Archiv der Kategorie: Fahrdienst

Uber setzt auf E-Bikes in der Hauptstadt

Uber hat seine Strategie überdacht. Mit einem zusätzlichen Angebot an Elektrofahrrädern möchte der Fahrdienstvermittler zukünftig den Markt für sich gewinnen. Dazu kaufte Uber im April 2018 das Start-Up Jump auf. Die orangefarbenen Elektroräder wurden bereits vor einigen Wochen in den USA lanciert. Im Sommer gehen die Fahrräder nun in Berlin an den Start. Im Zuge der NOAH Conference in Berlin verkündete CEO Dara Khosrowshahi, dass das Konzept auch auf weitere Städte in Europa ausgedehnt werden soll.

Uber forciert europäischen Markt

Der neue Service stößt auf Verwunderung. So hat er doch gar nichts mit dem ursprünglichen Angebot von Uber gemein. Doch mit Blick auf Ubers fehlgeschlagene Versuche, sich als Fahrdienstleister in Europa zu etablieren, verwundert die neue Strategie kaum noch. Uber geriet in den vergangenen Jahren in etliche Konflikte mit europäischen Verkehrsbehörden und störte sich speziell an den strikten Verordnungen für Personentransporte. Umgekehrt wurde Uber von Seiten der europäischen Kooperationspartner Mangel an Zusammenarbeit und Verantwortung vorgeworfen.

Ausweitung des Produktportfolios

Neu ist auch das Angebot an Elektrofahrzeugen, das Uber unter dem Projektnamen UberGreen vorantreibt. UberGreen befindet sich derzeit mit 30 Fahrzeugen in einer Testphase in München und soll bis spätestens Ende des Jahres auch in der Hauptstadt umgesetzt werden. Mit der nachhaltigen und klimafreundlichen Produktpolitik werden Bemühungen ersichtlich, mit denen Uber in Europa, insbesondere Deutschland, wieder Fuß fassen will. CEO Khosrowshahi setzt auf den Ausbau der App, die dem Nutzer in Zukunft unterschiedliche Verkehrsmittel empfiehlt: „Autos werden für uns die gleiche Rolle spielen, wie einst Bücher für Amazon.

Bildquelle: www.gruenderszene.de (alle Rechte vorbehalten)

Apple arbeitet mit VW an autonomen Shuttles

In den vergangenen Jahren haben mehrere Geschichten die Runde gedreht, dass sich der Technologiekonzern Apple mit den Automobilherstellern Mercedes oder BMW verbünden möchte, um autonome Fahrzeuge zu entwickeln. Die Gespräche über Partnerschaften sollen daran gescheitert sein, dass Apple zu viel Kontrolle über Design und Daten haben wollte. Nun scheint Apple mit Volkswagen einen Partner für das Project Titan gefunden zu haben, dabei wurden aber die eigenen Anforderungen angepasst. Volkswagen soll aktuelle T6 Minivans an Apple liefern, die von dem Technologiekonzern mit Systemen für autonomes Fahren aufgerüstet werden sollen.

Fokus auf Software und Sensoren

Apple ist unter dem Decknamen Project Titan in das große Feld für selbstfahrende Autos gestartet. Zuerst soll der Konzern geplant haben, ein komplettes Auto zu entwickeln und zu produzieren. Nachdem sich herausgestellt hat, wie Komplex die Entwicklung und Produktion eines autonomen Fahrzeugs ist, wurde das Projekt angepasst. Über die Jahre wurden die eigenen Ambitionen und das Projektteam zurückgefahren.  Zu Hochzeiten sollen mehr als 1000 Mitarbeiter an dem Projekt gearbeitet haben, in den letzten Jahren sollen mehrere Hundert Experten das Projektteam wieder verlassen haben.

Der Fokus soll nun auf der Entwicklung von Software und Sensoren liegen, die als Systeme in bestehenden Fahrzeugen verbaut werden können. Eine ähnliche Strategie verfolgen auch Startups wie Aurora, drive.ai oder nuTonomy, das von Aptiv übernommen wurde. Die von Apple entwickelten Komponenten sollen zuerst in einem Angebot für Apple Mitarbeiter getestet werden. Volkswagen liefert dafür die Fahrzeuge. Pläne für die weitere Verwendung soll Apple noch nicht haben.

Der Automobilkonzern arbeitet auch mit dem Startup Aurora zusammen. Gemeinsam sollen autonome Fahrzeuge entwickelt werden. Der erste Use Case soll ein Fahrzeug für den Ride-Sharing Dienst Moia sein, der im kommenden Jahr in Hamburg starten soll.

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Waymo baut Partnerschaft mit Fiat aus

Die Waymo-Flotte wächst. Mit Beginn des Monats Juni vergibt die Google-Tochter Waymo einen weiteren Auftrag an Fiat Chrysler Automobiles (FCA). Mit insgesamt 62.000 Modellen des Chrysler Pacifica Minivans vergrößert Waymo sein bestehendes Kontingent an selbstfahrenden Autos. Der Versuch: Dem Traum des komplett autonomen Fahrens weiter zu realisieren, um Emissionen, Unfälle und Überlastungen im Verkehr zu reduzieren.

Zusätzlich behält die Zusammenarbeit zwischen Waymo und FCA die Lizenzierung der Technologie für Konsumenten im Blick. FCA CEO Sergio Marchionne forciert dabei insbesondere Ansätze, die sich “sicher”, “effizient” und “realistisch” umsetzen lassen.

Im Blick: Autonomer Fahrdienst-Service bis Ende 2018

Aktuell sind 51 registrierte Waymo-Fahrzeuge (Stand: 18. Mai 2018) im Testfeld San Francisco unterwegs mit dem Ziel den selbstfahrenden Service weiter zu testen und zukünftig im kompletten Gebiet des Staates Kalifornien auszuweiten. Konkret plant Waymo den Launch eines voll entwickelten selbstfahrenden Transport-Service bis Ende des Jahres. Die Idee ist, für jeglichen Nutzer ein fahrerloses Auto über die Waymo-App zugänglich zu machen. In Zahlen überzeugt Waymo mit insgesamt 7 Millionen erprobten Meilen, die bisher auf öffentlichen Straßen zurückgelegt wurden sowie 5 Milliarden Meilen, die in einer simulierten Umgebung stattfanden. Hinzu kommen diverse Testfahrten, die über 20.000 Verkehrsszenarien abdecken und damit die Erfahrungswerte kontinuierlich spezifizieren. Waymo CEO John Krafcik sieht in FCA einen wertvollen Partner, um Waymos Vision, weltweite Nummer 1 im erfahrenen autonomen Fahrdienst-Service zu sein, weiter voranzutreiben.

Kooperation mit Uber geplant

Dass Waymo das Tempo ordentlich anzieht, zeigt sich zudem in Spekulationen um eine Kooperation mit dem Fahrtenvermittler Uber. Waymo sieht in Ubers Netzwerk an Smartphone-Nutzern einen strategischen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern. Für Uber hingegen spiegelt die mögliche Kooperation erste Anstrengungen in eigener Sache wieder. Erst vor wenigen Monate verursachte ein Uber-Fahrzeug einen tödlichen Unfall in Arizona.

Lyft geht von mehr als 1/3 Marktanteil in den USA aus

Das Ride-Sharing Startup Lyft, das bisher nur in Nordamerika aktiv ist, kann anscheinend Kapital aus den Verfehlungen des Konkurrenten Uber schlagen. Im letzten Jahr soll der Marktanteil in den USA auf 35 Prozent angewachsen zu sein. Das ist ein ordentliches Wachstum, 18 Monate zuvor soll der Anteil bei 18 Prozent gelegen haben. 

Postille Wahrnehmung der Marke gestiegen

Lyft behauptet, dass sich mehr Kunden für den Dienst angemeldet haben und dass die positive Wahrnehmung der Marke gestiegen ist. In einigen Städten soll der Marktanteil sogar bei mehr als 40 Prozent liegen, in wenigen Städten soll die Ride-Sharing Plattform Marktführer sein. Das Unternehmen ist in den letzten Monaten auch kräftig expandiert. In den USA kamen mehr als 100 Städte hinzu und die Expansion nach Kanada ist erfolgt. Die Expansion in den USA dürfte auch dazu beigetragen haben, dass der Marktanteil nach oben geschossen ist. 

Wettbewerb mit Uber kostet viel Geld

Seit dem Start von Lyft befindet sich das Unternehmen im Wettkampf mit Uber in den USA. Lyft hat dafür gesorgt, dass Uber auf Ride-Sharing mit Privatfahrern setzt und dafür, dass das ursprüngliche Produkt UberBlack an Attraktivität verloren hat. Bei der Einführung neuer Dienste wie den Ride-Pooling Diensten UberPool und Lyft Line, haben sich beide Unternehmen ein Kopf-an-Kopf Rennen geliefert. Der Wettbewerb der beiden Ride-Sharing Plattform kostet viel Geld. Fahrer und Nutzer müssen mit Bonus-Zahlungen und Rabatten bei Laune gehalten werden. Mehrere Milliarden Dollar wurden in den letzten Jahren ausgegeben, um Marktanteile zu erkaufen. Beide Unternehmen sollen in Richtung Börsengang schielen, bis dahin müssen die Kosten in den Griff bekommen werden.

Kreditkartendaten als Grundlage

Die Zahlen zu den Marktanteilen der großen Ride-Sharing Dienste in den USA schwanken. Das basiert darauf, dass unterschiedliche Quellen für die Berechnung verwendet werden. Second Measure nutzt Kreditkartendaten um die Marktanteile zu berechnen. Das Unternehmen hat Uber im März einen Marktanteil von 73 Prozent zugewiesen und Lyft soll bei 27 Prozent gelegen haben. Certify nutzt Daten von Reiseabrechnungen und schreibt nach Analyse Lyft einen Marktanteil von 19 Prozent zu und Uber soll bei 81 Prozent liegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

BMW bezieht LiDAR Sensoren von Innoviz für selbstfahrende Autos

Der Automobilhersteller BMW möchte bis 2021 autonome Fahrzeuge mit Level 3 auf die Straße bringen, in den Jahren darauf sollen Fahrzeuge mit Fähigkeiten auf Level 4 folgen. Für diese Fahrzeuge benötigt BMW LiDAR Sensoren, damit die Umgebung der Fahrzeuge wahrgenommen werden kann. BMW hat bekanntgegeben, dass LiDAR Sensoren und weitere Komponenten von dem Startup Innoviz bezogen werden sollen.

LiDAR steht für Light Detection and Ranging – die Sensoren basieren auf Laserlichtstrahlen, die an Objekten reflektiert werden. So können feste und beweglich Gegenstände identifiziert werden und das autonome Fahrzeug kann seine Route berechnen. Bei ersten autonomen Testfahrzeugen ist der unförmige drehende LiDAR Sensor auf dem Dach aufgefallen.

Handliche Sensoren für die BMW Fahrzeuge

Die Sensoren von Innoviz sind viel kleiner und eine Dachmontage ist auch nicht erforderlich. Die Sensoren können in die Karosserie verbaut werden, um dem Fahrzeug eine Rundumsicht zu ermöglichen, verbaut BMW in den Testfahrzeugen mindestens fünf LiDAR Sensoren. Die Sensoren sollen in das technische Setup integriert werden, das BMW zusammen mit Intel, Mobileye und Aptiv entwickelt. Neben den Sensoren bringt Innoviz auch Technologien für die Objekterkennung, das Tracking von Gegenständen und die Klassifizierung mit ein.

Auch Beteiligung an Blackmore Sensors

Wie zu erwarten, verfolgt BMW bei LiDAR Sensoren mehrere Wege. Erst kürzlich hat sich BMW auch an dem Startup Blackmore Sensors and Analytics beteiligt, die ebenfalls günstigere und handliche LiDAR Sensoren entwickeln. Die Sensoren befinden sich noch relativ am Anfang der technischen Entwicklung, in den nächsten Jahren werden Leistungssprünge und sinkende Kosten erwartet. Da macht es Sinn, dass BMW mehrere Unternehmen beobachtet und testet, um die besten Sensoren für die Fahrzeuge der Zukunft auswählen zu können.

Innoviz von Magna unterstützt

Innoviz hat im letzten Jahr 65 Mio. Dollar an Finanzierung eingesammelt, unter anderem von dem Automobilzulieferer Magna. Innoviz ist nicht die einzige Beteiligung von Magna, die sich mit Technologien für autonomes Fahren befasst. Kürzlich wurde eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen und Magna hat sich mit 200 Mio. Dollar an dem Unternehmen beteiligt. Lyft und Magna wollen gemeinsam autonome Fahrzeuge auf die Straße bringen, die über die Lyft Plattform gerufen werden können. Gut möglich, dass es sich dabei um BMW Fahrzeuge handelt, die mit den von Magna finanzierten Innoviz Sensoren ausgestattet sind. Das Lyft Show Fahrzeug auf der CES war bereits ein aufgerüsteter BMW.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing Dienst Less geht an BlaBlaCar

In Frankreich konsolidiert sich der Markt der Ride-Sharing Dienste für Pendler. Die Mitfahrplattform BlaBlaCar übernimmt das Startup Less, das erst Ende letzten Jahres an den Start gegangen ist. Der Mitfahrdienst Less war bisher nur in Paris aktiv und hat sich auf Fahrten im Stadtgebiet konzentriert.

Ride-Sharing Dienst für Pendler

Das Unternehmen Less wollte einen Ride-Sharing Dienst skalieren, der vor allem Pendler miteinander verbinden soll. Dafür hat das Unternehmen 19 Mio. Dollar Finanzierung erhalten, unter anderem von Index Ventures. Für Fahrer, die mit Fahrdiensten ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, war die Plattform nicht geeignet. Bei Less haben die Mitfahrer nur 0.10 Euro pro Kilometer bezahlt, den Fahrern wird nach Abzug der Gebühren weniger ausgezahlt. Damit kann man keinen kommerziellen Fahrdienst aufbauen, da die Fahrzeugkosten pro Kilometer bereits höher sind. Mit einem ähnlichen Modell ist in Deutschland flinc an den Start gegangen, das im letzten Jahr von Daimler übernommen wurde.

BlaBlaLines soll gestärkt werden

BlaBlaCar möchte mit der Übernahme das eigene Ride-Sharing Angebot BlaBlaLines stärken, das im letzten Jahr als Ergänzung zu den Mitfahrgelegenheiten für die Langstrecke an den Start gebracht wurde. Nach ersten Tests wurde das BlaBlaLines Angebot in mehreren Städten in Frankreich gestartet. Der Fokus bei BlaBlaLines liegt auch auf der Vermittlung von Kurzstrecken, die von Pendlern gefahren werden. Bisher zahlen die Nutzer mit Bargeld, wahrscheinlich auch, weil die Payment Gebühren im Vergleich zum Fahrpreis hoch sind. Gut möglich, dass der Algorithmus und andere Features von Less in BlaBlaCar aufgehen.

Mobility Größe in Europa

BlaBlaCar gehört zu den größeren europäischen Mobility Startups. Seit der Gründung sind etwa 350 Mio. US Dollar in das Unternehmen geflossen, die Bewertung lag zuletzt bei 1.6 Milliarden Dollar. Im Jahr 2015 hatte das Unternehmen 20 Mio. Nutzer, mittlerweile sollen es um die 60 Mio. Nutzer in 22 Ländern sein. In Deutschland ist das Unternehmen Marktführer im Markt der Mitfahrgelegenheiten, die Position wurde durch die Übernahme von Carpooling erkauft.

Bild: Less (alle Rechte vorbehalten)

Münchner sind bereit, sich von ihrem Fahrzeug zu trennen – sofern Alternativen verfügbar sind

Eine Studie, die von dem Carsharing-Anbieter Oply in Auftrag gegeben wurde, gibt ein Indiz dafür, dass eine steigende Anzahl an Münchner Autobesitzer bereit ist, auf das eigene Auto zu verzichten. Voraussetzung ist, dass vergleichbare Alternativen vorhanden sind und die Umstände stimmen.

Alternativen als Voraussetzung

Insgesamt wurden 1727 Menschen durch ein Marktforschungsunternehmen befragt, 517 davon in München. Über 64 Prozent der befragten Personen in München sind bereit, sich von ihrem eigenen Auto zu trennen, sofern passende Alternativen wie ÖPNV, Carhsharing oder Ride-Sharing vorhanden sind. Der Schnitt deutschlandweit liegt laut der Studie bei etwa 52 Prozent. In der Stunde gaben etwa 70 Prozent der befragten Personen in München an, dass eine gute Abdeckung mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln vorhanden sein muss, damit das eigene Fahrzeug abgeschafft wird. Etwa 60 Prozent der Münchner geben an, dass die Angebotssituation so gut werden muss, damit sich ein eigenes Auto nicht mehr rentiert.

Höhere Wechselbereitschaft in der Innenstadt

In Innenstadtlagen ist die Wechselbereitschaft erwartungsgemäß höher. Die Parkplatzsituation ist angespannter und das Angebot an Alternatives ist mit am höchsten. Fast 40 Prozent der Fahrzeug Besitzer gaben, dass sie ihr eigenes Auto selten bis ab und zu nutzen. Über 3/4 der Autobesitzer, die in der Innenstadt wohnen, können sich vorstellen, dass Sie sich von ihrem Fahrzeug trennen könnten. Dieser Trend dürfte nicht nur für München zutreffen, sondern auch für Städte wie Hamburg oder Berlin.

Viel Potential in den meisten Städten

Kostengünstige und einfach verfügbare Alternativen zum eigenen Auto fehlen in den meisten Großstädten in Deutschland zur Zeit noch. Für die Nutzer ist es wichtig, dass innerhalb von wenigen Minuten ein Car-Sharing-Fahrzeug zu Fuß erreichbar ist oder ein Ride-Sharing-Fahrzeug vorbei kommt. Teilweise werden diese auch durch veraltete Vorschriften und konservativ eingestellte Verkehrsunternehmen ausgebremst. Hier ist dringend Handlungsbedarf erforderlich, damit die Bewohner der Städte ihr eigenes Fahrzeug abschaffen.

Bild: Oply (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing Dienst Ola geht weiter in Richtung ÖPNV Integration

Die indische Fahrdienst-Plattform Ola hat sich die ÖPNV und Ticketing App Ridlr geschnappt, um sich weiter mit dem ÖPNV zu verzahnen.  Millionen Inder nutzen den öffentlichen Verkehr täglich, der öffentliche Nahverkehr in Indien ist ein interessanter Markt mit viel Potential, der noch wenig digitalisiert ist. Die Ridlr App hilft vielen Pendlern bei der regelmäßigen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Ticket App für ÖPNV gekauft

Mit der Ridlr App können die Nutzer ÖPNV Verbindungen suchen und ein passendes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr buchen. Bisher fokussiert sich das Startup auf die Städte Mumbai und Delhi und arbeitet mit den Anbietern BEST (Brihanmumbai Electric Supply and Transport), Delhi Metro und Mumbai Metro zusammen. Zusätzlich werden ein paar Pilotprojekte in anderen Städten durchgeführt.

Die App wurde bereits 2012 von den beiden Gründern Brijraj Vaghani und Ravi Khemani gestartet. Nach einer Series A Finanzierung in unbekannter Höhe hat das Unternehmen 2013 eine Series B mit 6 Mio. US Dollar von Qualcomm Ventures, Matrix Partners und Times Internet eingesammelt. Matrix Partnern ist auch an Ola beteiligt. Die App ist nur für Android verfügbar und wurde mehrere Millionen Mal aus dem Goolgle Play Store geladen.

Holistisches Verkehrsangebot für Indien als Ziel

Ola möchte Ridlr in das eigene Setup integrieren, um die unterschiedlichen Verkehrsangebote zu einem holistischen Angebot vernetzten zu können. Außerdem ist eine Integration in den öffentlichen Verkehr geplant. Dabei stehen die Nutzer im Fokus, die ein komfortables Mobility Angebot vorfinden sollen. Damit möchte die Mobility Plattform auch die eigene Postion im Wettbewerb mit Uber stärken. Nach dem Rückzug von Uber in China und Südostasien wird der Fokus wahrscheinlich auf Indien gelegt. Da schadet es aus Sicht von Ola nicht, aggressiv und strategisch vorzugehen.

Ola mit Milliarden bewertet

Ola hat in den letzten Runden mehrere Milliarden Dollar eingesammelt, zuletzt 1.1 Milliarden Dollar von Tencent aus China und SoftBank aus Japan. Da SoftBank auch an Uber beteilig ist, bleibt es spannend, ob sich in Indien ein ähnlicher Deal wie in China oder Südostasien anbahnt. Fachleute erwarten, dass Ola weitere Unternehmen übernehmen wird, um die Position zu stärken und um das Wachstum anzukurbeln. Zuvor hat Ola schon den Indien-Ableger von Foodpanda sowie das Mobile Payment Unternehmen Qarth, die Taxi-App TaxiForSure und Geotagg übernommen.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Pooling: Moia erhält Genehmigung in Hamburg

Nach langen hin und her und nach starken Protesten durch die Taxiunternehmer erhält das Unternehmen Moia die Genehmigung durch die Behörden für einen operativen Betrieb in Hamburg. Das Unternehmen, das zum Volkswagen-Konzern gehört, hat jetzt die notwendige Rechtssicherheit und kann den Service auf die Straße bringen.

Betrieb ab 2019 genehmigt

Der dynamische Ride-Pooling Dienst von Moia kann ab dem 1. Januar 2019 für die kommenden vier Jahre erprobt werden. Zuvor ist ein Testbetrieb mit einer kleineren Flotte genehmigt, die Einnahmen dürfen während dem Testbetrieb nicht die Betriebskosten des Fahrzeugs übersteigen. Welcher Preise zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen werden, hat das Ride-Pooling Unternehmen noch nicht kommuniziert.

Genehmigung als Mietwagenverkehr

Die Genehmigung in Hamburg erfolgt als Mietwagenbetrieb nach dem Personenbeförderungsgesetz. Das Gesetz sagt, dass ein Fahrzeug nicht mit anderen Nutzern geteilt werden darf, deswegen erhält Moia die Genehmigung nach der so genannten Experimentierklausel. Auch andere Unternehmen, wie CleverShuttle, operieren in Städten wie Berlin unter dieser Klausel, die für die Erprobung von neuen Angeboten geschaffen wurde. Die Wirtschaftsbehörde in Hamburg sieht deutliche Unterschiede zwischen Moia und dem Taxigewerbe, weshalb die Genehmigung auch erteilt wurde. In Hamburg findet 2021 der Weltkongress für intelligente Verkehrssysteme (ITS) statt, bei dem Sich die Stadt mit neunen Mobilitätskonzepten präsentieren möchte.

500 Fahrzeuge, Aufstockung auf 1000 Fahrzeuge möglich

In einer ersten Phase darf das Unternehmen bis zu 500 Fahrzeuge einsetzten. Nach zwei Jahren Betrieb wird der Einfluss von Moia auf das Mobilitätsverhalten und den Verkehr in Hamburg evaluiert. Wenn Moia und die Stadt mit einem positiven Ergebnis aus der Evaluation gehen, kann die Flotte auf bis zu 1000 Fahrzeuge erhöht werden. Mit einer größeren Flotte ist auch eine Ausweitung des Bediengebiets geplant.

Ride-Pooling Wettbewerber in Deutschland

Moia möchte einen dynamischen Shuttle-Dienst mit eigens dafür konzipierten Fahrzeugen anbieten. Der Dienst beruht auf dem sogenannten Pooling-Prinzip, Fahrgäste, die auf ähnlichen Strecken unterwegs sind, werden gemeinsam mit dem gleichen Fahrzeug befördert. Moia ist nicht der einzige Anbieter, der dieses Modell verfolgt. Weltweit gehören Unternehmen wie Via zu den führenden Anbietern. In Deutschland sind die Unternehmen ioki und CleverShuttle mit einem vergleichbaren Konzept unterwegs.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing in Indien: Ola will 10.000 E-Rikschas in Indien einflotten

Der Ride-Sharing Dienst Ola, einer der großen Player in Indien, will in den kommenden 12 Monaten Rikschas mit Elektroantrieb in die Flotte aufnehmen. Insgesamt sollen 10.000 E-Rikschas in den Umlauf gebracht werden. Das „Mission: Electric” Programm ist Teil der Strategie, bis 2021 mehr als eine Millionen Elektrofahrzeuge in die Flotte aufzunehmen.

Regierung will durch E-Fahreuge Luftverschmutzung in den Griff bekommen

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind in Indien hoch im Kurs. Die Regierung unter Regierungschef Modi treibt das Thema voran, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen und um unabhängiger von Öl-Importen zu werden. Bis 2030 sollen alle Neuwagen mit E-Motor ausgestattet sein. Ola ist der größte Ride-Sharing Dienst in Indien und liefert sich einen Wettkampf mit Uber. Zu den Investoren von Ola gehört auch SoftBank, die Japaner sind auch kürzlich bei Uber eingestiegen. Ola ist in 110 Städten aktiv und mehr als 3 Mio. Fahrer sind auf der Plattform registriert.

Rikschas in Indien beliebt

Rikschas mit Verbrennungsmotor gehören zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln in Indien. Die Fahrzeuge sind günstig und robust. Auf Grund der geringen Größe und Wendigkeit sind die Fahrzeuge ideal für den überfüllten Verkehr in den indischen Städten. Rikschas mit Elektromotor sind erst seit ein paar Jahren auf dem Markt. Ola wird die Fahrzeuge von mehreren Herstellern beziehen und in drei Städten einsetzen. Unbekannt ist auch, ob Ola die Fahrzeuge besitzen wird oder ob die Fahrer die Rikschas kaufen werden.

Test mit E-Fahrzeugen seit 2017

Ola testet bereits seit Anfang 2017 E-Fahrzeuge, bisher mit überschaubaren Erfolg. Die Fahrer beschweren sich über die fehlende Infrastruktur und die höheren Kosten. Ola sieht das anders und spricht von signifikanten Lernerfolgen bei den Themen Flottenmanagement, Batteriemanagement und Operations. Bei den Themen Batterien und Lademanagement will das Unternehmen neue Wege beschreiten, um weiter dazu zu lernen. Bisher spielen E-Fahrzeuge nur eine geringe Rolle in Indien. Nur 0.1 Prozent der jährlich 3 Mio. verkauften Autos sind Elektrofahrzeuge.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)