Alle Beiträge von Magdalena Kohl

On-Demand-Angebot startet in Hamburg

„Meine Stadt. Mein Anschluss.“ Unter diesem Slogan lanciert ioki in Kooperation mit der VHH den „ioki Hamburg“-Shuttle als Teil des öffentlichen Nahverkehrs.

Shuttle-Service in ÖPNV integriert

Am 18.07.2018 startet in Hamburg ein individueller Shuttle-Service, der per App bestellt werden kann und Fahrgäste auf flexiblen Routen rund um die Uhr ans Ziel bringt. Es ist bundesweit das erste Mal, dass ein solcher Service  in den öffentlichen Personennahverkehr integriert wird. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) bringen das neue Angebot in die Stadtteile Lurup und Osdorf.  Zur Umsetzung dieses Projekts arbeitet der Verkehrsbetrieb eng mit ioki zusammen, dem Geschäftszweig der Deutschen Bahn für intelligente On-Demand-Mobilität.

Das „ioki Hamburg“ Shuttle, das im Rahmen der Smart City Partnerschaft mit der Stadt Hamburg entwickelt wurde, ist ein neues öffentliches Verkehrsmittel im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ohne festen Fahrplan oder Linien, das vollständig in den HVV-Tarif integriert ist.  Die Mitfahrt ist mit allen Zeit- und Einzelfahrkarten des HVV möglich, so dass den Nutzern keine Mehrkosten entstehen. Die Fahrt kann aber auch direkt per App bezahlt werden.

"ioki Hamburg" verkehrt in Lurup und Osdorf
„ioki Hamburg“ verkehrt in Lurup und Osdorf

Bündelung von Fahrten

Fahrgäste mit ähnlichen Routen werden mit Hilfe eines Algorithmus automatisch zu Fahrgemeinschaften gebündelt und gemeinsam befördert. Der neue Service ist über die „ioki Hamburg App“ buchbar. Die individuellen Fahrten können von einer beliebigen Adresse im Bediengebiet zu einer Haltestelle erfolgen oder umgekehrt. Im Bediengebiet werden zusätzliche ioki-Haltepunkte zur optimalen Flächenabdeckung eingerichtet.  Die Abstände betragen nicht mehr als 200 Meter. So wird der bestehende ÖPNV sinnvoll ergänzt. 

Das ioki Mobility Analytics Team hat im Vorfeld den Bedarf nach diesem Angebot ermittelt.  Auf Basis der Analyse wurde ebenfalls die Anzahl der benötigten Fahrzeuge kalkuliert, um neben einer  bedarfsgerechten Integration des Services auch eine Deckung des Bedarfs zu garantiert.

LEVC stellt Fahrzeuge, die eine barrierefreien Zustieg für Rollstuhlfahrer und Passagiere mit Kinderwagen ermöglichen

LEVC stellt Fahrzeuge

Für das neue Angebot kommen modernste, emissionsfreie Elektroautos des britischen Herstellers LEVC zum Einsatz. Die Fahrzeuge verfügen über sechs Sitzplätze und sind zudem barrierefrei, Rollstuhlfahrer können über eine Rampe einsteigen und in Fahrtrichtung fahren. Auch Kinderwagen können bequem befördert werden.

Rolls Royce baut Flugtaxi

Flugtaxen von Airbus und Uber bekommen Konkurrenz: Rolls Royce hat vor wenigen Tagen sein eVTOL-Konzept* vorgestellt. Das Flugtaxi kann bis zu fünf Passagiere tragen und dank der in 90-Grad rotierenden Flügel nahezu jeden Landeplatz anfliegen. Trotz des Namens ist das Flugtaxi nicht voll-elektronisch. Insgesamt müssen 500 kW mit Gasturbinen aufgebracht werden, um die sechs Propeller in Gang zu bringen. Während des Passagiertransports ist das Taxi jedoch sehr leise und kann eine Flugdistanz von 500 Meilen (= 800 km) bei einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 250 mph (=400 km/h) zurücklegen. Die Flügel-Propeller werden nach dem Take-Off eingefahren.

Rolls Royce sieht sich zeitlich vorne

Auch wenn der Ansatz eines hybriden Kraftfahrzeug nicht sehr umweltfreundlich ist, pitcht Rolls Royce die technische Errungenschaft als entscheidenden Zeitvorsprung. Eine Batterie dient als Energiespeicher, während Benzin nur für die Turbinen beim Flugstart verwendet wird. Dieser Aspekt spielt insbesondere in Hinsicht auf Pendlerverkehre eine wichtige Rolle, da Durchlaufzeiten tendenziell in Minuten und nicht in Stunden gemessen werden.   

Das Design fokussiert sich vollends auf die Mobilität von Personen und richtet sich in erster Linie an überfüllte Städte. Das Angebot kann sowohl für Flugtaxen umgesetzt werden, als auch für den privaten Bedarf. Rolls Royce betont, dass es flexibel genug ist, um im Güterverkehr oder für militärische Zwecke eingesetzt werden zu können.     

Rolls Royce Flugtaxi auch für den privaten Bedarf gedacht
Rolls Royce Flugtaxi auch für den privaten Bedarf gedacht

Lancierung in 2020

Zum aktuellen Zeitpunkt existieren lediglich 3D-Animationen. Rolls Royce hat zudem noch keine Kunden akquirieren können. Bis das Flugtaxi in Aktion tritt, wird dennoch nicht viel Zeit vergehen, sagt Rolls Royce. Das Unternehmen hebt hervor, dass das eVTOL-Konzept auf existierender Technologie basiert oder zumindest in der Entwicklung steht. Mit einer Lancierung kann daher Anfang 2020 gerechnet werden. Voraussetzung dafür ist die Beteiligung bzw. der Verkauf der Idee an externe Partner.

Im Vergleich ist der EVOC-Entwurf von Airbus kleiner skaliert und wirkt dadurch effektiver für dichte urbane Gebiete. Uber hat Schwergewichte wie Bell und Embraer im Gepäck. Experten meinen, dass Rolls Royce im Verkauf stark auftreten muss, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen und seinen Service für Flugtaxis in der Praxis rentabel zu gestalten.

*eVTOL steht für Electric Vertical Take Off and Landing.

Bilder: https://www.flickr.com/photos/rolls-royceplc/41610462890/ (alle Rechte vorbehalten)

Daimler und Bosch – autonome Taxis in Kalifornien

Daimler und Bosch schließen sich für einen gemeinsamen Taxi-Piloten in Kalifornien zusammen. Die Taxen werden autonom fahren und in der zweiten Jahreshälfte in 2019 auf die Straßen gehen.

Am Mittwoch (11.07.2018) gab Daimler die Lancierung des vollautomatisierten Shuttle-Services bekannt. Der Service wird in Silicon Valley auf ausgewählten Straßen betrieben. In welcher Stadt der Dienst genau fahren wird, gab Daimler jedoch nicht preis.  Für den Service werden Mercedes-Benz Fahrzeuge eingesetzt, die aus Sicherheitsgründen auch jeweils mit einem menschlichen Fahrer ausgestattet sind. Während der Pilot-Phase werden die Fahrten den Fahrgästen kostenlos angeboten. Neben dem Ruf-Service wird Daimler zusätzlich eine Flotte autonomer Fahrzeuge testen. 

Der Autohersteller arbeitet in diesem Projekt mit Bosch zusammen. Die Zusammenarbeit wurde bereits im April 2017 beschlossen und bezieht sich ausschließlich auf autonome Fahrzeuge. Daimler stellt Test-Fahrzeuge sowie die Anlagen bereit, Bosch steuert die benötigte Hardware bei. Der US-Techkonzern Nvidia wurde für die Bereitstellung einer geeigneten Software sowie einer KI-Plattform ausgewählt. Die Unternehmen planen bis 2020 für eine Massenfertigung betriebsbereit zu sein.

Auf der Pressekonferenz vergangenen Mittwoch gab Michael Hafner, Head of Automated Driving bei Daimler, bekannt, dass Sicherheit eine Priorität im Programm für autonomes Fahren darstelle: „Entscheidend ist, ein sicheres, zuverlässiges und serienreifes System einzuführen.

aimler und Bosch schließen sich für einen gemeinsamen Taxi-Piloten in Kalifornien zusammen. Die Taxen werden autonom fahren und in der zweiten Jahreshälfte in 2019 auf die Straßen gehen.
Bosch und Daimler beschleunigen die Entwicklung des vollautomatisierten und fahrerlosen Fahrens (SAE-Level 4/5) in der Stadt. Entscheidend für vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren im urbanen Umfeld ist das zuverlässige Erkennen des Fahrzeugumfelds mithilfe unterschiedlicher Sensoren.

Mit dem Vorhaben tritt Daimler einem weiten Kreis von Technologieunternehmen und Autoherstellern bei, die sich ebenfalls auf die Entwicklung und Einführung autonomer Shuttle-Services in diesem und im nächsten Jahr konzentriert haben. Waymo, ein Unternehmen von Google, plant die Lancierung eines vollautomatisierten Auto-Services Ende 2018 in Phoenix (Bundesstaat Arizona). Das gleiche gilt für Cruise (General Motors) in 2019 in San Francisco. Uber gab bekannt, das Testen ihrer autonomer Fahrzeuge im Sommer wieder aufzunehmen, nachdem sie ihr Pilotprojekt in Arizona nach einem Verkehrsunfall stoppen mussten.

Bild: http://media.daimler.com/marsMediaSite/de/instance/ko/Bosch-und-Daimler-Metropole-in-Kalifornien-wird-Pilotstadt-fuer-automatisiertes-Fahren.xhtml?oid=40688558
(alle Rechte vorbehalten)

  

Wayve trainiert autonome Autos

Wayve, ein britisches KI-Start-Up, glaubt, ein besseren Weg gefunden zu haben, um autonome Fahrzeuge zu trainieren. Bisherige Methoden wenden hochentwickelte Software und detaillierte 3D-Karten an. Am Montag veröffentlichte Wayve ein Video, das einen modifizierten Renault Twizy zeigt. In diesem Video erlernt das autonome Auto das Navigieren einer Straße. Die angewandte Technik beruft sich auf Reinforcement Learning, wodurch sich ein System eine Belohnung durch wünschenswertes Verhalten verdient. Tritt dieses Verhalten nicht ein, wird das System “bestraft”.

Wayve entwickelt Alternative zu 3D-Karten


Die meisten Navigationssysteme für autonome Fahrzeuge beruhen auf detaillierten 3D-Karten. Global stehen Unternehmen aktuell im starken Wettkampf um die Entwicklung dieser Systeme. Unter Verwendung von hochentwickelten Sensoren und Kameras werden Straßenkarten en detail aufgenommen. Zusätzlich tragen autonome Fahrzeuge eigene Sensoren und Kameras an ihrem Gehäuse. Mit dieser doppelten Leistung sollen autonome Fahrzeuge zu zuverlässigen und gewissenhaften Navigatoren ausgebildet werden.

Die Entwicklungen von 3D-Karten sind jedoch sehr arbeitsintensiv und bedürfen regelmäßigen Updates, um Baustellen, neue Straßenverläufe sowie Sperrungen in die Navigation mit einzubinden. Unternehmen, die sich mit der Erstellung solcher 3D-Karten befassen, tendieren zudem dazu verkehrsreiche Straßen in der Entwicklung zu priorisieren, sodass ländliche Regionen außen vor bleiben.


Trial & Error: Unterrichten eines Autos

Wayves Technik könnte 3D-Karten obsolet machen. Das Video zeigt lediglich eine Kamera, die am vorderen Teil des Renault Twizys angebracht ist (in der Regel haben autonome Fahrzeuge bis zu acht Kameras). Diese eine Kamera liefert Echtzeit-Informationen an einen Grafikprozessor im Inneren des Autos. Der Grafikprozessor führt das genannte Reinforcement Learning Programm aus. Die resultierenden Algorithmen kontrollieren die Fahrzeugführung von Beschleunigung über Bremsen und Steuern. Ein menschlicher Fahrer sitzt bei dem Experiment hinter dem Steuer und greift ein, sobald das Fahrzeug in die falsche Richtung fährt, die sogenannte Bestrafung des Systems. Je länger das System ohne menschliches Eingreifen fährt, desto größer ist die Belohnung, das es erhält.

Innerhalb von 20 Minuten hat das Fahrzeug gelernt wie es die kurvige Straße zu fahren hat.

Der Ansatz von Wayve überzeugt durch die Unabhängigkeit von 3D-Karten, sodass zukünftig jeder und ortsungebunden die Vorteile autonomen Fahrens genießen könnte.   

Das Experiment lässt sich hier aufrufen
(
AI algorithm teaches a car to drive from scratch in 20 minutes)  

Bilder: www.wayve.ai (alle Rechte vorbehalten)

Lyft und Motivate: Die Zukunft von Bikesharing

Lyft und Motivate treten gemeinsam in die Zukunft von Bikesharing-Systemen ein. Lyft hat den größten Fahrradverleiher der USA für fast 200 Millionen US-Dollar übernommen. Die Unternehmen wollen vermehrt Ressourcen aufwenden, mit deren Hilfe das Programm in den USA weiter ausgebaut werden soll. Insbesondere werden dabei Regionen und Stadtgebiete in den Blick genommen, die keinen oder nur geringen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr haben.     

Lyft und Motivate setzen auf Kollaborationen mit Städten, um das Transportwesen lokal zu entwickeln bzw. zu verbessern und dadurch Menschen zum Fahrradfahren zu motivieren. John Zimmer, Mitgründer und Präsident von Lyft, betont, dass Lyft und Motivate seit Jahren das gleiche Ziel verfolgen: Den Bedarf an privaten Autobesitz zu reduzieren, indem zuverlässige und bezahlbare Alternativen zur Verfügung gestellt werden.

Verteilung der Kompetenzen

Als Teil der Abmachung, erwirbt Lyft die technologischen Ressourcen und Unternehmensfunktionen des Fahrradverleihers. Motivate wird weiterhin den Fokus auf seine operativen Kernaktivitäten und die Kundenpflege setzen. Die Prioritäten liegen auf Sicherheit, Fahrbarkeit und Kundenerlebnisse. Im Gegenzug investiert Lyft in Technologie und Innovation, um in Zusammenarbeit mit Städten die Zukunft von Bikesharing mitzugestalten.

Motivate betreibt einige der größten Bikesharing-Systeme in Nordamerika, darunter Citi Bike (New York), Ford GoBike (San Francisco Bay area), Divvy (Chicago), Blue Bikes (Boston), CoGo (Columbus, Ohio) und Nice Ride (Minneapolis). 2017 wurden 80% aller Bikesharing-Fahrten von Motivate-Systemen ausgeführt.

Gemeinsam in die Zukunft


Steve Koch, Vorstandsvorsitzender von Motivate, bestärkt die strategische Zusammenarbeit mit Lyft und kommentiert, dass sich die Art der Fortbewegung rapide verändert. Die Partnerschaft von Lyft und Motivate stelle sicher, dass Bikesharing eine fundamentale Rolle in der neuen städtischen Mobilität einnehmen wird. Koch glaubt fest daran, dass die Integration des Services in Kooperation mit dem öffentlichen Sektor die öffentliche Verkehrslandschaft
transformieren und die Anzahl der Fahrradfahrer steigern wird. 

Bild: https://www.intelligenttransport.com/transport-news/69700/lyft-motivate-bike-share/ (alle Rechte vorbehalten)

VW lanciert We

VW stellt einen neuen Car-Sharing Dienst vor. Die Flotte des Automobilkonzerns soll ausschließlich aus elektronischen Fahrzeugen bestehen und via On-Demand Service in europäischen,  amerikanischen und asiatischen Großstädten verfügbar sein.

Nach der Diesel-Affäre unternimmt das Unternehmen einen weiteren Schritt, um  in nachhaltige Mobilität zu investieren. Mit der Plattform „We“ beabsichtigt der Konzern Verkehrs- und Umweltbelastungen im städtischen Umfeld zu reduzieren und den Blick auf Emissionsfreiheit  weiter zu stärken. We wird in Deutschland bereits 2019, in übrigen Märkten erst Anfang 2020 starten.

Bild: https://t3n.de/news/volkswagen-carsharing-vw-we-1092899/

 

Tesla bricht 5000er Marke

Tesla hat 7000 Fahrzeuge in der letzten Woche hergestellt, davon 5000 des Modells 3. Der Automobilhersteller hatte sich zum Ziel gesetzt, 5000 3er Modelle pro Woche bis zum Ende des zweiten Quartals zu produzieren. Tesla zeigt damit, dass das Unternehmen in der Lage ist, die batteriebetriebene Limousine in der Masse zu fertigen.  

Modell 3: Herausforderungen im Produktionsprozess

 

Die Produktion des Modells 3 war von diversen Herausforderungen gekennzeichnet. Schwierigkeiten bestanden insbesondere in der Automatisierung des Fertigungsprozesses. Zudem gab es technische Probleme mit der Batterie. Tesla sah sich in den vergangenen Monaten mit Verlustgeschäften konfrontiert, die schließlich zu Lieferverzögerungen führten und dem Unternehmen seine first-to-market Position kostete. Wettbewerber nutzten die Tiefschläge des amerikanischen Herstellers aus und versuchten sich selbst an der Herstellung eines mittelpreisigen, batteriebetriebenen Elektroautos.

Frist für Modell 3 eingehalten


Das ist nun Vergangenheit. Tesla hält seine selbst-auferlegte Frist ein. Das letzte Auto rollte am Sonntag Morgen (01.07.2018) vom Band, nur wenige Stunden nach Mitternacht. Via Twitter, gab Musk bekannt, dass das Unternehmen sogar insgesamt 7000 Autos in dieser Woche gefertigt habe.

Als sich das Quartalsende näherte, spornte Musk seine Mitarbeiter an und stellt außerhalb des Hauptwerks einen großes Zelt auf, dass eine neue Fertigungsstraße beherbergte. Dass Tesla sein Ziel erreichen würde, gab Musk auf Twitter zu verstehen, indem er Fotos von langen Autoreihen und Robotern aus der Werkshalle veröffentlichte.    

Tesla wird in den nächsten Tagen sein Produktionsvolumen für das kommende Quartal verkünden. Das Unternehmen führt regelmäßig sogenannte „burst builds“ durch (zu deutsch: Baustöße), die Aufschluss darüber geben, wie viele Autos über längere Zeitspannen so zügig wie möglich hergestellt werden können.

Laut Tesla haben die Reservierungen des Modells 3 bereits im ersten Quartal 450.000 Stück überstiegen.

Bild: https://arstechnica.com/cars/2018/06/tesla-opens-orders-to-all-us-and-canadian-model-3-reservation-holders/ (alle Rechte vorbehalten)

ArrivaClick kommt nach Liverpool

Der nationale Betreiber Arriva hat sich für Liverpool entschieden. Der On-Demand-Service für Busse wird in der Stadt im Nordwesten Englands zum ersten Mal auf die Straßen gebracht und kalkuliert die Routen abhängig davon, wohin die Fahrgäste gebracht werden möchten.

Die Services der App ”ArrivaClick”

Ähnlich wie zum Taxiservice von Uber, wird der neue On-Demand-Service Fahrgästen ermöglichen, einen Bus über eine App zu buchen. Das innovative System kombiniert Besonderheiten von einem Taxifahrdienst und dem Busverkehr. Passagiere können via ArrivaClick einen Bus bestellen und seine Route verfolgen. Den Nutzern wird der Name des Fahrers mitgeteilt und stellt ihnen zusätzlich die Option bereit, eine individuelle Haltestelle anzugeben sowie einen Sitzplatz im Bus zu reservieren.   

Durch die hochentwickelte Technologie von Via, ein weltweit tätiges Unternehmen für Mitfahrdienste, berechnen Algorithmen den bestmöglichen Fahrweg für die kombinierten Routen der Passagiere. Das Ergebnis gibt die kürzeste und die schnellste Route an. ArrivaClick garantiert einen festen Fahrpreis und Echt-Zeit-Informationen in Bezug auf Abfahrt und Ankunft. Die App kombiniert also die Kosteneffizienz von Bussen und die Bequemlichkeit einer Taxifahrt.

Es gibt keine festen Routen. Die Fahrten bedingen sich durch die Zielwünsche der Fahrgäste. Der Service vollstreckt sich in einem Gebiet vom Stadtzentrum bis zum Liverpool John Lennon Flughafen und verbindet die Einwohner, die sich zur Arbeit, zum Shopping oder aus sonstigen Transportgründen bewegen.  

Was ArrivaClick noch leistet

Mit der Einführung des innovativen Minibus-Services wird die Verbesserung der Luftqualität in Angriff genommen. Auch die Reduzierung von Autofahrten in den Städten wird damit bezweckt. ArrivaClick bietet freies Wi-Fi, Aufladestationen und Ledersitze an. Insgesamt komplettiert der Service von ArrivaClick das bestehende Busnetzwerk und ist bis dato der größter Service seiner Art in UK.

ArrivaClick hat das Potential tausende von Fahrten zu transformieren. Bereits während der Testphase in Kent nutzen 50% der Kunden den Service anstelle einer privaten Fahrt. 43% verwendeten ArrivaClick sogar für die tägliche Fahrten zwischen Arbeit und ihrem Zuhause.

Bis zum Sommer 2019 will Arriva den Service von sechs auf 25 Fahrzeuge ausweiten.

Bild: liverpoolecho.co.uk (Alle Rechte vorbehalten)

Cargo Bikes für die letzte Meile

Die sogenannte Lieferung der “letzte Meile” beschreibt das Phänomen, Waren von einem zentralen Lagerplatz zum finalen Bestimmungsort auszuliefern. Der Warentransport wird nach wie vor dominant von Diesel betriebenen Lieferwagen ausgeführt. Die Konsequenz: enorme Verkehrs- und Emissionsüberlastungen in den Städten sowie zusätzliche Verengungen der Straßen durch das typische Parken der Lieferfahrzeuge in der zweiten Reihe. Die Verwendung von emissionsfreien Fahrzeugen zur Überbrückung der letzten Auslieferungsstrecke wird nicht nur als effizienter angesehen, sondern auch als wichtiger Baustein in der städtischen Gestaltung zur Reduktion des Emissionsvolumens.

Hermes und Velove als Vorreiter in Berlin

Verschiedene Unternehmen haben bereits den Fokus auf die alternative Form der Auslieferung gesetzt. So kooperiert das Logistikunternehmen Hermes mit dem Schwedischen Start-Up Velove, um sich dem Modell “Cargo Bike” für innerstädtische Lieferungen zu zuwenden. Unter dem Namen “MyHermes” sollen die Armadillo e-Cargobikes des schwedischen Herstellers im Testgebiet Berlin an den Start gehen. Aktuell ist der Projektbeginn für Juli 2018 geplant. Neben einer Zeiteinsparungen zielt Hermes auch auf eine wirtschaftliche Ersparnis ab, die durch den neuen Service hervorgerufen werden sollen. Letzteres gilt insbesondere für flache Stadtgebiete.

Cargo Bikes bieten viele Vorteile

In einem Interview stellt Velvoe CEO Johan Erlandson weitere Vorteile der Lastenräder vor:

Produktivität

Alle Daten, die uns bislang dazu vorliegen, zeigen, dass sich mit Lastenfahrrädern mindestens dieselbe Produktivität erzielen lässt […] Ein Lastenrad bietet häufig Vorteile: Es kann immer direkt am Zielort abgestellt werden, es bleibt nicht im Stau stecken und es kann mehr Abkürzungen nehmen […]

Stressreduktion

Zusteller, die von einem Lieferwagen auf ein Armadillo umsteigen, sind sehr zufrieden. Wir vermuten, dass das mit dem niedrigeren Stresslevel zu tun hat, denn zum einen ist das Fahren eines Lieferwagens im Straßenverkehr anstrengender als das Fahrradfahren auf dem Radweg und zum anderen ist das Fahrrad bei starkem Verkehrsaufkommen einfach produktiver. Sicherlich spielt auch eine Rolle, dass wir sehr viel Wert auf Fahreigenschaften und Ergonomie legen […]

Fest steht, die Popularität von Cargo Bikes nimmt zu, auch zu messen an den zunehmenden Subventionen, die insbesondere in den Ländern Frankreich und Deutschland geplant werden.   

 

Bild: Hermes (alle Rechte vorbehalten)

Ridecell sammelt Series B ein – Deutsche Bahn beteiligt sich

Das  Software-Unternehmen Ridecell, das eine Plattform für Carsharing oder Ridesharing Anbieter entwickelt, sammelt fast 30 Mio. Dollar in einer neuen Finanzierungsrunde ein. In Zukunft soll der Fokus auch auf der Software für eine Flotte an autonomen Fahrzeugen sein. Die Runde wurde von Cox Automotive angeführt, mit Beteiligungen von DENSO, Penske, Mitsui und der Deutschen Bahn.

Ridecell als Software-Dienstleister

 

Bei den neuen Investoren handelt es sich auch um strategische Partner: Gemeinsam sollen neue Lösungen entwickelt werden, die einen Mehrwert für Kunden und Flottenbetreiber bieten. Bereiche wie Flottenmanagement, Pannenhilfe oder Fahrzeugkomponenten sollen gemeinsam adressiert werden.

Das Unternehmen betreibt keine Mobility Services in Eigenregie, sondern liefert die Software an Betreiber von entsprechenden Diensten. Automobilhersteller,  Autovermietungen, Verkehrsunternehmen oder Händler können die Software nutzen, um Carsharing oder Ridesharing Dienste anzubieten.

Die Deutsche Bahn ist nach BMW der zweite Investor aus Deutschland, der das Unternehmen unterstützt. Da die Pressemitteilung die anderen Investoren hervorhebt, ist davon auszugehen, dass von der Bahn ein kleines Ticket investiert wurde. Die Bahn ist bereits an der Ridesharing Plattform CleverShuttle beteiligt und baut mit ioki und Flinkster eigene Mobility Services auf.

Interessant ist auch, dass BMW nicht weiter investiert hat. Das könnte darauf hinweisen, dass für das Gemeinschaftsunternehmen mit car2go und moovel die Software-Lösung von Ridecell nicht zum Einsatz kommt.

Ridecell für Industriegelände vorteilhaft

 

Ridecell wurde bereits 2009 gegründet und seit dem Start wurden mehr als 20 Mio. Fahrten über die Plattform vermietet. Das Unternehmen ist in der öffentlichen Wahrnehmung ein starker im Bereich Carsharing. Die Ridesharing Lösung des Unternehmens hat sich noch nicht richtig durchgesetzt. Unter anderem nutzt ReachNow, das Carsharing Angebot von BMW die Lösung von Ridecell in den USA. Außerdem vertrauen Anbieter wie Zity und GIG Carsharing auf die Lösung. Die Ridesharing Lösung kommt eher auf Uni- und Industriegeländen zum Einsatz. Georgia Tech, UC Berkley, UCSF oder 3M betreiben dynamische Shuttle Dienste.

 

Bild: www.roboticsandautomationnews.com/2018/05/31/
(Alle Rechte vorbehalten)