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Spotcar Carsharing schließt abrupt die Pforten

Im letzten Jahr haben wir schon mal über den damaligen Neuling im Carsharing Markt Spotcar berichtet. In Berlin ist das Unternehmen mit einem kilometerbasiertem Tarif und der Unterstützung von Opel gestartet. Das Angebot war damals ein Teil der Umparken im Kopf Werbekampagne von Opel. Nun wird der Carsharing Dienst spontan beendet.

Sehr kurzfristiges Ende

Gestern Nachmittag wurde eine E-Mail an die registrierten Nutzer geschickt, dass der Service um 17:00 Uhr am gleichen Tag eingestellt wird. Über die Gründe für die Beendigung des Services wurde nichts mitgeteilt. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens wurde angekündigt, dass in den nächsten Tagen weitere Informationen veröffentlicht werden sollen, warum der Service geschlossen wurde. Das der Carsharing Service beendet wird, steht anscheinend schon länger fest. Auf Facebook lassen sich zumindest einige Kommentare dazu finden. Fraglich ist, warum das Unternehmen  erst so spät seinen Nutzern kommuniziert hat, das sie den Dienst nicht mehr nutzen können.

Günstiges Carsharing in Stoßzeiten, schlecht fürs Geschäft

Es ist anzunehmen, das Carsharing Angebote häufig in den täglichen Stoßzeiten genutzt wird, z.B. für den Weg zur Arbeit oder wieder zurück. In diesen Zeiten ist die kilometerbasierte Abrechnung von Vorteil für den Nutzer, da nicht für die Wartezeit im Berufsverkehr bezahlt wird. So kommen Mietpreise zustande, die mehr als 20% günstiger im Vergleich zu car2go oder DriveNow sind und das in der Zeit, in der die Nachfrage am größten sein wird. Das dürfte sich im Nachhinein als schlechte Idee herausgestellt haben.

Um schwarze Zahlen zu schreiben, hätten die Fahrzeuge 8-10 Mal pro Tag genutzt werden müssen. Dieses Ziel wurde anscheinend nicht erreicht.

Weitere Gründe fürs Scheitern

Es ist davon auszugehen, dass dem Unternehmen die finanziellen Mittel ausgegangen sind und das durch die kilometerbasierte Abrechnung nicht genügend Umsatz generiert wurde. Wahrscheinlich hatte das Unternehmen von Anfang an nicht genügend Finanzierung, um genügend Fahrzeuge anzuschaffen, um eine Stadt wie Berlin abzudecken. Das relativ kleine Gebiet und die geringe Fahrzeugdichte dürfte zu einem Nutzerwachstum geführt haben, das hinter den Erwartungen geblieben ist.

Über Spotcar Carsharing

Spotcar hat sein Carsharing Angebot im Frühsommer letzten Jahres gestartet. Als Fahrzeuge waren Opel Adams im Einsatz, teilweise bis zu 300 Stück. Der größte Unterschied zu den anderen free-floating Angeboten, wie DriveNow und Car2go war, dass die Fahrten nicht minutenweise, sondern kilometerbasiert abgerechnet wurden. Spotcar wurde von Michal Schmidt und Benjamin Krüger gegründet.

Bild von daniel zimmel (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft: Nutzer Profile & Kooperation mit Verizon

Seit dem letzten Artikel über die Taxi-Alternative und Ridesharing Plattform Lyft ist einige Zeit vergangen. In den letzten Tagen hat es wieder interessante Neuigkeiten gegeben, über die wir berichten möchten.

Profile für Fahrer und Beifahrer

Im letzten Jahr gab es einige Sicherheitsbedenken im Bezug auf die Fahrer der neuen Ridesharing und Taxi Services, wie Uber und Lyft. Lyft ermöglicht es nun den Fahrern und Nutzern, ein ausführliches Profil zu erstellen, um das gegenseitige Vertrauen zu erhöhen.

Bewertungen, Anzahl an Fahrten und mehr

Bei den Fahrern wird die durchschnittliche Bewertung angezeigt und die Anzahl der absolvierten Fahrten. Fahrer und Nutzer können Informationen über ihrem Wohnort, ihren Musikgeschmack und weitere Informationen eintragen, die als Gesprächsgrundlage dienen können. Eine optionale Facebook Integration spürt gemeinsame Facebook Freunde auf. Wenn Fahrer und Beifahrer einen gemeinsamen Bekannten haben, er halte beide eine Benachrichtigung darüber.

Mehr Vertrauen, bessere Gespräche

Fahrer und Beifahrer sollen sich durch die neuen Features besser über gemeinsame Vorlieben austauschen können. Gerade bei Lyft Line, einem Service bei dem sich mehrere unbekannte Fahrgäste das Fahrzeug teilen, sollen die Profilinformationen das Eis brechen. Zusätzlich soll das Vertrauen der Nutzer durch die Profile gestärkt werden.

Verizon kooperiert mit Lyft

Im letzten Jahr hat Lyft-Konkurrent Uber eine Partnerschaft mit dem größten amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T verkündet. Auf den AT&T Smartphones wird die Uber App vorinstalliert, Uber setzt im Gegenzug auf AT&T bei den Fahrern. Lyft und Verizon ziehen nun mit einer ähnlichen Kooperation nach.

Rabatte für Lyft Fahrer

Verizon bietet den Lyft Fahrern einen monatlichen Rabatt an, wenn sie einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen oder wenn sie bereits Kunde bei Verzion sind. Dieses Angebot wird in der Accelerate Premier Driver Rewards Programm von Lyft aufgenommen. Durch dieses Programm erhalten die Fahrer besondere Angebote, je nach dem, wie viele Fahrten sie absolvieren. Darunter sind unter anderem kostenlose Mitgliedschaften in Fitness Studios, Vergünstigungen bei der Wartung der Fahrzeuge oder bei der Pannenhilfe.

Lyft App auf Verizon Smartphones

Verizon wird auch die Lyft app auf einigen Android Smartphones vorinstallieren. Lyft erhofft sich dadurch ein Wachstum an neuen Nutzern, die den Lyft Fahrservice regelmäßig nutzen.

Bild: Lyft.com (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: 1.5 Milliarden US$ für Uber, 3 Milliarden für Nokia HERE?

Kurznachrichten: Uber will weitere Milliarden einsammeln, Bewertung steigt auf 50 Milliarden US$. Gebote von über 3 Milliarden US$ für den Kartenservice Nokia Here wurden von den deutschen Automobilherstellern und Uber abgegeben.

Uber plant neue Finanzierungsrunde

Die Ridesharing und Transport Plattform Uber plant weitere 1.5 Milliarden US$ an Finanzierung aufzunehmen. Die Bewertung würde dann auf 50 Milliarden US$ steigen. Uber hat erst Anfang des Jahres einen Milliardenbetrag eingesammelt, bei einer Bewertung von 40 Milliarden US$. Uber profitiert dabei von der Einstellung der Investoren, die die Technologie von Uber als Zukunft im Transport- und Beförderungsbereich ansehen. Uber wird mit der Finanzierung den Service in weitere Städte bringen. Außerdem werden Services wie UberEATS weiter ausgebaut. Für Akquisitionen und Forschungsprojekte könnte auch Geld benötigt werden. (via Bloomberg)

3 Milliarden US$ für Nokia Here?

Für den Kartendienst HERE von Nokia gibt es einige Kaufinteressenten. Die Deutschen Automobilhersteller Audi, Mercedes und BMW willen wohl gemeinsam das Kartenunternehmen übernehmen. Außerdem ist anscheinend Uber bereit, 3 Milliarden US$ für den Dienst zu zahlen. Ein entsprechendes Angebot wurde abgegeben. Neben dem Konsortium der Automobilhersteller und Uber soll auch eine nicht genannte Private Equity Firma Interesse an dem Service und den Daten von Nokia bekundet haben. Here hat vor allem einen großen Marktanteil im Segment der von Werk eingebauten Navigationsgeräte. Deshalb wird das Interesse der Automobilhersteller groß sein. Uber könnte mit Here unabhängiger von Google werden und  seinen UberPool Service verbessern. Die Kartentechnologie spielt auch eine Schlüsselrolle in der Entwicklung selbstfahrender Autos. Sowohl Uber als auch die Automobilhersteller arbeiten an entsprechenden Projekten. (via New York Times)

Carsharing: Flinkster und Ford arbeiten enger zusammen

Die Deutsche Bahn und Ford arbeiten im Carsharing Bereich enger zusammen. Die Bahn nutzt für ihr Carsharing Angebot Ford Fahrzeuge. Ford Nutzt das von der Deutschen Bahn entwickelte internetbasierte Buchungssystem für Ford Carsharing. Ford bietet seit 2013 mit ausgewählten Handelspartnern Carsharing an. Die registrierten Nutzer haben auch Zugriff auf das Fahrzeugangebot von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Deutschen Bahn. Insgesamt stehen der Nutzern von Ford Carsharing so 3600 Fahrzeuge an 1000 Stationen in über 200 Städten zur Verfügung. Sowohl Flinkster als auch Ford Carsharing sind stationsgebundene Angebote, die Fahrzeuge müssen an einer festen Station abgeholt und wieder abgestellt werden. Im Gegensatz dazu existieren free-floating Angebote wie DriveNow und Car2Go. Bei diesen Modellen können die Carsharing Fahrzeuge an beliebigen Orten in einem festgelegten Gebiet abgestellt werden. (via Presseportal)

Bild: here.com (alle Rechte vorbehalten)

Profiteure des Bahnstreiks: myTaxi, Fernbus und Co.

Seit gestern wird die Deutsche Bahn im Fernverkehr und Nahverkehr bestreikt. Die Lokführer haben angekündigt, bis Sonntag zu streiken. Von dem Streik profitieren einige Startups und Neueinsteiger im Mobilitätssektor.

MyTaxi mit 50% Rabatt

Die Hamburger Taxi-App dürfte diese Woche schon allein wegen des Streiks mehr Anfragen verzeichnen. Das Unternehmen, das mittlerweile zu Daimler gehört, bietet zusätzlich noch 50% Rabatt auf alle Fahren, die per App bezahlt werden. Das wird MyTaxi zusätzlich in die Karten spielen und die Fahrtanfragen nach oben schnellen lassen. Nicht nur MyTaxi, auch die anderen Taxi- und Fahrservice Apps werden von dem Bahnstreiks profitieren.

Fernbus mit Fahrtzuwachs

Auch die Fernbusanbieter, wie Postbus, Meinferbus Flixbus und Co. profitieren von dem Streik bei der Bahn. Viele Kunden, die im Fernverkehr unterwegs sind, steigen auf die Alternative Bus um. Laut einem Spiegel Artikel hat sich die Besucherzahl auf der Webseite von  MeinFernbus Flixbus verfünffacht, die Buchungen sind um 150 % gestiegen. Bei Postbus wurden sogar 3-4 mal so viele Tickers verkauft. Die Anbieter haben schnell reagiert und weitere Busse bei den gelegenPartnerunternehmen gemietet, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Unter der Woche scheint es noch keinen Engpass zu geben. Am Wochenende könnten die Fernbusse auf den beliebten Rennstrecken ausgebucht sein.

Mitfahrgelegenheiten bringen sich ins Spiel

Auf der einen Seite versuchen Mitfahr-Netzwerke für Kurzstrecken, wie flinc, Vom Bahnstreik zu profitieren. Es Werden gezielt Berufstätige  angesprochen, die Dank flinc trotz Bahnstreiks pünktlich zur Arbeit kommen, wenn sie flinc nutzen. Für längere Strecken bieten sich Services, wie Mitfahrgelegenheit.de, BlaBlaCar, Fahrgemeinschaft.de und Co. an.

Es existieren also einige Alternativen, um trotz Bahnstreiks von A nach B zu kommen. Die Profiteure des Streiks werden hoffen, dass nach dem Streik einige der neugewonnenen Kunden und Nutzer hängen bleiben und nicht zurück zur Bahn wechseln.

Bild: Stillstand von Chris R. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Drivy deutschlandweit, Tesla mit Batteriespeicher für zuhause

Kurznachrichten: Der amerikanische Autobauer Tesla will nicht nur Elektroautos produzieren, sondern wird dieses Jahr auch einen Tesla Batteriespeicher für zuhause anbieten. Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service jetzt deutschlandweit an.

Drivy Carsharing deutschlandweit

Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service, bei dem Autos von Privatpersonen vermietet werden deutschlandweit an. Wie berichtet, ist Drivy im November 2014 in Berlin gestartet, darauf folgte der Start in Hamburg, München und Köln. Auf der Plattform sind laut Drivy schon mehr als 1.000 Fahrzeuge zu finden. Drivy arbeitet mit der Allianz Versicherung zusammen, um den Vermietzeitraum abzusichern.  Mit der bisherigen Entwicklung in Deutschland zeigt sich das französische Unternehmen zufrieden. Deutsche Konkurrenten sind die Unternehmen Tamyca und Autonetzter. Autonetzer verfügt nach der Fusion mit Nachbarschaftsauto etwa über 10.000 Fahrzeuge.

Tesla Batteriespeicher für zuhause

Lange wurde darüber spekuliert, welches Produkt Tesla zusätzlich auf den Markt bring. Letzten Donnerstag hat Elon Musk den Tesla Batteriespeicher für zuhause vorgestellt. Für ca. 3.500 € können sich Hausbesitzer eine 10 kWh Batterie zulegen. Hat der Hausbesitzer eine Solaranlage auf dem Dach, kann er die überschüssige Energie zwischen speichern und bei Bedarf nutzen. Die gespeicherte Energie kann auch wieder ins Netz eingespeist werden und der Hausbesitzers kann sich dafür bezahlen lassen. Das Netz an Batterien kann auch dazu genutzt werden, eine Stromreserve aufzubauen. Diese Reserve kann genutzt werden, wenn der Strom von großen Kraftwerken nicht mehr ausreicht. Der Markt für Batteriespeicher wächst schnell. Im Jahr 2012 lag der Umsatz bei 200 Mio. US$ im Jahr 2017 sollen es 2 Milliarden US$ jährlich sein. Die Powerwalls genannten Energiepacks können auch gekoppelt werden, um die Speicherkapazität zu erhöhen. Partner für das Tesla Energy Projekt wird anscheinend das deutsche Unternehmen Lichtblick. Produziert werden die Batterien zukünftig in der GigaFactory. (via Süddeutsche)

Bild: Elon Musk describing the Tesla Gigafactory von Steve Jurvetson (bestimmte Rechte vorbehalten)

Fernbus Preise ziehen an – nur MegaBus mit Kampfpreisen

Die Preisentwicklung in den letzten Wochen bei den Fernbussen ging nach oben. Die Fernbus-Anbieter rücken von den Kampfpreisen ab, bieten aber immer noch ein Preis-Niveau, das auf reges Interesse stoßt. Eine Ausnahme stellt ein Neueinsteiger dar. Der schottische Anbieter MegaBus startet mit mehreren Linien in Deutschland und das zu Preisen ab 1 €.

Fahrkarten werden teurer

Laut einer dpa Meldung normalisiert sich das Preisniveau unter den Fernbusanbietern.  Nach der Fusion von MeinFernbus und FlixBus, sowie dem Ausstieg einiger Anbieter, war das zu erwarten. In dem Zeitraum von Januar bis April haben sich die Fahrpreise mit einem Spartarif für eine Fahrt mit dem Fernbus durchschnittlich um 11 Prozent erhöht. Die Zahlen hat das Berliner Marktforschungsinstitut IGES erhoben. Es wird weiterhin mit einem   Wachstum im Fernbus Segment. Im letzten Jahr ist der Markt um 100 % im Vergleich zum Jahr davor gewachsen. Insgesamt wurden zwischen 17 und 19 Millionen Fahrgäste mit Fernbussen in Deutschland befördert. In diesem Jahr soll das Wachstum im Vergleich zu 2014 zwischen 60 und 90% liegen. In der Vergangenheit haben sich die Anbieter der Fernbus-Linien auch über die Streiks der Lokführer gefreut. Massenweise Kunden haben Statt der Bahn einen Fernbus genutzt. Einige davon dürften dauerhaft umgestiegen sein.

Neueinsteiger Megabus mit Kampfreisen

Die Marke Megabus gehört zu der schottischen Unternehmensgruppe Stagecoach. Wie das Handelsblatt berichtet, ist der Anbieter mit Kampfpreisen auf dem deutschen Markt gestartet. Fahrkarten gibt es ab 1 Euro, wenn auch für kürzere Strecken. Die Fahrpreise bewege sich teilweise auf einem Niveau von 1 ct. pro Kilometer. Das bedeutet, dass eine Strecke von 500 Kilometern um die 5 € kostet. Es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen damit Anteile auf dem deutschen Fernbusmarkt erobern will und nur zum Markteintritt die absolut günstigen Preise anbietet.

Langfristig will Megabus mit größeren Bussen günstiger als die Konkurrenz sein. Hinzu kommt, dass die Busse dem Unternehmen gehörten und nicht Subunternehmern, wie bei MeinFernbus Flixbus und co.

Ryanair-Effekt

Durch den Preiskampf könnte ein sogenannter Ryanair-Effekt entstehen. Das heißt, dass Kunden erwarten, für einen günstigen Preis von 5 € quer durch Deutschland mit dem Bus fahren zu können. Damit sich das für die Fernbus-Anbieter rechnet, kann mit Zusatzgebühren, für Gepäck und weitere Services gerechnet werden. Bisher rechnet sich der Fernbusmarkt noch für einen Anbieter. Auch der Marktführer MeinFernbus Flixbus fährt noch jährlich Verluste ein.

Mehrere Opfer

Der Preiskampf bei den Fernbussen hat schon mehrere Unternehmen zur Aufgabe bewegt. Der britische Anbieter city2city hat sich zuerst zurückgezogen. Kurz darauf folgte der Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post. Aus ADAC Postbus wurde Postbus. Auch der Pionier DeinBus ist in die Insolvenz geschlittert, wurde aber vorerst durch einen Investor gerettet. Die Deutsche Bahn hat auf den Druck durch die Fernbus-Anbieter reagiert. Das Liniennetz soll ausgebaut werden und die unterschiedlichen Fernbus Marken sollen unter einer Marke zusammengefasst werden.

Bild:  54216 YX63NHC MEGABUS von Eddie (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi und Transport Apps für Apple Watch

Seit gestern wird die Apple Watch Smartwatch offiziell ausgeliefert, bzw. kann in einigen Shops gekauft werden. Einige Mobilitäts-Apps und Fahrservices haben bereits darauf reagiert und Funktionalitäten für die Apple Watch hinzugefügt. Hier ist eine Auflistung einiger Apps aus dem Transport und Taxi Bereich, die auf der Apple Watch genutzt werden können .

Taxi App MyTaxi

Die MyTaxi App ist schon Apple Watch kompatibel. Öffnet man die App auf der Uhr, wird der eigene Standort angezeigt. Mit einem Tap auf Bestellen, wird ein verfügbares Taxi angefragt. Auf der Uhr sieht der Nutzer dann auch, wenn der Taxi-Fahrer angekommen ist.

Fahrdienst Uber

Die Uber App war schon ein Teil der Präsentation, als die Watch von Apple offiziell vorgestellt wurde. Ähnlich wie bei MyTaxi kann ein Fahrzeug mit Chauffeur mit einem Klick bestellt werden. Der Fahrgast sieht, wie lange es dauert, bis das Fahrzeug da ist. Infos über den Fahrer und das Fahrzeug werden ebenfalls über die Apple Watch angezeigt. Die abgeschlossene Fahrt kann über die Watch bewertet werden.

Ally (ehemals Allryder)

Aus Allryder wird Ally. interessanterweise schon die zweite Namensänderung innerhalb von 2 Jahren. Gestartet ist die App mit dem Namen Waymate, im letzten Jahr wurde sie in Allryder umbenannt, nun Ally. Über die App kann der beste Weg von A nach B gefunden werden, mit Fokus auf Kurzstrecken. Verknüpft werden die Daten über öffentlichen Nahverkehr, Carsharing und Taxen. In der iPhone App können die Adressdaten für Zuhause und Arbeitsplatz gespeichert werden. Über die Apple Watch App können dann mit einem Klick die Informationen über den Weg zum Arbeitsplatz oder nach Hause angezeigt werden.

Carsharing Dienst DriveNow

Der Carsharing Anbieter DriveNow hat seine iPhone App ebenfalls an die Apple Wacht angepasst. Über die App auf der Uhr wird eine Liste mit Fahrzeugen im Umkreis angezeigt, inkl. Entfernung zwischen dem Standort des Fahrzeugs und des Nutzers. Mittels App kann ein Fahrzeug reserviert und geöffnet werden. Wahrscheinlich wird es nicht lange dauern, dann wird auch car2go mit einer Apple Watch App am Markt sein.

DB Navigator der Bahn

Auch die Bahn hat bereits auf die Apple Wach reagiert und die iOS App angepasst. Über die App kann der Reiseplan inkl. Umstiege angezeigt werden. Die App zeigt ausserdem Stationen in der näheren Umgebung an und Benachrichtigungen über verspätete oder ausgefallenen Züge werden angezeigt.

Bild: Apple Watch Sport von Shinya Suzuki (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi Deutschland hinterlegt Sicherheitsleistung – Uber reagiert

Taxi Deutschland hat es geschafft, die Sicherheitsleistung von 400.000 € aufzubringen und beim Landgericht zu hinterlegen.
Diese Hinterlegung war notwendig, um das Urteil in der Auseinandersetzung mit der Taxi-Alternative Uber zu vollstrecken. Über wird es nun untersagt, den Ridesharing-Service UberPOP unter gewerblichen Bedingungen anzubieten. Taxi Deutschland hat mehr als einen Monat benötigt, um die Summe aufzubringen. Es wurde schon daran gezweifelt, ob sie dazu überhaupt in der Lage sind.

Uber reagiert

Uber hat nach der Benachrichtigung durch das Landgericht Frankfurt reagiert und bietet den Service UberPOP nun in allen deutschen Städten zum Preis von 35 ct. pro Kilometer an. Bei diesem Fahrpreis gilt der Taxi-Service nicht als gewerbliche Personenbeförderung, ist aber für Fahrer wenig lukrativ. Uber geht deshalb davon aus, dass die Verfügbarkeit der Fahrer drastisch abnimmt. Das wird zur Folge haben, dass die Nutzer länger auf ein freies Fahrzeug warten müssen.
Uber hat auch schon eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht, die zur Zeit geprüft wird.

Uber unterstützt Fahrer mit Bonus

In der Vergangenheit hat Uber die Fahrer häufig mit zusätzlichen Bonuszahlungen fürs Warten motiviert. Es ist durchaus vorstellbar, dass Uber diese Methode weiterhin nutzt, um Fahrer zu motivieren. Durchaus haben die Fahrer bis zu 15 Euro pro Stunde zusätzlich bekommen.

Gerichtliche Auseinandersetzungen

Die Taxi Vertreter versuchen schon seit dem Start von Uber im Januar 2013 gegen das Unternehmen vorzugehen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz. Zum einen wird Uber vorgeworfen, dass der angebotene Service gegen die Rückkehrpflicht von Mietwagen verstößt. Aus diesem Grund wurde der Service in Berlin verboten. Zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass der UberPOP-Service mit Privatfahrern gegen zwei weitere Punkte verstößt. Die Fahrer verfügen weder über eine Konzession für das Fahrzeug, ebenso fehlt ein Personenbeförderungsschein inkl. Ortskundeprüfung.
Bild: getmobility.de

BlaBlaCar übernimmt Carpooling.com

Das französische Startup BlaBlaCar übernimmt laut Medienberichten den Deutschen Konkurrenten Carpooling.com, hier besser bekannt als Mitfahrgelegenheit.de.

BlaBlaCar ist, wie auch Carpooling.com eine Plattform über die sich Fahrer und Mitfahrer finden können, der Fokus liegt dabei auf längeren Strecken.

BlaBlaCar möchte mit der Akquisition seine Position in Europa stärken. Durch den Kauf soll es auch möglich sein, den Fokus mehr auf die Expansion in Südamerika und Asien zu legen.

Kaufrpreis unbekannt

Für welche Summe Carpooling.com den Besitzer wechselt, wurde nicht bekannt. An Carpooling hatte sich vor ein paar Jahren Daimler beteiligt, Early Bird war ebenfalls an Board. Der Kaufpreis dürfte nicht all zu hoch ausgefallen sein, sonst hätten beide Unternehmen ihn kommuniziert. Carpooling ist vor kurzem in die USA expandiert und eine Kooperation mit Uber wurde geschlossen. BlaBlaCar hat sich bisher von einer Expansion nach Nord-Amerika distanziert, da dort der Markt und die Rahmenbedingungen nicht attraktiv genug seien. Bleibt abzuwarten, ob die Präsenz von Carpooling in USA bestehen bleibt oder wieder geschlossen wird.

BlaBlaCar, das im letzten Jahr eine Finanzierung in Höhe von 100 Mio. US$ abgeschlossen hatte, ist vor zwei Jahren in Deutschland gestartet, konnte sich aber gegen den bereits 2001 gestarteten Konkurrenten Mitfahrgelegenheit.de nicht durchsetzen.

Das Unternehmen möchte durch Akquisitionen und schnelles Ausrollen des eigenen Services seine Position weltweit ausbauen. Je schneller, desto besser.Bisher hat das Unternehmen 20 Mio. Nutzer in 18 Ländern in Europa und Asien. In diesem Jahr soll Südamerika hinzukommen.

Bild: RIDESHARING COMMUNITY #BLABLACAR ON THE RISE von motorblog.com (bestimmte Rechte vorbehalten)

Rocket Internet investiert in Take Eat Easy

Vor ein paar Tagen hatten wir berichtet, dass sich Rocket Internet für den Bereich Lieferservice für Essen als Logistik-Lösung mit eigener Flotte interessiert.

Das Gerücht bestätigt sich nun, dass sich Rocket Internet neben dem Marktplatz für Gerichte Lieferungen auch für das Logistik-Geschäft mit eigener Flotte interessiert.

Nicht Volo sondern Take Eat Easy

 


Update, 16.4.15: Wie heute von TechCrunch und Gründerszene berichtet wurde, übernimmt Rocket Internet Volo komplett. Mit unserem ersten Bericht lagen wir also doch nicht falsch.


Nicht wie vermutet in Volo investiert Rocket Internet, sondern in den Lieferservice Take Eat Easy. Das berichtet Techcrunch. Via Take Eat Easy können Nutzer Essen online bei Restaurants bestellen, die bisher keinen Lieferservice angeboten haben. Einen ähnlichen Service bietet Deliveroo an, die vor einem Start in Deutschland stehen. Mittels intelligenten Technologie werden die Lieferaufträge über eine Smartphone App an unabhängige Fahrrad Kuriere vermittelt. Der Besteller sieht in seiner App, wie lange es dauert, bis die BestelluUpng geliefert wird, teilweise kann auch der Fahrer getackt werden.

Finanzierung für Expansion nutzen

In das Startup aus Brüssel, das bisher in Belgien und Frankreich aktiv ist, investieren Rocket Internet, DN Capital und Piton Capital 6 Mio. €. Mit der Finanzierung sollen die bestehenden Märkte ausgerollt werden, weitere sollen gestartet werden, darunter Deutschland, Großbritannien und Spanien.

Rocket Internet an Delivery Hero beteiligt

Interessant ist die Beteiligung, da Rocket an Delivery Hero beteiligt ist und selbst mehrere Marktplätze für Essen Lieferservices aufgebaut hat und betreibt. Delivery Hero hat sich vor kurzem erst an MyLorry beteiligt. MyLorry bietet mit Food Express ebenfalls einen Lieferservice mit eigenen Fahrern, den Restaurants nutzen können, die bisher keine Gerichte geliefert haben.

Bild: Dinner is served. von Boudewijn Berends (bestimmte Rechte vorbehalten)