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Kurznachrichten: Taxi kann mit „WhatsApp Taxi“ bestellt werden

Zwei Kurznachrichten aus dem Taxi- und Mobilitätsbereich: Über WhatsApp kann direkt ein Taxi bestellt werden. Der ehemalige Gründer und CTO von Sidecar wechselt von GM zu Uber.

Taxi kann mit WhatsApp Taxi bestellt werden

Ab sofort kann in einigen Deutschen Großstädten ein Taxi per WhatsApp Nachricht bestellt werden. Taxi Deutschland beschreitet mit WhatsApp Taxi neue digitale Wege, um mehr Bestellungen zu erhalten. Der Nutzer muss die Servicenummer 0170 3398423 als Kontakt abgespeichert haben, damit ein Taxi per Chat bestellt werden kann. Bestellt wird das Taxi über das Teilen des eigenen Standorts. Danach muss die Bestellung nur noch bestätigt werden. Mit einer ähnlichen Funktion sind andere Messangerdienste bereits vor einiger Zeit gestartet. So kann über WeChat ein Taxi in China bestellt werden. Google hat vor kurzem Taxidienste in die Karten-App Google Maps integriert. Taxi Deutschland versucht sich mit dem WhatsApp Taxi Angebot besser von der Konkurrenz MyTaxi und Uber abzugrenzen. (via FAZ)

Sidecar Gründer verlässt GM und wechselt zu Uber

Sidecar musste wegen der Übermacht von Uber aufgeben. Einer der Gründer wechselt jetzt zu Uber, nachdem Sidecar von General Motors übernommen wurde. Der Mitgründer und CTO von Sidecar Jahan Khanna übernimmt bei Uber das „Vehicle Solutions Growth Team“. Dieses Team ist dafür verantwortlich, dass interessierte Fahrer mit Fahrzeugen versorgt werden. Unter anderem wird von dem Team das Leasing Programm für Fahrer betreut. Sidecar war einer der ersten Ridesharing Anbieter auf dem amerikanischen Markt und kam mit einigen interessanten Features auf den Markt, die dann von Lyft und Uber kopiert wurden.

Sidecar hat weit weniger Finanzierung erhalten, als Uber und Lyft. Deswegen konnte das Startup den Preiskampf der beiden Kontrahenten nicht mitgehen und musste letztendlich aufgeben. Anfang 2016 wurde Sidecar von GM übernommen. Kurz danach hat GM 500 Mio. US$ in Lyft investiert und mit Maven seine eigene Carsharing Plattform gestartet. (via Business Insider)

Sidecar beendet Ridesharing- und Lieferservice

Das Unternehmen ist bereits 2011 mit einem peer-to-peer Mitfahrservice für Kurzstrecken gestartet. Im Jahr 2014 erfolgte ein Relaunch. Der Fokus wurde auf ein persönlicheres Auftreten der Fahrer gelegt. Die Fahrer konnten Bilder hochladen und persönliche Informationen hinzufügen. Anfang 2015 wurde der Sidecar Same-Day Delivery Service gestartet. Der Lieferservice wurde schnell zu einem entscheidenden Teil des Unternehmens. Sidecar hat Mitarbeiter vom Ridesharing-Service abgezogen, um den Lieferservice voran zu bringen. Bereits im August wurde mit dem Lieferservice ein höherer Umsatz erzielt, als mit dem Mitfahrservice. 

Nicht genügend Finanzierung

Das Unternehmen hat es nicht geschafft, genügend Finanzierung einzusammeln. Das Unternehmen konnte nur 35 Mio. US$ an Finanzierung einsammeln. Im Vergleich zu den Finanzierungssummen, die Lyft (ca. 1 Milliarde US%) und Uber (ca. 7 Milliarden US$) eingesammelt haben, ist das gar nichts. Einige der Investoren, die bei Sidecar investiert haben, setzen auch ihr Geld auf den Erfolg der Konkurrenten Uber und Lyft.

Coole Technische Features

Mit Sidecar verschwindet ein Pionier der Ridesharing-Economy. Das Startup hat viele Funktionen eingeführt, bevor sie Jahre später von Lyft und Uber getestet wurden. Darunter fallen zum Beispiel geteilte Fahrten, Back-to-back Fahrten, die Eingabe der Zieladresse durch den Fahrgast, usw. Mit Sidecar verschwindet auch einer der größeren Ridesharing Anbieter in den USA. Zuletzt war da Unternehmen der drittgrößte Anbieter in den USA.

Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)

Das war die Woche: Ärger für myTaxi – WunWun Aus – Marihuana – SherpaShare

Das war die Woche: Aus für WunWun Same Day Delivery. Ärger für myTaxi in Stuttgart. SherpaShare will Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen. Das Ridesharing-Unternehmen Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco.

Alfred übernimmt WunWun Same Day Delivery Service

Drei Jahre nach dem Start in New York City werden Teile des on-demand Delivery Startups WunWun von dem Startup Alfred übernommen. Einerseits wird die von WunWun entwickelte Technologie übernommen, andererseits wechselt ein Teil des Teams zu Alfred. Wir hatten schon mal über WunWun berichtet, das Startup hatte eine Kooperation mit dem Limousinen- & Fahrservice Gett abgeschlossen. Alfred ist ein Concierge-Service, bei dem die Nutzer per SMS und Web-App eine Vielzahl von Services rund um den Haushalt bestellen können. Unbekannt ist, welche Summe für die Übernahme von WunWun geflossen ist. Da es sich um einen Fire-Sale handelt, dürfte die Summe überschaubar gewesen sein. (via Techcrunch)

Taxi-Zentrale geht gegen Rabattaktion von myTaxi vor

Mit einer einstweiligen Verfügung hat sich die Taxi-Zentrale in Stuttgart gegen die aktuelle Rabattaktion von myTaxi gewehrt. Die Taxi-App myTaxi wollte den Kunden bis zum heutigen Sonntag einen Rabatt von 50 % auf Taxifahrten gewähren, wenn die Fahrt bargeldlos per App bezahlt wird. Als Reaktion hat myTaxi die Gebietet Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt von der Aktion ausgeschlossen. Die Taxi-Zentrale führt als Begründung das Personenbeförderungsgesetz an. Laut dem Gesetzt darf der festgelegte Taxitarif weder über noch unterschritten werden. Die Taxi-Zentralen haben Angst, durch Apps wie myTaxi an Bedeutung zu verlieren. Deswegen gehen vermehrt Taxi-Zentralen gegen die Aktionen von Taxi- und Fahrservice-Apps vor. (via FAZ)

Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco

Die Ridesharing App Sidecar rollt einen neuen Service in San Francisco aus. Nach einem erfolgreichen Testprojekt werden nun Kunden in San Francisco mit medizinischem Marihuana beliefert. Die Lieferung soll innerhalb von einer Stunde zugestellt werden. Die Menge ist auf ca. 30 Gramm pro Kunde begrenzt, ein Fahrer darf maximal vier Bestellungen mitnehmen. Die Bestellungen werden während des Transports in einer speziellen Sicherheitsbox transportiert. Die Fahrer behalten 80% von der Liefergebühr. Das Ridesharing Unternehmen arbeitet mit Meadow Care zusammen, um den Service unter legalen Voraussetzungen anbieten zu können. Sidecar hat vor ein paar Monate einen on-demand Delivery Service gestartet. Die Fahrer, die auch Fahrgäste befördern, nehmen die Lieferungen zusätzlich mit. (via CNET)

SherpaShare will Lyft und Uber Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen

SherpaShare will die Daten der on-demand Delivery und Ridesharing-Anbietern analysieren und so den Fahrern von Plattformen, wie Lyft, Uber und co. zu mehr Umsatz verhelfen. In der letzten Woche hat das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 700.000 US$ angekündigt und eine App für iOS veröffentlicht. Das Startup bietet Analyseergebnisse für die Fahrern von Diensten wie Uber, Lyft, Sidecar, Postmates, Instacart, Sprig und SpoonRocket an. Das Ziel ist, dass die Fahrer wissen, wie viel sie aktuell pro Stunde verdienen und wie sie ihren Verdienst steigern können. Mit der veröffentlichten App können die Fahrer ihre gefahrene Strecke und die Zeit hinterm Steuer aufzeichnen. Die Daten werden dann für die Erstellung des Dashboards im Nutzer-Profil auf der Website genutzt. Basierend auf dem Dashboard kann jeder Fahrer individuell seine Arbeitszeiten und sein Verhalten anpassen, um seinen Verdienst zu erhöhen. (via VentureBeat)

Bild: Saturn: Same-Day-Delivery von Media-Saturn-Holding GmbH (bestimmte Rechte vorbehalten)

Sidecar will sich mit Same-Day Lieferungen differenzieren

Das amerikanische Transport-Startup Sidecar hat einen Same-Day Delivery Service gestartet. Mit dem neuen Service können die Nutzer Pakete und andere Lieferungen über das Sidecar Netzwerk von A nach B bringen lassen. In den letzten sechs Monaten wurde der neue Service in der Bay Area in den USA getestet, nun folgt der Start des Sidecar Deliveries Services in allen 10 US-Städten, in denen Sidecar bisher aktiv ist. Der neue Service basiert auf der bereits bestehenden Technologie und dem Netzwerk an Fahrern, die bisher auch Ridesharing Services angeboten haben.

Günstiger und schneller

Laut Sidecar Gründer Sunil Paul ist die Lieferung über das Sidecar-Netzwerk 80% günstiger, als traditionelle Kurierdienste und außerdem schneller. Anscheinend sind in San Francisco schon 10% der Sidecar Fahrten Same Day Deliveries. Bis Ende des Jahres sollen über die Sofort-Zustellungen 50% des Umsatzes generiert werden. Sidecar arbeitet mit E-Commerce, Restaurants, Blumenläden und Supermärkten zusammen, um für Aufträge zu sorgen. Einer der Pilot-Kunden in San Francisco ist Eat24. Eat24 ist eine Art amerikanisches Lieferheld oder Lieferando. Anscheinend wurden die Zustellzeiten der über Eat24 bestellten Mahlzeiten halbiert und die Restaurants haben gleichzeitig einen Umsatzanstieg verzeichnet. Die Vision von Sidecar ist, dass jedes Geschäft eine Bestellung erhalten kann, die innerhalb einer Stunde zugestellt wird.

Mehr Fahrer sorgen für kürzere Wartezeiten

Für die Fahrer hat es den Vorteil, dass die Einnahmen um bis zu 75 % steigen können, wenn sie gleichzeitig Fahrgäste und Pakete im Fahrzeug haben. Durch die zusätzliche Einnahmequelle steigt laut Sidecar die Anzahl der aktiven Fahrer. Mehr aktive Fahrer führen zu kürzeren Wartezeiten und günstigeren Preisen für die Fahrgäste.

Starke Wettbewerber

Sidecar wagt sich damit in eine Nische mit starken Wettbewerbern. Unternehmen, wie Amazon, Ebay, Instacart, Postmates, Uber und co. bieten ebenfalls einen ähnlichen Service an, meist aber mehr Endkunden orientiert. Amazon arbeitet außerdem mit der Taxi-App Flywheel zusammen, um Pakete möglichst sofort zustellen zu können.

Sidecar adressiert mit dem neuen Service mehr Unternehmen als Endkunden. Unternehmen können die Logistik-Lösung von Sidecar einbinden, um die Bestellungen möglichst schnell zustellen zu können. Über die Sidecar API werden die Live-Daten über den Auftrag übertragen, so dass die Kunden ihre Lieferung genau verfolgen können. Bei Eat24 wissen die Kunden genau, wann die Lieferung das Restaurant verlassen hat und wann der Fahrer angekommen ist. Eine ähnliche Transparenz über die Lieferung wäre bei Lieferheld, Lieferando und co. ebenfalls wünschenswert.

Innovative Ideen von Sidecar

Sidecar hat bisher viel weniger Geld eingesammelt, als Uber oder Lyft, das Unternehmen zeichnet sich aber immer wieder durch innovative Ansätze aus. So wurde die Mitfahrfunktion Shared Rides, mittels derer sich mehrere Fahrgäste eine Fahrzeug teilen, vor UberPool und Lyft Line eingeführt, außerdem erlaubt Sidecar den Fahrern die Preisgestaltung der Fahrten. Die Idee, dass Fahrgäste und Pakete gleichzeitig in den Fahrzeugen sind, wurde nur auch zuerst von Sidecar umgesetzt. Die Kombination ist eine Win/Win/Win Situation. Fahrgäste fahren zu einem günstigere Preis. Fahrer erhöhen ihren Umsatz. E-Commerce Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihre Produkte günstiger und schneller zuzustellen.

Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)