routen sinnvoll zu planen, um nicht immer nur den kürzesten, sondern vielmehr auch den klügsten Weg zu wählen. Dabei steht natürlich zuerst die Planung des Bedarfs aus. Dafür clustert ZipJet auf Basis der Google S2 Datenbank alle Städte in denen der Service angeboten wird – zurzeit mit einem Index der Stufe 14, der jeweils 10k Quadratmeter zu einer Einheit zusammenfügt. Darüber hinaus ist es jedoch auch notwendig den Verkehr mit in die Berechnung einzubeziehen, wofür sich ZipJet historische Verkehrsdaten zunutze macht, die für jeweils 15-Minütige Zeitfenster die Durchschnittsgeschwindigkeit definieren. Somit ist es zum Beispiel möglich, in die Berechnungen der Routen einzubeziehen, dass in der Ritterstraße in Berlin an einem Montag Morgen zwischen 9:00 Uhr und 9:15 Uhr die durchschnittliche Geschwindigkeit gerade einmal 15 km/h beträgt. Nur auf diese Weise lässt sich in so verkehrsreichen Städten wie Berlin oder aber auch London und Paris eine Pünktlichkeit von durchschnittlich 95 Prozent erzielen.

Das Waschen unserer Wäsche überlassen wir schon lange den Maschinen, welche vom Menschen nur noch bedient werden. Denjenigen, der uns die Wäsche liefert und wieder nach Hause bringt, kann und will niemand ersetzen, doch bei der Planung von Routen sollten wir uns definitiv auf die Technik verlassen.

Über ZipJet

ZipJet ist ein Unternehmen von Rocket Internet, das von Florian Färber und Lorenzo Franzi 2014 gegründet wurde. Das Unternehmen hat über 50 feste Mitarbeiter und bietet seinen Service seit November 2014 in London und seit Januar 2015 in Berlin an. Der Auftrag von ZipJet ist einfach: Die Welt des Waschens & Reinigens revolutionieren, die Kunden von lästiger Hausarbeit zu befreien und ihnen mehr Freizeit zu schenken. Und das Konzept kommt an: Das Unternehmen hat schon mehr als 40.000 Kunden überzeugt und verzeichnet einen monatlichen Wachstum von etwa 30 Prozent.