Ofo stellt Service in diversen Märkten ein

Ofo – “going into sleep”

Das Chinesische Start-Up für Bike-Sharing Ofo nimmt Mitarbeiter-Rationierungen in Nord Amerika vor – insbesondere in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Engineering. “Going into sleep” – mit diesen Worten bezeichnet Ofo die gesetzte Maßnahme in einem Gespräch mit dem Team. Chris Taylor, ein ehemaliger Mitarbeiter von Uber und Head der Geschäftstätigkeiten in Nordamerika, verließ das Unternehmen vor wenigen Wochen.

Ofo bestätigt die Entlassungen und merkt an, dass es sich dabei weniger um eine “Räumung” des US-amerikanischen Marktes handelt, sondern es vielmehr um eine Neuorientierung der Märkte gehe. So plant das Start-Up den Service in New York, Seattle und San Diego bestehen zu lassen.

Ofo schließt Märkte weltweit

Der Abbau der geschäftlichen Tätigkeiten in den USA sind die jüngsten im Zuge des globalen Rückzugs. Erst kürzlich verkündete Ofo seine Abkehr von Deutschland. Letzte Woche gab Ofo bekannt, sich aus Australien und Israel zurückzuziehen und stellte ebenfalls seine Tätigkeiten in UK und Indien ein. Ofo hatte ehrgeizige Pläne für Nordamerika, das Land zum drittgrößten Markt für das Unternehmen auszubauen. Letzten Monat noch habe Ofo bis zu 100 Städte in den USA für seinen Service gewinnen können.

Das ambitiöse Verhalten von Ofo zeigte sich schon frühzeitig. Mit der Lancierung des Bike-Sharing Services 2014 in Peking legte Ofo schnell nach. Im April 2017 erklärte Ofo, dass es bereits über zwei Milliarde US-Dollar wert sei. Zu seinen Unterstützern zählen Alibaba, Ant Financial and Didi. Nach dem Erfolg in China expandierte Ofo erst in Singapur, dann unter anderem in UK, USA, Australien und Frankreich.

Vandalismus erschwert Situation

Starke Konkurrenz im Markt wie Mobike und HelloBike erschwerten die Expansionspläne. Diebstähle und  Vandalismus der stationslosen Ofo-Fahrräder verschlimmerten die Situation zusätzlich. Die Fahrräder fanden sich in Bäumen wieder und wurden sogar in Seen entdeckt. Diese Form von Vandalismus nötigte auch Gobee dazu, ein Bike-Sharing Start-Up aus Hong Kong, seinen Service einzustellen.