Ride-Sharing Dienst: Didi startet in Mexiko

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Ride-Sharing Dienst: Didi startet in Mexiko - GetMobility.de
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Die Chinesische Ride-Sharing Plattform Didi Chuxing ist in Mexiko gestartet. Fahrer wurden seit Anfang April angeworben, die App und die Website wurde für den mexikanischen Markt angepasst und Werbung wird geschaltet. Beste Voraussetzungen für einen kostspieligen Wettkampf mit Mitbewerber Uber.

Erste Expansion mit eigenem Team

Für Didi ist es die erste Expansion mit eigenem Team in einen Markt außerhalb Chinas. In der Vergangenheit lag der Fokus auf globalen Partnerschaften mit Grab, Lyft und anderen Plattformen, um den Nutzern ein weltweites Angebot bieten zu können. In Japan wurde enger mit einem lokalen Anbieter zusammengearbeitet.

Testbetrieb in kleineren Städten

Die Fahrdienst-Plattform wird sich zuerst auf kleinere Städte konzentrieren, zum Beispiel Toluca. Nach dem die ersten Erfahrungen dort gemacht wurden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Dienst in Mexico City starten wird. In Toluca wird ein UberX-änlicher Dienst gestartet, der mit günstigen Fahrpreise überzeugen soll. Neben einem Fahrdienst mit Autos soll das Unternehmen auch mit dem Gedanken gespielt haben, einen Dienst mit Motorräder und einen Bike-Sharing Dienst anzubieten.

Bessere Konditionen für Fahrer


Die Fahrer können mit mehr Einnahmen rechnen, wenn sie bei Didi fahren. Bis Mitte Juni wird Didi keine Vermittlungsgebühr verlangen und danach nur 20 Prozent vom Fahrpreis. Konkurrent Uber verlangt 25 Prozent Vermittlungsgebühr. In der Regel orientieren sich die Fahrer stark nach den Verdienstmöglichkeiten und zeigen eine geringe Loyalität gegenüber einer Plattform. Es ist zu erwarten, dass Uber im Wettbewerb um Bonuszahlungen und Vermittlungsgebühren nachziehen wird, um die Fahrer auf der eigenen Plattform zu halten. Mexiko ist nach den USA einer der wichtigsten verbleibenden Märkte für Uber. Etwa 7 Millionen Nutzer sind registriert und können den Dienst in mehr als 35 Städte in Mexiko nutzen. Der Marktanteil von Uber soll bei 87 Prozent liegen.

Investment in lokale Konkurrenten

Die Entwicklung in Mexiko ist aus mehreren Gesichtspunkten interessant. Obwohl Didi und Uber mit Softbank einen gemeinsamen Investor haben und in Asien das Kriegsbeil zwischen beiden Unternehmen begraben wurde, geht Didi in Mexiko in den direkten Wettbewerb zu Uber. Uber hat sein China Geschäft an Didi verkauft, wodurch sich beide Unternehmen einen hohen Milliardenbetrag für Werbung und Fahrer-Bonis gespart haben dürften. Erst kürzlich hat Softbank die beiden Beteiligungen Uber und Grab dazu gedrängt, das Geschäft in Südostasien zu verschmelzen. Außerdem hat Didi den Anbieter 99 übernommen, der in Südamerika bereits aktiv ist und auch Mexico als Markt auf der Agenda haben dürfte. Interessant, dass Didi trotzdem unter eigenem Namen in den Markt in Mexiko startet. In Europa ist Didi an Taxify beteiligt, im Mittleren Osten an Careem und in Indien an Ola.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)