Archiv der Kategorie: Carsharing

Peer-to-Peer Carsharing: MINI Sharing startet in Spanien

Vor mehreren Jahren wurden die ersten Details über die Peer-to-Peer Carsharing Pläne der BMW Marke MINI bekannt, jetzt kommt es auch zur operativen Umsetzung. In der spanischen Hauptstadt Madrid wird ein Pilotprojekt gestartet, bei dem MINI-Besitzer ihr Fahrzeug im MINI Sharing Programm an Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen vermieten können.

Testlauf mit 500 Fahrzeugen in Madrid

Der Testlauf für das Peer-to-Peer Carsharing ist für eine Flotte von 500 Fahrzeugen ausgelegt. Die Besitzer aktueller MINI Modelle können daran teilnehmen, wenn ihr Fahrzeug nach März 2018 produziert wurde und über das MINI Sharing Modul verfügt. Das Telematik-Modul ist entweder von Werk aus mit dabei oder kann auch nachgerüstet werde. Das Telematik-Modul ist Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug per App geöffnet und gestartet werden kann.

Teil der CASE Unternehmensstrategie

Das Projekt in Madrid ist ein Teil der Unternehmensstrategie NUMBER ONE > NEXT der BMW Group. Dort sind Mobilitätsdienstleistungen als ein Zukunftsfeld definiert, das im Rahmen der Strategie forciert werden soll. Mit dem Test in Spanien sollen wichtige Erkenntnisse für den weltweiten Ausbau von Sharing Economy Aktivitäten von MINI und bestimmt auch den anderen BMW Marken gesammelt werden.

Abrechnung nach gefahrenen Kilometern

Im Vergleich zu den Peer-to-Peer Carsharing Plattformen wie Drivy oder Turo gibt es ein paar Einschränkungen. Die Fahrzeuge können nicht der gesamten Plattform zur Verfügung gestellt werden, sondern nur einem limitierten Kreis von maximal zehn Personen. Die Verfügbarkeit des Fahrzeugs wird in einer Kalenderfunktion in der App angezeigt. Die Vermittlung der Vermietungen findet über die App statt, jede normale Anfrage muss vom Fahrzeugbesitzer noch mal bestätigt werden. Der MINI Besitzer kann VIP-Nutzer definieren, die das Fahrzeug ohne vorherige Bestätigung buchen können. Die Smartphone-App dient als Fahrzeugschlüssel, die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und MINI ermöglicht es, die Fahrzeugtüren zu öffnen und per Druck auf den Start-/Stopp-Toggle den Motor zu starten.

Beim Pricing hat MINI Sharing eine Kilometerpauschale von 0.30 Euro pro gefahrenen Kilometer gewählt. Auch hier unterscheidet sich das Angebot von herkömmlichen Peer-to-Peer Carsharing Plattformen, die üblicherweise über eine Stunden- oder Tagespauschale abrechen. Die Versicherung kann durch den Fahrzeugbesitzer unkomplizierter erweitert werden, damit auch die am MINI Sharing Programm teilnehmenden Zusatzfahrer versichert sind.

Junge und offene Marke der BMW Group

MINI ist die Marke der BMW Group, die eine junge, kommunikative und offene Zielgruppe anspricht. Deswegen eignet sich die Marke auch gut, Sharing Economy Angebote zu testen. Die MINI Fahrzeuge werden auch im großen Stil im free-floating Carsharing Angebot DriveNow und ReachNow eingesetzt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Fahrzeugbau: Didi will eigene Fahrzeuge entwickeln

Die chinesische Mobilitätsplattform Didi Chuxing geht weiter mit hohem Tempo voran. Nachdem die Ride-Sharing Plattform in China erfolgreich aufgebaut wurde und mittlerweile auch international ausgerollt wird, plant das Unternehmen eigene Fahrzeuge zu entwickeln. Bisher werden von den Didi Fahrern Serien-Fahrzeuge von unterschiedlichen Herstellern eingesetzt, der eigene Fahrzeugbau ist der nächste Schritt.

Auf Shared Mobility ausgelegt

Ein Team an Ingenieuren und Designern wird aufgebaut, um gemeinsam mit etablierten Herstellern unterschiedliche Fahrzeuge zu entwickeln, die für die Fahrdienste eingesetzt werden sollen. Die Fahrzeuge sollen über einen Elektroantrieb oder Hybrid-Antrieb verfügen und auf die Bedürfnisse der Ride-Sharing Kunden abgestimmt sein. Der Endnutzer kauf das Fahrzeug nicht mehr, sondern zahlt nur für die Nutzung. 

Angriff auf bestehende Automobilhersteller

Dieser Schritt von dem chinesischen Unternehmen ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Mobilitätsplattformen wie Uber oder Didi die bisherige Automobilindustrie umkrempeln. Herkömmliche Automobilkonzerne, die sich selbst mehr und mehr als Mobilitätsunternehemen bezeichnen, werden sich darauf einstellen müssen, dass Mobility Services immer mächtiger werden und dass als Folge die Fahrzeugverkäufe an Einzelabnehmer wie Privatpersonen oder Unternehmen abnehmen werden.  Didi möchte mit bestehenden Herstellern zusammenarbeiten, da sie über die Kompetenzen bei der Entwicklung und Produktion der Fahrzeuge verfügen. Neben einer Kooperation mit Volkswagen ist auch ein Joint Venture mit CHJ Automotive geplant.

Car-Sharing Plattform im Aufbau

Didi hat  auf der Autoshow in Peking auch Pläne für die Zusammenarbeite mit 31 Automobilkonzernen und Zulieferern konkretisiert. Gemeinsam sollen Geschäftsmodelle für günstige Car Sharing Angebote entwickelt werden, die zuerst in China ausgerollt werden sollen. Bei Erfolg wird das Unternehmen die Dienste in anderen Ländern ausrollen. Mit dabei sind Unternehmen wie Volkswagen, Renault-Nissan oder Toyota. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Fahrzeugstandards für die Vernetzung der Fahrzeuge, für intelligente Assistenzsysteme und für eine einheitliche Ladeinfrastruktur.

Ambitioniertes Ziel bei Fahrzeugen mit E-Antrieb

Bis 2020 will Didi mehr als 1 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge in der Flotte haben und 2028 sollen es schon 10 Mio. Fahrzeuge mit E-Antrieb sein. Ende letzten Jahres waren 260.000 Elektroautos bei Didi registriert. Nicht nur die Zahl der umweltfreundlichen Fahrzeuge soll wachsen, auch die Nutzer. In den nächsten 10 Jahren sollen die Nutzer auf zwei Milliarden Menschen ansteigen, im Moment sind 450 Mio. Nutzer registriert.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen und Didi planen in China ein Ride-Hailing Joint Venture

In China bahnt sich eine Kooperation zwischen dem Automobilkonzern Volkswagen und der Mobilitätsplattform Didi Chuxing an. Damit würden sich zwei Giganten zusammenschließen, Volkswagen verkauft weltweit die meisten Autos und Didi ist eine global führende Mobilitätsplattform, die von Bike-Sharing über Car-Sharing bis hin zu Ride-Pooling eine ganze Palette an Diensten anbietet. Beide Unternehmen wollen gemeinsam Mobilitätsdienste aufbauen und den gegenseitigen Zugriff auf wichtige Technologien sichern. Der Deal könnte bereits in den kommenden Wochen offiziell bekannt gegeben werden.

Die genauen Details der Kooperation sind noch nicht besiegelt, einige Punkte wurden aber schon von Vertretern von Didi und Volkswagen in den Raum geworfen. Volkswagen interessiert sich aber an den Mobiltiy Services und den Einsatzmöglichkeiten für autonome Fahrzeuge in China. Didi sieht zuerst den größten Mehrwert beim Aufbau einer gemeinsamen Flotte an Fahrzeugen, die von Volkswagen betrieben wird. Später sollen gemeinsam Fahrzeuge für den Ride-Sharing Einsatz entwickelt und von Volkswagen gebaut werden und Wege geschaffen werden, die autonome Fahrzeuge gewartet und repariert werden. Volkswagen wird am Anfang 40 Prozent an dem Joint Venture halten und sich die Möglichkeit offen halten, später weitere 10 Prozent zu übernehmen.

100.000 Fahrzeuge von Volkswagen

In einem ersten Schritt wird Volkswagen eine Flotte von 100.000 Fahrzeugen für Didi zur Verfügung stellen und Technologien für autonomes Fahren und Elektrofahrzeuge mit in das gemeinsame Unternehmen einbringen. Volkswagen wird auch die Flotte betreuen und das operative Management übernehmen. An dem bestehenden Mobility Services wie Ride-Sharing oder Car-Sharing wird Volkswagen nicht beteiligt. Der Automobilkonzern soll einen Teil des Umsatzes abbekommen, der mit den Fahrzeugen erwirtschaftet wird.

Fehlende Fahrer und Fahrzeuge als Herausforderung

Fehlende Fahrer und Fahrzeuge sind im Moment eine der größten Herausforderungen für Didi in China. Die Kooperation mit Volkswagen wird dabei helfen, die Situation bei den Fahrzeugen etwas zu entspannen. Ob die Fahrzeuge für das Carsharing Angebot vorgesehen sind oder an Ride-Sharing Fahrer vermietet werden sollen, ist nicht bekannt. In den letzten Wochen hat Didi mehrere Initiativen gestartet, um Fahrzeuge für den Ride-Sharing Einsatz zu entwickeln.

Spezielle Fahrzeuge geplant

Bisheriger Fahrzeuge sind häufig wegen der Größe, Innenausstattung und Motorisierung nicht ideal für den Ride-Sharing Einsatz in Innenstädten. In China fahren zum Beispiel 80 Prozent der Ride-Sharing Fahrgäste alleine und benötigen kein Fahrzeug mit vier Sitzplätzen. Auch die Motorisierung bestehender Fahrzeuge ist überdimensioniert. Im Ride-Sharing Bereich werden keine Fahrzeuge benötigt, die bis zu 250 kmh fahren, da sie viel langsamer unterwegs sind. Speziell entwickelte Fahrzeuge können günstiger in der Herstellung sein und die Raumnutzung besser auf den Ride-Sharing Nutzen abgestimmt sein. Im Logistikbereich ist die Deutsche Post mit dem StreetScooter einen ähnlichen Weg gegangen. Da kein Hersteller bereit war, Elektrofahrzeuge für den Use-Case der Post zu entwickeln, wurden kurzerhand eigene Fahrzeuge mit minimaler Ausstattung entwickelt.

Automobilindustrie im Umbruch

Die Kooperation von Volkswagen und Didi ist ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die bisherige Automobilkonzerne auf ein anderes Business Modell einstellen müssen und sich auch langsam darauf vorreiten. In China werde Fahrdienste immer beliebter und es gibt erste Zeichen, dass der Verkauf von Fahrzeugen an Privatpersonen rückläufig ist. Dieser Trend ist alarmierend für Automobilhersteller und zwingt diese zum Umdenken. Der Zugriff auf Daten wird immer wichtiger, um zu wissen, was die Kunden erwarten und wie sie sich fortbewegen. Didi hat in den letzten Jahren jede Menge Daten über das Mobilitäsverhalten in China gesammelt, da jeden Tage mehr als 3 Mio. Fahrten über die Didi Plattform abgewickelt werden. Durch das Joint Venture erhofft sich Volkswagen Einblicke in diesen Datenschatz.

Lokale Partner sicher Zugang und Wissen

Internationale Automobilkonzerne, die auf dem chinesischen Markt Fahrzeuge verkaufen wollten, haben bisher einen lokalen Partner benötigt. Auch wenn diese Regelung jetzt wegfällt, halten internationale Unternehmen noch an dem Joint-Venture Modell fest, um den chinesischen Markt bessere verstehen zu können und um bessere Chancen auf dem Markt zu haben.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Alibaba steigt in den Ride-Sharing Markt ein

Der Wettbewerb von Ride-Hailing und Ride-Sharing Anbietern in China lebt wieder auf, nachdem der Markt seit der Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing von letzterem Unternehmen dominiert wurde. In den letzten Wochen hat die E-Commerce Plattform Meituan einen Ride-Sharing Dienst ausgerollt. Jetzt will auch das Alibaba Tochterunternehmen Amap.com mit einem Mitfarhdienst starten.

Ride-Sharing Dienst in Amap integriert

Der Dienst Amap plant in einem nächsten Schritt, einen Fahrdienst zu integrieren, der ähnlich funktionieren soll, wie Didi Chuxing oder vergleichbare Ride-Sharing Apps. Der Service soll in Städte, wie Chengdu oder Wuhan bereits gestartet sein. Für Peking, Shenzhen, Shanghai und weitere Mega-Städte läuft die Recruiting-Maschine bereits.

Vergleichbar mit Waze und Flinc

Der Ansatz von Amap ist vergleichbar mit dem Angebot von Waze Line oder flinc. Der Dienst soll erstmal nicht kommerziell betrieben werden, sprich es werden keine lizenzierten Fahrer benötigt und es sollen keine Profite anfallen. Es könnte sein, dass sich das Unternehmen mit dem Schritt erst positionieren möchte und später in Richtung Kommerzialisierung geht. Amap hat aber auch großes Interesse an den Daten, die mit einem Fahrdienst erhoben werden können und die die Datenbasis des Unternehmens stärken können. Die Daten können von anderen Unternehmen aus dem Alibaba Portfolio genutzt werden, um maßgeschneiderte Werbung und Angebote ausspielen zu können.

AutoNavi von Alibaba gekauft

Hinter Amap.com steht das Unternemen AutoNavi, das von Alibaba vor ein paar Jahren aufgekauft wurde. AutoNavi hat sich darauf fokussiert, Kartendaten zu erstellen und Navigationslösungen anzubieten. Unter anderem liefert das Unternehmen Kartendaten für Google Maps und die Kartenanwendung von Apple. Amap.com ist sozusagen das lokale Pendant zu Google Maps mit mehr als 700 Mio. Nutzern.

Test in kleineren Städten

Auch Meituan versucht einen Ride-Sharing Dienst aufzubauen. Die Plattform Meituan hat den Service in kleineren Städten getestet, bevor der Roll-Out in Shanghai stattgefunden hat. In Peking wartet das Unternehmen noch auf die Freigabe durch die Behörden. Fahrer und Nutzer scheinen es positiv zu sehen, dass das Monopol von Didi Chuxing aufgebrochen wird. Nach dem Start in Shanghai beteuert das Meituan, dass bereits 30 Prozent Marktanteil von Didi abgeworben wurden. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da nicht nachvollziehbar ist, wie der Markanteil erhoben wurde. Außerdem ist davon auszugehen, dass das Unternehmen mit hohen Subventionen für Fahrer und Nutzer hantiert.

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Münchner sind bereit, sich von ihrem Fahrzeug zu trennen – sofern Alternativen verfügbar sind

Eine Studie, die von dem Carsharing-Anbieter Oply in Auftrag gegeben wurde, gibt ein Indiz dafür, dass eine steigende Anzahl an Münchner Autobesitzer bereit ist, auf das eigene Auto zu verzichten. Voraussetzung ist, dass vergleichbare Alternativen vorhanden sind und die Umstände stimmen.

Alternativen als Voraussetzung

Insgesamt wurden 1727 Menschen durch ein Marktforschungsunternehmen befragt, 517 davon in München. Über 64 Prozent der befragten Personen in München sind bereit, sich von ihrem eigenen Auto zu trennen, sofern passende Alternativen wie ÖPNV, Carhsharing oder Ride-Sharing vorhanden sind. Der Schnitt deutschlandweit liegt laut der Studie bei etwa 52 Prozent. In der Stunde gaben etwa 70 Prozent der befragten Personen in München an, dass eine gute Abdeckung mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln vorhanden sein muss, damit das eigene Fahrzeug abgeschafft wird. Etwa 60 Prozent der Münchner geben an, dass die Angebotssituation so gut werden muss, damit sich ein eigenes Auto nicht mehr rentiert.

Höhere Wechselbereitschaft in der Innenstadt

In Innenstadtlagen ist die Wechselbereitschaft erwartungsgemäß höher. Die Parkplatzsituation ist angespannter und das Angebot an Alternatives ist mit am höchsten. Fast 40 Prozent der Fahrzeug Besitzer gaben, dass sie ihr eigenes Auto selten bis ab und zu nutzen. Über 3/4 der Autobesitzer, die in der Innenstadt wohnen, können sich vorstellen, dass Sie sich von ihrem Fahrzeug trennen könnten. Dieser Trend dürfte nicht nur für München zutreffen, sondern auch für Städte wie Hamburg oder Berlin.

Viel Potential in den meisten Städten

Kostengünstige und einfach verfügbare Alternativen zum eigenen Auto fehlen in den meisten Großstädten in Deutschland zur Zeit noch. Für die Nutzer ist es wichtig, dass innerhalb von wenigen Minuten ein Car-Sharing-Fahrzeug zu Fuß erreichbar ist oder ein Ride-Sharing-Fahrzeug vorbei kommt. Teilweise werden diese auch durch veraltete Vorschriften und konservativ eingestellte Verkehrsunternehmen ausgebremst. Hier ist dringend Handlungsbedarf erforderlich, damit die Bewohner der Städte ihr eigenes Fahrzeug abschaffen.

Bild: Oply (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Services: BMW startet Abo-Modell in den USA

Der Automobilhersteller BMW spring auf den Zug der Hersteller auf, die ein Abo-Modell für ihre Fahrzeuge anbieten. Neben BMW haben die Hersteller Mercedes-Benz und Porsche schon ähnliche Angebote im Programm. Damit sollen Nutzer angesprochen werden, die ein Auto individuell nutzen möchten aber nicht kaufen oder über einen langen Zeitraum leasen möchten.

ACCESS by BMW wird in Nashville angeboten

Der App-basierte Dienst wird in Nashville zuerst getestet. Danach möchte BMW entscheiden, ob der Dienst auch in andere Regionen und Länder ausgerollt wird. Für eine Gebührt von 2000 US Dollar im Monat haben die Abonnenten Zugriff auf die Fahrzeuge wie den BMW X5 und die Limousinen aus der 4er- und 5er-Serie. Für einen Betrag von 3.700 US Dollar im Monat können auch die Sportmodelle M4, M5, M6 Cabrio, X5M und X6M genutzt werden. In der Gebühr ist Versicherung, Wartung und Pannenservice inklusive. Laut Bloomberg ist der monatliche Preis um das Dreifache höher, als die vergleichbare Leasing-Rate. Die Preise sind vergleichbar mit den monatlichen Raten für das Porsche Passport Programm.

Geschäft soll schnell profitabel sein

Die BMW Händler gehen davon aus, dass sie von den Kunden, die über genügend Geld für die hochpreisigen Modelle haben, mehr lernen können. Das Ziel ist, ein profitables Geschäftsmodell aufzubauen, das sich selber trägt und nicht über Jahre Verluste einfährt. Es sollen Nutzer angesprochen werden, die sich nicht langfristig an ein Fahrzeug oder einen Leasing-Vertrag binden wollen.

Ähnlich wie bei Mercedes-Benz oder General Motors kann der BMW Kunde den Fahrzeugwechsel und das Abo über eine App verwalten. Nach dem das Fahrzeug angefragt wurde, wird es von einem BMW Concierge Dienst an den Kunden geliefert. Anders als bei Mercedes-Benz existiert keine Limitierung bei der Anzahl der Fahrzeugwechsel pro Monat.

Mit Partnerschaften zum Ziel

BMW Financial Services kümmert sich um die finanziellen Bestandteile des Programms, die lokalen Händler werden die Fahrzeuge warten, reinigen und an die Kunden ausliefern. Das Unternehmen Clutch Technologies wird die App zur Verfügung stellen, über die das Programm abgewickelt wird. Auch Porsches Passport Programm wird durch Clutch Technologies ermöglicht.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsplattform: Uber setzt zusätzlich auf Bike Sharing, Carsharing und ÖPNV

Uber entwickelt sich weiter in Richtung umfassende Mobilitätsplattform. Auf einer Veranstaltung in Washington D.C. hat der Uber Chef Dara Khosrowshahi angekündigt, dass Uber eine Reihe von Mobilitätsdiensten in die App integrieren wird. Außerdem werden erhobene Daten über das Verkehrsverhalten und die Parkraumnutzung mit den Städten geteilt. Ziel ist den privaten PKW Besitzt zu reduzieren, auch wenn dadurch Ride-Sharing Fahren der Plattform kanibalilisiert werden.

Bike Sharing via JUMP

Uber wird mit der Integration von Carsharing Dienste, Bike Sharing und die Verknüpfung mit dem ÖPNV zu einer umfassenden Mobilitätsplattform. Die neuen Angebote werden nicht selbst aufgebaut, sondern entstehen durch Partnerschaften. In den vergangen Tagen wurde bekannt, dass Uber den Bike-Sharing Dienst JUMP für fast 200 Mio. Dollar übernommen hat. JUMP wird die Grundlage der des Bike-Sharing Angebots bei Uber werden. Bisher wurden die Räder nur in San Francisco unter dem Namen Uber Bike in der App angezeigt, jetzt kommt Washington D.C. dazu.

Peer-2-Peer Carsharing auch für Nutzer

Im Bereich Carsharing arbeitet Uber mit der Peer-2-Peer Carsharing Plattform Getaround zusammen. In San Francisco können die Nutzer über die Uber App die Fahrzeuge von Getaround mieten. Der neue Dienst soll Uber Rent genannt werden und bei Erfolg in weiteren Städten in den USA ausgerollt werden. Uber und Getaround arbeiten schon länger zusammen, um interessierte Fahrer mit Fahrzeugen zu versorgen. Jetzt wird das Angebot auch den Nutzern zugänglich gemacht. Mit der Integration von Carsharing folgt Uber den Konkurrenten aus Asien, die bereits mit einem ähnlichen Modell experimentieren. Ob Uber Carsharing auch in anderen Ländern plant, ist noch nicht bekannt.

Tickets für den ÖPNV über die Uber App

Um sich enger mit dem ÖPNV zu verknüpfen, hat sich Uber mit dem Startup Masabi zusammengetan. Masabi entwickelt Lösungen für mobiles Ticketing für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die beiden Unternehmen arbeiten noch an den Details der Kooperation und an den Märkten, die zuerst angefangen werden sollen. Prinzipiell ist das Ziel, dass in der Uber-App Tickets für den ÖPNV gekauft werden können. Gut möglich, dass Uber den Ticketpreis mit dem Fahrpreis für die Uber-Fahrt verrechnet, falls die Nutzer Uber und ÖPNV auf einer Strecke nutzen.

Auf einer Goldman Sachs Konferenz hat Uber CEO Khosrowshahi angekündigt, dass sich das Unternehmen mit dem ÖPNV verbinden wird und dass sich die Uber App zu einer Plattform für Mobilitäts- und Transportdienste entwickeln wird. Jetzt fängt das Unternehmen an, erste Ergebnis dieser Strategie zu liefern.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Branchentreffen zur Zukunft der Mobilität: Wo Konstantin Sixt seine Mobilitätsplattform vorstellt

Das Hamburger Startup Wunder veranstaltet regelmäßig ein AutoTech Meetup, das nächste findet die dritte Ausführung statt.
Bei dem Branchentreffen stehen Vernetzung, strategische Kooperationen und die Zukunft der Mobilität im Fokus. 100 Entscheider von Automobilherstellern, Zulieferern, Transportunternehmen, Versicherungen, ÖPNV Anbietern, Startup Gründer und Forschungseinrichtungen folgen der persönlichen Einladung und diskutierten gemeinsam die Zukunft der Mobilität und wie Deutschland nicht nur dranbleibt, sondern vorweg geht.
Wunder Carpool, eines der unabhängigen Mobilitätsstartups in Deutschland, läd vierteljährlich zum Branchentreffen der etwas anderen Art im Unternehmenssitz in der Hamburger Hafencity. Statt Modellpräsentationen und Podiumsgespräche gibt es provokante Thesen und lebhafte Diskussionen über die Zukunft der Mobilität.
Zum dritten AutoTech Meetup gibt Konstantin Sixt Einblicke in die Mobilitätsstrategie der Sixt Gruppe. Es ist zu erwarten, dass sich die Strategie nach dem Ausstieg bei DriveNow verändern wird. Carlo Iacovini von Local Motors wird den Autonomen Bus Olli vorstellen und das Startup High Mobility erklärt seine Zukunftsvision der Connected Car API, die u.a. von Mercedes Benz benutzt wird.

Wunder vernetzt die Europäische AutoTech Szene

„Mit dem Meetup wollen wir einen zentralen Beitrag zur Vernetzung innerhalb der Branche leisten“, sagt Gunnar Froh, Gründer und CEO von Wunder Carpool. „Die Zukunft der deutschen Automobilindustrie liegt in der Zusammenarbeit, davon sind wir überzeugt –weder werden Technologie-Startups wie wir zu Autobauern, noch werden die Automobilkonzerne ohne weiteres zu Technologieunternehmen.“

Wunder Carpool arbeitet als Technologiepartner mit verschiedenen Automobilherstellern und Zulieferern zusammen. Zudem ist das Startup mit seiner Carpooling-Plattform in fünf Millionenstädten mit hohem Verkehrsaufkommen in Schwellenländern aktiv und mit bisher zwei Millionen durchgeführten Fahrten eine der weltweit führenden Plattformen für urbanes Carpooling.

Teilnehmer kommen aus Führungskreisen von Mobilitätsunternehmen und Startups


„Mobilität steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Es entstehen fast wöchentlich neue Produkte und Angebote. Als Deutsche Bahn stehen wir mit allen Chancen und Risiken im Zentrum dieser Entwicklung“, sagt Kalle Greven, Beauftragter der Geschäftsführung Neues Geschäftsmodell bei der Deutschen Bahn. „Der Austausch und die Vernetzung mit Startups und Corporates aus der Mobilitäts- und Tech-Branche ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Auf dem Wunder AutoTech Meetup habe ich spannende Impulse bekommen und es sind vielversprechende neue Kontakte entstanden.“„Die Veränderungen in der Mobilität sind tiefgreifender und komplexer als viele noch vor wenigen Jahren gedacht haben“, sagt Paulin Demethon von Drivy. „Es gibt schon heute ein breites Spektrum an neuen Produkten und Anbietern und wir gehen davon aus, dass dies nur der Anfang ist.“
Folgende Unternehmen und Startups haben sich bereits für das kommende Meetup angemeldet:

Big players: Audi, Moovel /Daimler Buses/ Daimler, Volkswagen / MOIA, Sixt/ MyDriver, ioki/ Deutsche Bahn, Allianz Automotive, Munich RE, MyTaxi, Hamburg Hochbahn, Röchling, Hafencity GmbH, Local Motors, Hamburg Logistik, Marubeni, Bosch, Hamburg Logistik, UBER, DriveNow, Liil Ventures, Paravan GmbH, Fraunhofer IAO

Startups:

Ubeeqo, Commodule, Gett, Drover, Unu Motors, TravelCar, Drivy, High Mobility, Cargonexx, Kroschke Digital, Clevershuttle, Better Taxi, MVMANT, re2you GmbH, 25ways GmbH, Less.com, Emmy Sharing, Best Mile, MLove, Carledo, TaxiStartup, Voltlines, Enway, GetAWay, Urban Elektric, Kabee, Teraki, Spring Mobility
Die letzten verbleibenden Plätze können sich Interessenten gerne über die Website sichern.
Bild: Wunder Carpool (alle Rechte vorbehalten)

Neuer Car-Sharing Dienst Oply startet in München

Trotz der der Stärke von DriveNow und car2go traut sich ein neuer Car-Sharing Dienst auf die Straßen in München. In einem ersten Schritt werden in München 100 Fahrzeuge von dem Unternehmen Oply bereitgestellt. Eine Expansion in weitere Städte soll im Laufe des Jahres erfolgen. Gesteuert wird Oply von dem luxemburgischen Mobilitätsanbieter ExaMotive, hinter dem der früherer CiteeCar COO Mauro Mariani steht. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem von chinesische Investoren, darunter der Automobilkonzern SAIC sowie das Investmentunternehmen Sailing Capital. Die deutsche GmbH wir von Katharina Wagner geführt, die zuvor bei car2go in leitender Position tätig gewesen ist.

Mischung aus free-floating und stationsbasiert

Vom Konzept her ist Oply Car-Sharing eine Mischung aus free-floating und stationsbasiert. Die Fahrzeuge sind jeweils einer bestimmten Nachbarschaft zugeordnet, wo sie nach der Mieter wieder zurückgebracht werden. Die Zonen sind in der Regel 500 x 500 Meter groß. Das sorgt für ein geringes Level an Flexibilität für den Nutzer und für den Anbieter werden kostspielige Re-Positionierungen der Fahrzeuge vermieden.

Flotte von Sportwagen bis Transporter

In München steht eine Flotte aus Ford Fiesta, Ford Focus Kombi, Mazda MX5 und Renault Trafic Fahrzeugen zur Verfügung. Die unterschiedlichen Kategorien von Sportwagen bis hin zu Transporter ermöglichen aus Nutzersicht schon mal mehr Flexibilität als bei den meisten Mitbewerbern.

Zwei Preismodelle für Kurz- und Langzeitmiete

Bei den Preisen bietet das Car-Sharing Unternehmen zwei unterschiedliche Kategorien. In dem Preis sind Bestandteile wie Reinigung, Versicherung und teilweise auch Benzin bereits enthalten.

In der Kategorie FLEX zahlt der Nutzer eine Mietgebühr pro Stunde. Je nach Fahrzeugklasse sind die Preise unterschiedlich. Die City & Family Fahrzeuge kosten bei 6 Euro / Stunde, ein Transporter ist für 9 Euro / Stunde zu haben.

Mit der Kategorie PLAN werden Nutzer angesprochen, wie über einen längeren Zeitraum ein Fahrzeug benötigen. Die minimale Mietdauer liegt bei 12 Stunden, maximal kann ein Fahrzeug 27 Tage gemietet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 35 bzw. 59 Euro für 12 Stunden, bzw. Auf 45 oder 75 Euro pro Tag.

Durch die Preismodelle, basierend auf Stunden- oder Tagespauschale zielt das Unternehmen eher auf Nutzer ab, die für einen längeren Zeitraum ein Fahrzeug benötigen. Dank der günstigen Preise von 6 Euro / Stunde ist das Angebot aber auch eine attraktive Alternative zu den Anbietern DriveNow oder car2go, die minutenbasiert abrechnen. Ab ca. 20 Minuten Fahrzeit ist Oply trotz Stundenpreis günstiger als die Mitbewerber. Eine Fahrtzeit von 20 Minuten wird in Städten wie München schnell überschritten.

Alternative zum eigenen Auto

Oply sieht sich selbst als Alternative zum eigenen Auto und als Ergänzung zu den bestehenden Verkehrsangeboten bestehend aus ÖPNV, Mikromobilitätslösungen wie Free-Float-Carsharing oder Taxi und autofreiem Individualverkehr wie dem eigenen Fahrrad. ExaMotive Gründer Mauro Mariani ist der Meinung: „Oply ist für all die Fälle gedacht, in denen das Auto meist die beste Lösung ist. Damit ergänzen wir das städtische Verkehrsangebot aus Unsere Vision ist, dass innerstädtische Mobilität zukünftig ganz ohne das Privatauto auskommen wird. Die Kombination unterschiedlicher Mobilitätskonzepte wird es den Städtern ermöglichen, für jede Situation das passende Verkehrsmittel wählen zu können. Wir sind überzeugt davon, dass Oply hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten wird.“

Bild: Oply (alle Rechte vorbehalten)

General Motors will ins Peer-2-Peer Car-Sharing Geschäft einsteigen

Der amerikanische Hersteller General Motors plant den Einstieg in den Peer-2-Peer Car-Sharing Markt in den USA. Im Sommer soll es in einem Pilotprogramm losgehen, das Angebot soll bei der Car-Sharing Tochter Maven angesiedelt werden.

Damit baut GM seine Maven Marke kontinuierlich aus. Maven bietet in den USA ein klassisches Carsharing Angebot in 10 Städten an und hat mit Maven Gig ein attraktives Angebot für Fahrer von Ride-Sharing und Lieferdiensten geschaffen. Fahrer von Lyft, Uber oder Instacart nutzen die Maven Fahrzeuge, um damit Geld zu verdienen.

Vermittlung von Privatfahrzeugen

Beim Peer-2-Peer Carsharing können Autobesitzer ihre Fahrzeug auf der Plattform zur Verfügung stellen, Interessenten können diese dann anmieten. Aus Nutzersicht sind meistens die Mietpreise attraktiver als bei herkömmlichen Autovermietung wie Sixt oder Europcar. Die Fahrzeugbesitzer können ihre Fahrzeuge höher auslasten und Umsätze erzielen, um die Betriebskosten zu decken, ggf. wird auch ein Gewinn erzielt. Idealerweise sind die Fahrzeuge mit der nötigen Technologie für die Fahrzeugverwaltung ausgestattet, damit sich Vermieter und Mieter nicht persönlich treffen müssen.

Peer-2-Peer Carsharing in den USA erfolgreicher

In den USA scheint Peer-2-Peer Carsharing erfolgreicher zu sein als bei uns in Deutschland. Unternehmen wie Turo oder Getaround haben es jeweils geschafft, eine große Nutzerbasis aufzubauen. Turo wurde zuletzt mit 700 Mio. Dollar bewertet und hat Geld von Daimler erhalten. Nach eigenen Angaben sind mehr als 4 Mio. Nutzer in mehr als 5000 Städten in den USA und Europa registriert. Getaround konnte im vergangenen Jahr eine Finanzierung im mittleren zweistelligen Millionenbereich von Toyota einsammeln. Autohersteller wie General Motors haben Zugriff auf ein großes Netzwerk an Fahrzeugbesitzern und auch auf die Händler. Dieser Vorteil könnte strategisch genutzte werden, um ein attraktives Angebot zu schaffen, ohne hohe Kosten für eigene Fahrzeuge und Wartung in der Bilanz zu haben.

Bild: General Motors / Maven  (alle Rechte vorbehalten)