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UberPOP Fahrer erhalten 15€ pro Stunde, Wundercar Fahrer bekamen sogar 16.50 € pro Stunde

In Berlin erhalten die Fahrer von UberPOP anscheinend einen fixen Betrag von 15.00 € pro Stunde, um eine Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ein UberPOP Fahrer, der anonym bleiben möchte, hat erzählt, dass Uber Berlin die Fahrer mit einem fixen Gehalt lockt und im Moment noch wenig zu tun. Den Fahrern wird laut der anonymen Quelle auch nicht mitgeteilt, dass sie sich gewerblich anmelden müssen und Steuern abführen müssen.

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UPDATE: Wundercar hat den Fahrern am Anfang 16.50 € netto pro Stunde bezahlt, damit sie in Berlin aktiv im Stadtgebiet unterwegs sind und sich bereit halten. Damit war Wundercar lukrativer als UberPop. Nach dem Verbot in Hamburg und der Umstellung auf 35 ct. Trinkgeld pro Kilometer, wurde diese Praxis eingestellt.


Mal sehen, wie lange es dauert, bis einige Ärger mit dem Finanzamt bekommen, da ja alle Bezahlvorgänge dokumentiert sind und die Fahrer auch die 19% Mehrwertsteuer von den Fahrten abführen müssten, die Uber wahrscheinlich wie bei Uber Black an die Fahrer überweist.


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Viele Fahrzeuge, die bei UberPOP unterwegs sind, sind wahrscheinlich schon abbezahlt und die Versicherung ist auch nicht so hoch, wie bei den konzessionierten Mietwägen. Kosten für Benzin und sonstige Ausgaben halten sich auch in Grenzen. Insgesamt ist von Kosten um die 3-4 € pro Stunde auszugehen, so werden die Fahrer im Moment 11-12 € netto pro Stunde verdienen.

Interessant wird es, wie viele Fahrer übrig bleiben, wenn Uber von der stündlichen Bezahlung Abstand nimmt und die Fahrer ihr Geld durch absolvierte Fahrten verdienen müssen. Da die Fahrer netto nur ca. 64% vom Brutto Fahrpreis in der Tasche haben, nachdem die 19% Mehrwertsteuer und 20% Uber Anteil abgezogen wurden, müssen sie auf einen Umsatz von ca. 24 € pro Stunde kommen.

Schätzen wir mal, dass eine durchschnittliche UberPOP Tour in Berlin ca. 7 km lang ist und 20 Minuten dauern wird (reine Fahrzeit mit Fahrgast, ohne An- und Abfahrt), dann kämen wir auf einen Fahrpreis von ca. 15 €. Die Fahrer müssten also im Schnitt mehr als 1,5 Touren pro Stunde absolvieren, um auf den gleichen Verdienst zu kommen. Das 1,5 Touren/Stunde und Fahrer im Schnitt absolviert werden, scheint unrealistisch, gerade unter der Woche, wenn wenig los ist.

Bei der Konkurrenz von Wundercar müssen noch mehr Fahrten pro Stunde absolviert werden, um durch Trinkgeld auf einen ähnlichen Verdienst zu kommen. Bei meinen Wundercar-Fahrten war das vorgeschlagene  Trinkgeld ca. bei 1 € pro Kilometer, eine Zeitkomponente scheint es nicht zu geben. Für eine Tour von 7 km würde ein Wundercar-Fahrer um die 5,6 € Trinkgeld erhalten, um auf 15 € pro Stunde zu kommen, müssten also ca. 2,7 Fahrten pro Stunde absolviert werden.

Für die Peer2Peer Fahrer ist UberPOP im Moment also die lukrativere Alternative im Vergleich zu Wundercar. Es ist auch davon auszugehen, dass die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge bei Uber schnell sinken wird, sobald Uber das Bezahl-Modell der Fahrer umstellt. Bis es soweit ist, werden einige Fahrer das Modell ausnutzen und sich über die gute Entlohnung freuen, solange sie daheim auf der Couch sitzen und auf eine Fahrt warten, wenn sie denn günstig wohnen. 😉

Interessant wäre auch zu wissen, ob die UberBlack Fahrer nun auch stündlich gebucht und bezahlt werden und nicht nach Fahrten, um eventuellen Problemen, die die einstweilige Verfügung nach sich zieht, zu umgehen.

Der anonyme Tipgeber ist übrigens auch im Besitz eins Personenbeförderungsscheins und als Taxifahrer unterwegs, es gibt also auch Taxifahrer, die Uber Berlin nutzen, um ihren Lebensunterhalt mit UberPOP aufzustocken.  Das ist auch nicht verwunderlich, da die 11-12€ netto wahrscheinlich weit mehr sind, als sie im Taxi verdienen.

Katz- und Maus-Spiel geht weiter: UberXL als Antwort auf Lyft Plus

Wie erwartet hat Uber schnell auf die neue Kategorie von Lyft reagiert. Wie berichtet und von Lyft bestätigt, sind in der neuen Klasse Lyft Plus gepimpte SUVs unterwegs, die von Privatpersonen gefahren werden und per Lyft App gerufen werden können.

Uber hat nun reagiert und UberXL in San Francisco und anderen amerikanischen Städten gestartet. Auch UberXL basiert auf einem peer-2-peer Modell, wie auch schon UberX, bietet aber größere Fahrzeuge, die bis zu 6 Passagiere befördern können.

Preislich bewegt sich das neue Angebot auf Lyft Plus Niveau und ist ca. 50% günstiger, als der Uber SUV Service mit professionellen Fahrern und für gewerblichen Personentransport lizensierten Fahrzeugen.

Die Frage ist, wer dankt des günstigeren Angebots noch auf die teurere SUV Variante zurück greift?

Langsam wird auch die Landschaft der Kategorien bei Uber unübersichtlich. Von Uber Black und Uber SUV, bis hin zu UberFamily, UberX, UberXL oder UberPOP gibt es viele unterschiedliche Kategorien, die alle zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden.

UberXL ist nicht nur in San Francisco verfügbar, sonder auch in Boston, Chicago, Sydney und Singapore. In Sydney und Singapore sind in der Kategorie UberXL anscheinend keine SUVs sondern Minivans unterwegs.

Update: Lyft SUV soll 2X so viel wie jetziges Lyft kosten, Autos mit roter Unterbodenbeleuchtung

Vor ein paar Tagen wurde schon darüber berichtet, dass Lyft eine weitere Kategorie mit weissen Ford Explorer SUVs plant, mittlerweile sind weitere Details bekannt geworden. Einerseits gibt es eine Teaser-Page, die Geschmack auf das neue Angebot machen soll, andererseits hat ein potentieller Partner von Lyft mit TechCrunch gesprochen.


UPDATE (09.05.2014): Mittlerweile hat Lyft die neue Kategorie offiziell verkündet: Die Kategorie mit aufgemotzten Fahrzeugen heißt Lyft PLUS und nicht wie vorher vermutet Lyft VIP. Neben den schon beschriebenen Merkmalen (Besticktes Leder, rote Unterbodenbeleuchtung) ist in jedem Lyft Plus Fahrzeug ein Spotify Premium Account verfügbar, um die Lieblings-Playlists zu hören. Die Fahrzeuge erhalten zusätzlich einen individuellen Kühlergrill und der pinkfarbene Schnurrbart wird durch eine Version aus gebürstetem Stahl ersetzt. Die Autos werden in Kooperation mit West Coast Customs aufbereitet, die hierzulande durch die Fernsehsendung Pimp My Ride bekannt wurde.


 

Lyfts SUV Programm wird zu erst in San Francisco starten und die Fahrzeuge werden Ford Explorer Fahrzeuge aus 2012 oder neuer sein. Die Fahrzeuge werden von den Fahrern gestellt, Lyft wird diese mit dunklem Innenraum und Diamant-farbenen Stickereien aufwerten. Die Fahrzeuge erhalten ausserdem rote Unterbodenbeleuchtungen, die angehen wenn der Fahrgast aussteigt. Die roten Leuchten können einen roten Teppich simulieren und für Aufmerksamkeit sorgen. Im letzten Artikel kam die Frage auf, wie Lyft den pinken Schnurrbart ersetzt, der nicht zu dem teureren Image passt, hier ist wohl die Antwort.

Ausserdem werden die Fahrzeuge anscheinend mit weiteren Features ausgestattet, z.B. iPads für die Fahrgäste und USB-Ports zum Laden der eigenen Geräte auf der Rückbank. Als Vergleich, das deutsche Unternehmen Blacklane experimentiert ebenfalls mit Tablets und extra Zubehör in Fahrzeugen. In der kürzlich gestarteten Smart Class können die Fahrgäste ein Tablet mit Magazinen, Trailern, Browser, usw. nutzen. Der Konkurrent Uber hat anscheinend in New York USB Ladestationen für die Kopfstützen von Delta erhalten und an die Fahrer verteilt.

Zur Bezahlung:  Die Fahrer erhalten voraussichtlich einen Bonus von 750 US$ pro Monate in ihrem ersten Jahr, aber die Fahrer müssen mindestens 35 Stunden pro Woche fahren. Für die ersten Monaten verzichtet Lyft auf die 20% Vermittlungsprovision und er Fahrer erhält 100%, mit der Hoffnung, genügend Fahrer anzuziehen.

Lyft SUV wird den Fahrgast das doppelte kosten, wie die das bereits bestehende Produkt mit umweltfreundlichen Fahrzeugen, wie Toyota Prius. Wenn man die Preise für das normale Produkt in San Francisco verdoppelt, zahlt der Fahrgast 5.50 US$ für die Abholung, 2.70 US$ pro Meile und 0.54 US$ pro Minute. Umgerechnet sind das 3.95 € für die Abholung, 1.90 pro Meile, also ca. 1.18 € pro Kilometer und 0.38 € pro Minute. Wenn man das mit Berlin vergleicht, ist der Tarif fast günstiger als ein Taxi (ein Berliner Taxi kostet 3.40 € für die Abholung und dann 1.79 € pro Kilometer und 0.42 € pro Minute, günstiger sind nur der Smart von Blacklane, Wundercar oder UberPop, wenn man einen Fahrer haben sollte, der sich auskennt). Die Kosten von Uber SUV in San Francisco ist höher, als die wahrscheinlichen Kosten von Lyft. Uber SUV kostet in SF 15 US$ Anfangsgebühr, 3.75 US$ pro Meile und 0.90 US$ pro Minute. Für eine Fahrt, die 2 Meilen lang ist und 10 Minuten dauert, würde eine Lyft-Fahrt in SF ca. 16.50 US$ kosten und eine Uber SUV Fhart um die 31.50 US$. Das Angebot von Lyft wird also deutlich günstiger sein, als Uber SUV, mal sehen, wie lange es dauert, bis Uber nachzieht und die Preise reduziert.

Die günstigen Preise könnten ein dauerhafter Vorteil gegenüber UberSUV sein. Die Fahrgäste müssen dafür aber auf ein glamouröses schwarzes Auto, Beinfreiheit auf den Rücksitzen einen professionellen Chauffeur verzichten.

Unklar ist, wann das Angebot startet und ob es ein Rückkauf-Programm für die Fahrzeuge gibt, wenn sich ein Fahrer dazu entscheidet, dass er nicht mehr für Lyft fahren möchte oder ob er Lyft für die Umrüstung des Fahrzeugs bezahlen muss.

Eine interessante Frage ist auch, ob es Lyft schafft, mit dem Angebot und dem bisherigen Image, einen hochwertigeren Service zu einem höheren Preis zu verkaufen. Mal sehne, ob Lyft damit zum Partyshuttle wird oder ob auch Personen, die auf mehr Luxus stehen, den Service als Ersatz zu schwarzen SUVs nutzen.

Lyft und Uber bieten jetzt auch Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten

Wie TechCrunch berichtet, bieten sowohl Uber als auch Lyft einen Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten an.

Uber und Lyft bieten mehr Sicherheit und Unterstützung für die registrierten Fahrer , aber auch für die Kunden der App-basierten on demand Lösungen: Eine Versicherung für die Zeit in der die Fahrer online sind, aber keine Fahrgäste an Board ihrer Autos haben.

Das Ziel, so das Unternehmen, ist es, jede “ Versicherungslücke „, die entstehen könnten zu decken. Dieses Problem wurde zu einem Problem für alle Ridesharing -Dienste, nach dem bei einem Unfall in San Francisco Anfang des Jahres, an denen ein Uber Fahrer, der keine Fahrgäste an Board hatte, ein Mädchen tot gefahren hatte. 

Der Schritt kommt nach dem Lyft auch gestern Abend angekündigte, einen ähnlichen Schritt zu gehen – um dem Erzfeind zuvor zu kommen. Die Meldung von Lyft war nicht sehr ausführlich, geht aber von der Art der Details, in die gleiche Richtung, die Uber heute zur Verfügung gestellt hat.

Die Versicherung von Uber greift seit dem 14.3.2013 und ist nur in den USA gültig.

Wenn die persönliche Versicherung des Fahrers nicht ausreicht, um einen Unfall in diesem Zeitraum abzudecken , greift die neue Versicherung. Die Deckung geht bis zu $ 50.000 für Zwischenfall mit einzelnen Personenschäden , $ 100.000 für Zwischenfälle mit mehreren involvierten Personen und $ 25.000 für Zwischenfälle mit Sachschäden, wie Andrew Noyes in einem Uber Blog-Post.