Volvos autonomer Bus fährt in Singapur

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Der Bus ist mit vier Lidarsensoren ausgestattet, die es ihm ermöglichen, Objekte zu erkennen und zu stoppen, die ihm in die Quere kommen.
Der Bus ist mit vier Lidarsensoren ausgestattet, die es ihm ermöglichen, Objekte zu erkennen und zu stoppen, die ihm in die Quere kommen.

Volvo startet in Singapur eine öffentliche Erprobung von zwei prototypischen, autonomen Elektrobussen. Dies sei der erste Test von Bussen in Originalgröße, die sowohl autonom als auch elektrisch sind, so Volvo.

NTU als Partner

Universitäten haben sich als solide Trainingsbedingungen für selbstfahrende Shuttles in Michigan und Melbourne erwiesen. Nun soll ein Campus in Singapur einen vollwertigen autonomen Bus von Volvo testen. Das einstöckige 7900er Elektrofahrzeug des schwedischen Automobilherstellers wird von der Nanyang Technological University (NTU) bis zu 80 Passagiere gleichzeitig befördern. In der Zwischenzeit wird ein zweiter selbstfahrender Volvo-Bus in einem Busdepot des öffentlichen Verkehrsbetriebs des Landes getestet.

„Wir sind sehr stolz darauf, unseren Elektrobus mit autonomer Antriebstechnik zu präsentieren. Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Branche und ein wichtiger Schritt in Richtung unserer Vision einer saubereren, sichereren und intelligenteren Stadt“, sagte Volvo Buses Präsident Håkan Agnevall.

Interne Steuerungssicherheit

Der fahrerlose Bus wurde in Zusammenarbeit mit der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur entwickelt und verwendet Sensoren und Navigationskontrollen, die von künstlicher Intelligenz gesteuert werden. „Der Weg zur völligen Autonomie ist zweifellos komplex, und unsere geschätzte Partnerschaft mit der NTU und der Singapore Land Transport Authority ist entscheidend für die Verwirklichung dieser Vision, ebenso wie unser Engagement für einen Safety First Ansatz“, sagte Agnevall. Laut NTU verbraucht der autonome Bus ca. 80% weniger Energie als ein gleich großer Dieselbus.

Um das autonome Fahren zu ermöglichen, ist jeder Bus mit einer Reihe von Sensoren einschließlich Lidar- und Stereokameras sowie einem ausgeklügelten Navigationssystem ausgestattet. Es basiert auf GPS, verwendet aber mehrere Datenquellen, um eine Positionsgenauigkeit von bis zu einem Zentimeter zu erreichen, so Volvo. Die Busse verfügen zudem über eine „interne Steuerungseinheit“, die laut Volvo die Funktionen von Gyroskop und Beschleunigungssensor vereint. Es soll dem Navigationssystem helfen, Körperbewegungen zu berücksichtigen, wenn die Busse über unebenes Gelände fahren, was eine ruhigere Fahrt gewährleistet.

Bild (alle Rechte vorbehalten): Volvo Buses