Uber steigt ins Geschäft für Krankenfahrten ein

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Uber steigt ins Geschäft für Krankenfahrten ein - GetMobility.de
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Der amerikanische Fahrdienst Uber hat in den USA einen neuen Dienst für Krankenfahrten mit dem Namen Uber Health gestartet. Uber Health ist eine Plattform für geplante Krankentransporte, der von Kliniken, Arztpraxen oder Reha-Einrichtungen genutzt werden kann, um die Patienten zu befördern. Der Dienst wird über ein zentrales Dashboard gesteuert, die Patienten brauchen nicht mal die Uber App oder ein Smartphone.

Patienten kommen in den USA nicht zum Arzt

Uber sieht in dem Gesundheitsmarkt ein großes Potential. Laut eigener Angaben verpassen pro jähr 3.6 Mio. Amerikaner wichtiger Arzttermine, da sie keine Möglichkeit haben, zuverlässig zum Arzt oder wieder zurück zu kommen- die Zahl ist steigend. Im Gesundheitsbereich hat Uber seit 2014 unterschiedliche Testballone durchgeführt, eher mit Marketing-Charakter. So konnten Grippeimpfungen über die Uber-App bestellt werden oder es wurden vergünstigte Fahrten zu Brustkrebs-Screenings angeboten.

Uber Health soll der erste Dienst im Gesundheitsbereich sein, der dauerhaft angeboten wird und einen größten Impact haben soll. Über das Dashboard können die Krankentransporte einfach für die Patienten gebucht werden.

Krankenfahrten können über Portal gebucht werden

Die Klink muss auf der Website den Namen und die Kontaktdetails der Kunden eingeben, sowie Abhol- und Zielort. Sollten in der Region mehrere Fahrzeugklassen angeboten werden, kann die Klinik die passende Kategorie auswählen. Fahrten können mit einer Vorlaufzeit von bis zu 30 Tagen gebucht werden.

Die Kommunikation mit dem Patienten erfolg über SMS. Sobald die Fahrt gebucht ist, erhält der Kunde eine Nachricht über die Buchung, inklusive einem Link zu den Beförderungs- und Geschäftsbedingungen. Die Ankunftszeit des Fahrers, inklusive Fahrzeug und Nummernschild wird ebenfalls per Textnachricht übermittelt. Sollte der Patient über ein Smartphone verfügen, kann er eine Web-Ansicht aufrufen, auf der der Fahrer in Echtzeit verfolgt werden kann. In einem späteren Schritt sollen die Kunden auch per Sprachanruf über die Fahrtdetails informiert werden können.

Fokus auf Datenschutz

Die Vorschriften in den USA schreiben vor, dass die Kundendaten auf nach bestimmten Regeln zertifizierten Servern gespeichert werden müssen, auf die nur die Kliniken Zugriff haben. Deswegen speichert Uber die Kunden- und Fahrtdaten nicht auf eigenen Servern. Bestimmte Features sollen den Gesundheitseinrichtungen die Abrechnung und das Reporting erleichtern.

Für die Nutzung der Plattform stellt Uber keinen Betrag in Rechnung, nur die Fahrten müssen bezahlt werden. Die Fahrpreise decken sich mit den Fahrten, die über die normale Uber App gebucht werden. Insgesamt 100 Einrichtungen sollen die Plattform bisher in der Beta-Phase nutzen, über eine API soll die Plattform an bestehende Systeme zur Patientenverwaltung angeschlossen werden können.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)