Stau in Deutschland – Wo steht man am längsten?

1145
Berlin ist Deutschlands Stau-Weltmeister
Berlin ist Deutschlands Stau-Weltmeister

Im Zuge der Urbanisierung verstopfen die Straßen, der Verkehr wird dichter und die Luft- und Lebensqualität im urbanen Raum leidet. Eine neue Studie des Verkehrsdatenanbieters Inrix präsentiert nun neue Daten, die eindrücklich zeigen: Noch immer verzichten zu wenig Menschen auf ihren privaten Pkw und verbringen jährlich mehr als 100 Stunden im Stau. Das bedeutet nicht nur verbrauchte Lebenszeit, und wirtschaftliche Einbußen sondern trägt insbesondere enorme Umweltschäden mit sich.

Das Phänomen des Staus lässt sich folgendermaßen erklären. Staus kommen dann auf, wenn die Nachfrage nach Straßenverkehrsflächen das Angebot übersteigt. Eine Steigerung ist ein sogenannter Kapazitätseinbruch. Das bedeutet, dass effektiv nicht mehr Fahrzeuge auf der Straße Platz haben. „Dies ist auch ein Grund dafür, warum Ausbauprojekte und Maßnahmen zur Staubekämpfung häufig scheitern: Die Straßenfläche lässt sich nicht ausreichend erweitern, um das Problem zu lösen.”

Inrix fordert: „Die Lösung von Verkehrsproblemen – oder besser ausgedrückt: die Verbesserung der Mobilität – erfordert ein Konzept, das sich an den Gegebenheiten der jeweiligen Stadt orientiert.”

In diesen deutschen Städte kommt es zu den meistens Staus (Rang in Bezug auf Staufolgen mit Angabe der verlorenen Stunden im Stau und Staukosten pro Fahrer). Weitere Informationen, auch im internationalen Vergleich, gibt es hier.

  • Berlin – 154 Stunden – 1,340 €
  • Hamburg – 139 Stunden – 1,212 €
  • München – 140 Stunden – 1,218
  • Köln – 99 Stunden – 867 €
  • Frankfurt – 107 Stunden – 935 €
  • Stuttgart – 108 Stunden – 938 €
  • Düsseldorf – 100 stunden – 874 €
  • Leipzig 108 Stunden – 941 €
  • Nürnberg – 107 Stunden – 937 €
  • Bremen – 96 Stunden – 839 €
  • Hannover – 84 Stunden – 734 €
  • Bonn – 104 Stunden – 911 €

Bild (alle Rechte vorbehalten): dpa.