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Übersicht über alle Artikel die auf getmobility.de zum Thema Mobilität und Transportation veröffentlicht werden.

Auto im Abo: Cluno aus München erhält 7 Mio. Euro Finanzierung

Nicht nur Automobilhersteller wie Daimler oder BMW bieten Abo-Modelle als Alternative zum Kauf an, auch Startups werden in dem Bereich akiv. In den USA ist Fair.com vorne mit dabei, an dem Unternehmen ist auch BMW über i Ventures beteiligt. Hier versucht sich das Startup Cluno mit einem vergleichbaren Modell und hat für das Auto im Abo eine Series A Finanzierung erhalten.

Mindestlaufzeit liegt bei 6 Monaten

Die Nutzer können über die Website ein Auto aus unterschiedlichen Kategorien buchen und das Auto so lange fahren, wie sie möchten. Dabei muss das Fahrzeug für mindestens 6 Monate gemietet werden, danach kann es mit einer Frist von 3 Monaten getauscht werden oder der Nutzer steigt komplett aus. Ein Audi A4 Avant ist zum Beispiel für einen monatlichen Preis von 549 Euro zu haben, inklusive Versicherung, Steuern und Wartung. Pro Monat sind 1250 Freikilometer inklusive, die Tankrechnung geht auf den Nutzer. Die Fahrzeuge können abgeholt werden oder werden zu den Kunden nach Hause geliefert. Es sollen Kunden angesprochen werden, die ein Fahrzeug über einen bestimmten Zeitraum dauerhaft zur Verfügung haben wollen, aber sich nicht an einen langfristigen Leasing-Vertrag binden wollen.

Zweites Startup für die Gründer

Für dieses Modell hat das Unternehmen 7 Mio. Euro von Investoren wie Acton Capital Partners und Atlantic Labs erhalten. Hinter Cluno steht das Team um Nico Poletti, das zuvor easyautosale aufgebaut hat und im Jahr 2015 an Autoscout24 verkauft hat.

Auch Hersteller testen das Modell

Zu den Mitbewerbern in Europa gehört das britische Unternehmen Drover, das kürzlich etwa 6.3 Mio. Euro Finanzierung eingesammelt hat und ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgt. Auch das Berliner Startup Vehiculum versucht den Leasing-Markt zu revolutionieren, in dem der Prozess digitalisiert wird und transparenter gestaltet wird. In den USA ist das Unternehmen Fair.com Vorreiter, das Unternehmen hat unter anderem das Leasing-Geschäft von Uber übernommen und ist finanziell gut ausgestattet. Die Hersteller BMW, Mercedes-Benz oder Porsche experimentieren auch mit einem flexibleren Leasing- bzw. Abo-Modell.

Bild: Cluno

Lime arbeitet mit Segway an neuem Elektro-Roller

Das Startup Lime, das bisher unter LimeBike bekannt war, arbeitet mit dem Unternehmen Segway zusammen, um die nächste Generation der Elektro-Roller zu entwickeln. Die Roller sollen trotz rechtlicher Probleme ab Mitte des Monats in San Francisco eingesetzt werden und die bisherige Flotte erweitern.

Neues Modell mit Segway entwickelt

Das neue Modell Lime-S wurde gemeinsam mit Segway entwickelt und fährt etwa 30 kmh. Außerdem sollen die neuen Tretroller mit E-Antrieb durch das Design und die verbesserte Sicherheit überzeugen. Die Beleuchtung wurde erweitert und eine weitere Bremse hinzugefügt. Außerdem wurde die Reichweite verbessert. Bisher kamen die Scooter etwa 35 Kilometer weit, das neue Modell soll eine Reichweite von mehr als 55 km haben. Das Modell ist auf die Bedürfnisse im Sharing-Bereich angepasst und auch robuster als das bisherige Modell, das eher für Endkunden gedacht war.

Die Anbieter von Scooter Sharing Diensten, wie Lime, Bird oder Spin setzen auf die Roller des chinesischen Unternehmens Ninebot, das mittlerweile von Segway übernommen wurde. Ninebot wurde von Sequoia Capital, Xiaomi und ShunWei finanziert. Die Partnerschaf zwischen Lime und Segway ist nicht exklusiv, also können auch Lime Konkurrenten wie Spin oder Bird die Scooter einsetzen.  

Mehr als drei Mio. Fahrten bereits absolviert

In einem Blog Post hat das Unternehmen auch kommuniziert, dass seit dem Start mehr als drei Millionen Fahrten absolviert wurden. Ein Großteil der Fahrten wird in den USA durchgeführt worden sein. Seit ein paar Monaten ist das Unternehmen auch in Europa unterwegs. In Deutschland wurde der Dienst erst in Frankfurt gestartet, vor ein paar Wochen dann auch in Berlin.

Zusatz Bike verschwindet aus dem Firmennamen

Das Unternehmen streicht den Teil Bike aus dem Firmennamen, da mittlerweile weit mehr Dienste angeboten werden. Neben normalen Fahrrädern hat das Unternehmen E-Fahrräder und kleine E-Scooter im Angebot, die eher an elektrisch angetriebene Tretroller erinnern. Der Fokus liegt auf Smart Mobility und auf multimodalem Transport.

Bild: Lime (alle Rechte vorbehalten)

Fahrzeugbau: Didi will eigene Fahrzeuge entwickeln

Die chinesische Mobilitätsplattform Didi Chuxing geht weiter mit hohem Tempo voran. Nachdem die Ride-Sharing Plattform in China erfolgreich aufgebaut wurde und mittlerweile auch international ausgerollt wird, plant das Unternehmen eigene Fahrzeuge zu entwickeln. Bisher werden von den Didi Fahrern Serien-Fahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern eingesetzt, der eigene Fahrzeugbau ist der nächste Schritt.

Auf Shared Mobility ausgelegt

Ein Team an Ingenieuren und Designern wird aufgebaut, um gemeinsam mit etablierten Herstellern unterschiedliche Fahrzeuge zu entwickeln, die für die Fahrdienste eingesetzt werden sollen. Die Fahrzeuge sollen über einen Elektroantrieb oder Hybrid-Antrieb verfügen und auf die Bedürfnisse der Ride-Sharing Kunden abgestimmt sein. Der Endnutzer kauf das Fahrzeug nicht mehr, sondern zahlt nur für die Nutzung. 

Angriff auf bestehende Automobilhersteller

Dieser Schritt von dem chinesischen Unternehmen ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Mobilitätsplattformen wie Uber oder Didi die bisherige Automobilindustrie umkrempeln. Herkömmliche Automobilkonzerne, die sich selbst mehr und mehr als Mobilitätsunternehemen bezeichnen, werden sich darauf einstellen müssen, dass Mobility Services immer mächtiger werden und dass als Folge die Fahrzeugverkäufe an Einzelabnehmer wie Privatpersonen oder Unternehmen abnehmen werden.  Didi möchte mit bestehenden Herstellern zusammenarbeiten, da sie über die Kompetenzen bei der Entwicklung und Produktion der Fahrzeuge verfügen. Neben einer Kooperation mit Volkswagen ist auch ein Joint Venture mit CHJ Automotive geplant.

Car-Sharing Plattform im Aufbau

Didi hat  auf der Autoshow in Peking auch Pläne für die Zusammenarbeite mit 31 Automobilkonzernen und Zulieferern konkretisiert. Gemeinsam sollen Geschäftsmodelle für günstige Car Sharing Angebote entwickelt werden, die zuerst in China ausgerollt werden sollen. Bei Erfolg wird das Unternehmen die Dienste in anderen Ländern ausrollen. Mit dabei sind Unternehmen wie Volkswagen, Renault-Nissan oder Toyota. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Fahrzeugstandards für die Vernetzung der Fahrzeuge, für intelligente Assistenzsysteme und für eine einheitliche Ladeinfrastruktur.

Ambitioniertes Ziel bei Fahrzeugen mit E-Antrieb

Bis 2020 will Didi mehr als 1 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge in der Flotte haben und 2028 sollen es schon 10 Mio. Fahrzeuge mit E-Antrieb sein. Ende letzten Jahres waren 260.000 Elektroautos bei Didi registriert. Nicht nur die Zahl der umweltfreundlichen Fahrzeuge soll wachsen, auch die Nutzer. In den nächsten 10 Jahren sollen die Nutzer auf zwei Milliarden Menschen ansteigen, im Moment sind 450 Mio. Nutzer registriert.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

BMW bezieht LiDAR Sensoren von Innoviz für selbstfahrende Autos

Der Automobilhersteller BMW möchte bis 2021 autonome Fahrzeuge mit Level 3 auf die Straße bringen, in den Jahren darauf sollen Fahrzeuge mit Fähigkeiten auf Level 4 folgen. Für diese Fahrzeuge benötigt BMW LiDAR Sensoren, damit die Umgebung der Fahrzeuge wahrgenommen werden kann. BMW hat bekanntgegeben, dass LiDAR Sensoren und weitere Komponenten von dem Startup Innoviz bezogen werden sollen.

LiDAR steht für Light Detection and Ranging – die Sensoren basieren auf Laserlichtstrahlen, die an Objekten reflektiert werden. So können feste und beweglich Gegenstände identifiziert werden und das autonome Fahrzeug kann seine Route berechnen. Bei ersten autonomen Testfahrzeugen ist der unförmige drehende LiDAR Sensor auf dem Dach aufgefallen.

Handliche Sensoren für die BMW Fahrzeuge

Die Sensoren von Innoviz sind viel kleiner und eine Dachmontage ist auch nicht erforderlich. Die Sensoren können in die Karosserie verbaut werden, um dem Fahrzeug eine Rundumsicht zu ermöglichen, verbaut BMW in den Testfahrzeugen mindestens fünf LiDAR Sensoren. Die Sensoren sollen in das technische Setup integriert werden, das BMW zusammen mit Intel, Mobileye und Aptiv entwickelt. Neben den Sensoren bringt Innoviz auch Technologien für die Objekterkennung, das Tracking von Gegenständen und die Klassifizierung mit ein.

Auch Beteiligung an Blackmore Sensors

Wie zu erwarten, verfolgt BMW bei LiDAR Sensoren mehrere Wege. Erst kürzlich hat sich BMW auch an dem Startup Blackmore Sensors and Analytics beteiligt, die ebenfalls günstigere und handliche LiDAR Sensoren entwickeln. Die Sensoren befinden sich noch relativ am Anfang der technischen Entwicklung, in den nächsten Jahren werden Leistungssprünge und sinkende Kosten erwartet. Da macht es Sinn, dass BMW mehrere Unternehmen beobachtet und testet, um die besten Sensoren für die Fahrzeuge der Zukunft auswählen zu können.

Innoviz von Magna unterstützt

Innoviz hat im letzten Jahr 65 Mio. Dollar an Finanzierung eingesammelt, unter anderem von dem Automobilzulieferer Magna. Innoviz ist nicht die einzige Beteiligung von Magna, die sich mit Technologien für autonomes Fahren befasst. Kürzlich wurde eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen und Magna hat sich mit 200 Mio. Dollar an dem Unternehmen beteiligt. Lyft und Magna wollen gemeinsam autonome Fahrzeuge auf die Straße bringen, die über die Lyft Plattform gerufen werden können. Gut möglich, dass es sich dabei um BMW Fahrzeuge handelt, die mit den von Magna finanzierten Innoviz Sensoren ausgestattet sind. Das Lyft Show Fahrzeug auf der CES war bereits ein aufgerüsteter BMW.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Lightyear sammelt 5 Mio. Euro für Solar-Auto ein

Das Startup Lightyear aus den Niederlanden möchte in den kommenden Jahren ein Solar-Auto auf den Markt bringen, dass die benötigte Energie mittels Solarzellen erzeugt. Dafür hat das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 5 Mio. Euro eingesammelt.

Geld für die Entwicklung

Das Geld soll dafür genutzt werden, um das Solar-Auto zu entwickeln, das 2020 in einer limitierten Serie auf den Markt kommen soll. Die Series A Finanzierung kommt von mehr als 60 Investoren, die an das Unternehmen glauben. Die Runde der Serie A wurde in nur 1.5 Monaten abgeschlossen und das Unternehmen war von der positiven Resonanz der Investoren begeistert. Es wird nicht lange dauern, bis das Unternehmen eine weitere Finanzierungsrunde startet, um Geld für die Produktion einzusammeln. Für die Produktion werden weit mehr als 5 Mio. Euro benötigt.

Exklusives Fahrzeug mit hoher Reichweite

Lightyear entwickelt ein exklusives Fahrzeug mit fünf Sitzplätzen, das über eine hohe Reichweite verfügen soll. Im Gespräch ist eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern mit einer Ladung. Je nach Standort kann das Fahrzeug dank der Solarzellen wochen- oder sogar monatelang ohne Aufladung fahren. Von der Strategie her erinnert das Vorgehen an den Autobauer Tesla. Tesla ist zuerst mit einem exklusiven Modell in den Markt gestartet, Jahre später wurde ein SUV Modell und eine Modell für den Massenmarkt nachgereicht. Ähnliches plant Lightyear, das langfristige Ziel ist die Entwicklung von Elektroautos mit Solarzellen für den Massenmarkt.

Hohe Energieeffizienz als USP

Das Fahrzeug von dem Startup soll sich durch eine hohe Energieeffizienz von den anderen Elektroautos abheben. Die Energieeffizienz soll etwa 3x so hoch sein als bei aktuellen Elektroautos. Die positive Entwicklung wurde durch eine Solar-Elektro-Plattform erreicht, die in den letzten Jahren entwickelt wurde. Der Fokus lag dabei auf dem Re-Design von Fahrwerk, Antriebsstrang und Aerodynamik.

Unterstützung von bekanntem Dienstleister

Bei der Entwicklung des Fahrzeugs erhält das Startup Unterstützung von dem Ingenieursdienstleister EDAG. Der Dienstleister stellt Lightyear in der Entwicklungsphase Ressourcen und Fachwissen zur Verfügung. Der erste Prototyp soll Anfang 2019 fertiggestellt sein. EDAG sieht in Lightyear ein vielversprechendes Mobility Startup, das über innovatives Wissen bei hocheffizienter Fahrzeugtechnik verfügt. Die EDAG hingegen verfüg über viel Erfahrung bei der Automobiltechnik und -produktion und ist ein idealer Partner für das junge Unternehmen aus den Niederlanden.

Bild: Lightyear (alle Rechte vorbehalten)

Alibaba steigt in den Ride-Sharing Markt ein

Der Wettbewerb von Ride-Hailing und Ride-Sharing Anbietern in China lebt wieder auf, nachdem der Markt seit der Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing von letzterem Unternehmen dominiert wurde. In den letzten Wochen hat die E-Commerce Plattform Meituan einen Ride-Sharing Dienst ausgerollt. Jetzt will auch das Alibaba Tochterunternehmen Amap.com mit einem Mitfarhdienst starten.

Ride-Sharing Dienst in Amap integriert

Der Dienst Amap plant in einem nächsten Schritt, einen Fahrdienst zu integrieren, der ähnlich funktionieren soll, wie Didi Chuxing oder vergleichbare Ride-Sharing Apps. Der Service soll in Städte, wie Chengdu oder Wuhan bereits gestartet sein. Für Peking, Shenzhen, Shanghai und weitere Mega-Städte läuft die Recruiting-Maschine bereits.

Vergleichbar mit Waze und Flinc

Der Ansatz von Amap ist vergleichbar mit dem Angebot von Waze Line oder flinc. Der Dienst soll erstmal nicht kommerziell betrieben werden, sprich es werden keine lizenzierten Fahrer benötigt und es sollen keine Profite anfallen. Es könnte sein, dass sich das Unternehmen mit dem Schritt erst positionieren möchte und später in Richtung Kommerzialisierung geht. Amap hat aber auch großes Interesse an den Daten, die mit einem Fahrdienst erhoben werden können und die die Datenbasis des Unternehmens stärken können. Die Daten können von anderen Unternehmen aus dem Alibaba Portfolio genutzt werden, um maßgeschneiderte Werbung und Angebote ausspielen zu können.

AutoNavi von Alibaba gekauft

Hinter Amap.com steht das Unternemen AutoNavi, das von Alibaba vor ein paar Jahren aufgekauft wurde. AutoNavi hat sich darauf fokussiert, Kartendaten zu erstellen und Navigationslösungen anzubieten. Unter anderem liefert das Unternehmen Kartendaten für Google Maps und die Kartenanwendung von Apple. Amap.com ist sozusagen das lokale Pendant zu Google Maps mit mehr als 700 Mio. Nutzern.

Test in kleineren Städten

Auch Meituan versucht einen Ride-Sharing Dienst aufzubauen. Die Plattform Meituan hat den Service in kleineren Städten getestet, bevor der Roll-Out in Shanghai stattgefunden hat. In Peking wartet das Unternehmen noch auf die Freigabe durch die Behörden. Fahrer und Nutzer scheinen es positiv zu sehen, dass das Monopol von Didi Chuxing aufgebrochen wird. Nach dem Start in Shanghai beteuert das Meituan, dass bereits 30 Prozent Marktanteil von Didi abgeworben wurden. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da nicht nachvollziehbar ist, wie der Markanteil erhoben wurde. Außerdem ist davon auszugehen, dass das Unternehmen mit hohen Subventionen für Fahrer und Nutzer hantiert.

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Fahrdienst mit Motorrädern in Afrika: Taxify und Uber starten Services

In Afrika treten die beiden Mobility Plattformen Taxify und Uber gegeneinander an, jetzt haben beide Unternehmen zeitgleich einen Fahrdienst mit Motorrädern gestartet. Der Dienst kann wie gewohnt über die jeweilige App gebucht werden. Uber hat schon in Asien mit einem ähnlichen Dienst experimentiert und ganz am Anfang auch in Paris. Für Taxify ist es der erste Service dieser Art.

Bevorzugtes Transportmittel in Afrika


Bei Taxify heißt der neue Dienst mit Motorrädern schlicht Boda. In Ostafrika werden Motorradtaxis Boda Boda genannt, sie sind häufig das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. Das Unternehmen will mit dem Schritt etwas mehr Ordnung in ein chaotisches System bringen und dafür sorgen, dass die Motorradtaxis leichter zugänglich sind. Die durchschnittliche Anfahrtszeit soll in Nairobi bei unter vier Minuten liegen. Der Fahrpreis für den Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern ist mehr als 50 Prozent günstiger als ein vergleichbarer Dienst mit Autos.

Sicherheit im Fokus

Taxify legt großen Wert auf Sicherheit. Es werden nur Fahrer aufgenommen, die von den lokalen Transport- und Sicherheitsbehörden lizenziert wurden und über drei Jahre Erfahrung haben. Die Motorräder dürfen nicht älter als drei bis vier Jahre sein, um für den Dienst zugelassen zu werden. Die Fahrer werden mit zwei Helmen ausgestattet und einem Headset für die Navigation per Sprachbefehle.

Uber startet in Uganda

Mitbewerber Uber startet seinen Motorraddienst in Uganda. Das Unternehmen hat sich die Hauptstadt Kampala ausgesucht, wo Fahrdienste mit Zweirädern äußerst beliebt sind. Ähnlich wie bei Taxify werden die Fahrer zum Thema Sicherheit geschult und müssen über die nötigen Lizenzen verfügen. Auch von Uber werden die Fahrer mit Helmen und Warnwesten ausgestattet. Zu Beginn startet der Fahrdienst in Kampala mit etwa 100 Fahrern, die Zahl dürfte schnell wachsen. In der Hauptstadt Ugandas waren pro Woche schätzungsweise fast 2 Millionen Fahrten durchgeführt.

Lokale Mitbewerber seit längerem aktiv

Einige lokale Mitbewerber sind mit einem Motorrad-Dienst schon in Afrika aktiv. In Ruanda ist das Startup SafeMotors seit 2015 unterwegs. Ein weiterer lokaler Wettbewerber ist die Smartphone-App SafeBoda, die bereits seit 2014 in Kampala, Uganda aktiv ist. Wie der Name beider Unternehmen schon sagt, wird viel Wert auf Sicherheit gelegt. Die Fahrer müssen erst unterschiedliche Trainings durchlaufen, bevor sie Fahrgäste transportieren dürfen. Außerdem erhalten sie Helme und Warmwesten. Die Smartphones der Fahrer werden genutzt, um Daten über die Bremsvorgänge zu sammeln. Diese werden wiederum genutzt, um die sichere Fahrweise der Fahrer zu fördern.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

BMW i Ventures beteiligt sich an Sensor Startup für autonome Autos

Der Venture Arm BMW i Ventures beteiligt sich an dem Unternehmen Blackmore Sensors und Analytics aus den USA. Das Unternehmen entwickelt Lidar-Sensoren für den Einsatz in den autonomen Fahrzeugen der Zukunft. Insgesamt nimmt das Unternehmen 18 Mio. Dollar in der Series B Finanzierung auf. Neben BMW ist auch mit Toyota AI Ventures ein weitere Automobilhersteller an dem Startup beteiligt.

Lidar Sensoren als Grundlage für autonomes Fahren

Lidar Sensoren sind für autonome Fahrzeuge essentiell, um das Umfeld zu überwachen. Laserstrahlen werden genutzt, um ein möglichst detailliertes Bild zu bekommen und um Gegenstände zu erkennen. Die Sensoren von Blackmore sollen dabei helfen, den Durchbruch bei den Kosten zu schaffen. Bezahlbare Lidar-Systeme sind erforderlich, um günstigere autonome Fahrzeuge zu ermöglichen. Das Unternehmen setzt auf ein FMCW (frequency-modulated continuous wave) Verfahren, das sich von dem der herkömmlichen Lidar-Sensoren unterscheidet. Der Vorteil in den Sensoren von Blackmore liegt darin, dass sowohl Distanz zu als auch Geschwindigkeit von allen Objekten bestimmt werden kann. Das erzeugt mehr Daten, die von den Fahrzeugen für eine sichere Navigation genutzt werden kann. Neben den Sensoren stellt das Unternehmen auch die Software und die Analytics Lösung den Kunden zur Verfügung.

Produktion soll erweitert werden

Mit dem frischen Geld will das Unternehmen die Produktion der Sensoren weiter ausbauen, um den Bedarf für den Einsatz in Assistenzsystemen und autonomen Fahrzeugen bedienen zu können.

BMW hält mit der Investition in Blackmore Sensors weiterhin das Tempo hoch. Erst kürzlich wurde bekanntgegeben, dass sich BMW über i Ventures an dem Startup May Mobility beteiligt hat. May Mobility entwickelt ähnlich wie EasyMile oder Navya kleine autonome Shuttles, die zuerst auf Industrie- und Campus Arealen eingesetzt werden sollen und später dann im öffentlichen Verkehr.

Bild: Blackmore Sensors (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Uber soll Systeme an Toyota verkaufen

Die Fahrdienstplattform Uber wird damit beginnen, die Systeme für autonome Autos an Interessenten wie Automobilhersteller zu verkaufen. Uber ist mit dem japanischen Konzerne Toyota im Gespräch, Toyota möchte die Systeme von Uber einkaufen. Es war abzusehen, dass Uber nicht nur Fahrzeuge für die eigene Plattform mit den Systeme ausstatten wird, sonder auch daran interessiert ist, als Zuliefere aufzutreten.

Toyota will Systeme in Minivans einsetzen

Toyota soll daran interessiert sein, die Systeme von Uber für MiniVans zu nutzen. Die hochrangigen Toyota Manager Shigeki Tomoyama und Gill Pratt sollen sich mit dem Uber CEO Dara Khosrowshahi in Pittsburgh getroffen haben, um den Deal zu besprechen. Fraglich ist, ob Toyota nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Uber-SUV an den Plänen festhält.

Autonome Autos werden in Pittsburgh entwickelt

In Pittsburgh betreibt Uber sein Forschungszentrum für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Toyota kann sich trotz eigener Forschung und Entwicklung im Bereich autonomes Fahren den Zukauf von passenden Systemen vorstellen. Erst kürzlich wurden Pläne bekannt, dass mehr als zwei Milliarden Dollar in ein Forschungszentrum investiert werden sollen.

Uber rüstet schon jetzt Fahrzeuge auf

Uber hat Erfahrung damit, die eigenen Systeme für autonomes Fahren in Serienfahrzeuge zu verbauen. Die Flotte von Uber besteht aus serienmäßigen Volvo SUVs, die von Uber aufgerüstet werden. Außerdem wurde eine Absichtserklärung mit Volvo unterzeichnet, um mehr als 24.000 XC90 SUVs zu für den Einsatz auf der Uber Plattform aufzurüsten.

Strategie erinnert an Waymo und Fiat Chrysler

Die Strategie von Toyota und Uber erinnert an das Vorgehen von Waymo in den USA. Das Schwesterunternehmen von Google bestückt Minivans des Herstellers Fiat Chrysler mit Sensoren, Rechnern und Software und setzt diese in Arizona und Kalifornien ein. Uber ist auch nicht das einzige Unternehmen, dass sich als Zulieferer für Systeme für autonome Fahrzeuge positionieren wird. Zu den Konkurrenten gehören Waymo, Aptiv und Aurora. Auch das Konsortium rund um BMW und Intel will später die Systeme für selbstfahrende Autos an andere Hersteller verkaufen.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Waymo baut mit Honda ein autonomes Fahrzeug

Die beiden Unternehmen Honda und Waymo sprechen schon seit Ende 2016 über eine mögliche Partnerschaft, jetzt scheinen die Gespräche kurz vor dem Abschluss zu stehen. Beide Unternehmen wollen zusammenarbeiten, um ein Fahrzeug für den Personentransport und die Auslieferung von Waren auf die Straße zu bringen.

Eigenes Fahrzeug mit Fokus auf Logistik

Es ist nicht die einzige Besonderheit, dass sich beide Unternehmen mehr auf Logistik auf der letzten Meile fokussieren und weniger auf die Beförderung von Personen. Äußerungen von Waymo Chef Krafcik lassen auch vermuten, dass Waymo erstmals in den Design- und Entwicklungsprozess mit einsteigt. Bisher wurden bestehende Serienfahrzeuge aufgerüstet, mit Honda will Waymo ein neues Fahrzeug kreieren.

Waymo will nicht nur Zulieferer sein

Die Partnerschaft wäre ein Indiz dafür, dass Waymo nicht nur als Zulieferer für die Automobilindustrie und als Betreiber von Ride-Sharing Diensten auftreten möchte, sondern weitreichendere Ambitionen hat. Der Schritt, dass Waymo in die Entwicklung von neuen Fahrzeugen einteigt, ist ein weiteres alarmierendes Zeichen für die bestehende Automobilindustrie, dass sich der Wettbewerb in den kommenden Jahren stark verändern wird.

Waymo arbeitet an autonomen LKWs für die Langstrecke. Kürzlich wurde verkündet, dass erste Fahrzeuge in der Gegend um Atlanta unterwegs sein werden, um Waren zwischen unterschiedlichen Google-Standorten zu transportieren. Die LKWs für die Langstrecke und der Service für die letzte Meile würden sich gut zu einer Komplettlösung zusammenfügen.

Kooperation mit Automobilherstellern

Waymo arbeitet schon mit den Herstellern Jaguar Land Rover und Fiat Chrysler zusammen. Mit Jaguar hat das Schwesterunternehmen von Google eine Vereinbarung über die Lieferung von 20.000 I-Pace Elektro-SUVs geschlossen, die mit der Technik von Waymo ausgestattet werden sollen. Ziel ist es, einen Fahrservice im Premium-Segment anbieten zu können. Von Fiat Chrysler bezieht Waymo Pacifica Minivans und stattet sie mit Technik für autonomes Fahren aus. Die Fahrzeuge sind bereits in Arizona im Einsatz und bilden die Grundlage für den Standard-Fahrservice, der demnächst kommerziell starten soll.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)