Legalisierung von elektrischen Kleinstfahrzeugen

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Legalisierung von elektrischen Kleinsfahrzeugen in Deutschland
Legalisierung von elektrischen Kleinstfahrzeugen in Deutschland

Das Bundesverkehrsministerium verkündete vergangene Woche die Legalisierung von elektrischen Kleinstfahrzeugen auf Deutschlands Straßen an. Das neue Gesetz wird noch Ende 2018 oder spätestens Anfang 2019 in Kraft treten, so eine Sprecherin des Ministeriums.

Bisher galt die Verwendung von elektrisch unterstützen Longboards, Kick-Rollern oder ähnlichen Geräten abseits des Privatgrundstücks als illegal. Mit der Einführung der neuen Klasse der Elektrokleinstfahrzeuge wird sich das nun ändern.

Die wichtigsten Eckpunkte für die Personal Light Electric Vehicles (EU-Kürzel PLEV) sind hier zusammengefasst:

  • Es gilt eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Das ist eigentlich die bekannte Grenze für die Helmpflicht. Für die Fahrer der PLEV besteht diese jedoch nicht.
  • Für die Mini-Fahrzeuge besteht eine Versicherungspflicht inklusive eines Versicherungskennzeichens. Hiermit wird insbesondere die Identifikation der Fahrer beabsichtigt.
  • Die PLEVs dürfen ausschließlich auf Radwegen fahren. Nur für den Fall, dass es keine gibt, darf auf die Straße ausgewichen werden.
  • Die Leistungsgrenze des Elektromotors beträgt 500 Watt. Für selbstbalancierende Fahrzeuge sind bis zu 1.200 Watt erlaubt.
  • „Fahrdynamische Mindestanforderungen“ wie Bremsen, Beleuchtung und Steuerbarkeit sind die wesentlichen Voraussetzungen für Verkehrssicherheit und werden zukünftig auch für die PLEVs gelten.
  • Das Mindestalter für die Nutzung der Fahrzeuge ist auf 15 Jahre festgelegt.

Die Regelung hat eine bundesweite Gültigkeit. In Ländern wie Russland, Frankreich, Österreich und den USA sind PLEVs schon lange unterwegs. Insbesondere der Ausleih solcher Fahrzeuge erfreut sich großer Beliebtheit – für Berlin sind bereits ähnliche Pläne angekündigt.  

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